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Übernachtungen 2021 stark rückläufig

Kurbeitrag, Wanderwege, Gäste-Flyer: Das plant Schneizlreuth für seine Gäste

Blumenwiese statt Klee vor Rathaus
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Die Kleewiese vor dem Rathaus in Schneizlreuth könnte zur Blumenwiese werden.

Die Gemeinde Schneizlreuth blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2021 zurück, was die Gästezahlen anbelangt. Jetzt soll in vielerlei Hinsicht entgegengewirkt werden.

Schneizlreuth – Wie Bürgermeister Wolfgang Simon in der letzten Gemeinderatssitzung mitteilte war es dringend notwendig, den Kurbeitrag in der Gemeinde Schneizlreuth neu zu kalkulieren, um Defizite in Höhe von 14.000 Euro ausgleichen zu können. Letztmals war dieser im Jahr 2001 neu berechnet worden.

In der Neu-Kalkulation wurden auch 50 Prozent der jährlichen Unterhaltungskosten für den Waldbahnweg in Weißbach an der Alpenstraße mit eingerechnet. Pro erwachsenem Gast soll der Kurbeitrag von derzeit 0,55 Euro pro Übernachtung auf 1,25 Euro pro Übernachtung ansteigen. Für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren sind 0,30 Euro vorgesehen.

Zweitwohnungsbesitzer sollen sich mit 75 Euro pro Jahr an den Ausgaben für den Tourismus beteiligen. Laut Simon ist vorgesehen, die Beitragserhöhung erst ab 2023 umzusetzen. Vorher werden aber die konkreten Steigerungen noch einmal geprüft und gegebenenfalls korrigiert. Die geplante Erhöhung war auch Thema einer Vermieterversammlung in der letzten Woche, an der 28 Vermieter teilnahmen.

Übernachtungszahlen 2021 stark rückläufig

Wie die neue Leiterin der Tourist-Info (TI), Daniela Hopf, hier erläuterte, gingen die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren stetig zurück. Waren es 2018 noch 44.866 Übernachtungen, konnten im letzten Jahr 2021 nur mehr 31.311 Übernachtungen registriert werden. Weiter informierte Hopf darüber, dass Gäste mit Gästekarte für ein Tagesticket am Jochbergparkplatz statt sechs Euro nur vier Euro bezahlen müssen. Eine Erstattung erfolgt an der Tourist-Info, bei Vorlage der Gästekarte und des Tickets.

Ebenso besteht die Möglichkeit für die Vermieter, Tickets für die Gäste in der Tourist-Info zum vergünstigten Preis zu kaufen. Ab sofort können auch die aktualisierten Gästekarten und die Vorlagen in der TI abgeholt werden. Die Gemeinde hofft, dass möglichst viele Meldungen elektronisch erfolgen. Es gibt aber auch weiterhin Vordrucke, die handschriftlich ausgefüllt werden können.

Aktualisiert soll in Kürze das Gastgeberverzeichnis werden. Änderungen müssen bis 30. Juni in der TI eingegangen sein. Pro Eintrag entstehen derzeit Kosten in Höhe von 30 Euro. Wie hoch die Kostenbeteiligung in Zukunft sein wird hängt davon ab, wie viele Vermieter sich an der Erstellung des Gastgeberverzeichnisses beteiligen.

Viele Projekte in der Gemeinde: Bürgermeister gibt Überblick

Mit einem kurzen Einblick in die allgemeine Lage und die derzeit vielen Aufgaben und Projekte in der Gemeinde versuchte Bürgermeister Wolfgang Simon klarzulegen, warum nicht alle Mängel, im von den Bürgern und Vermietern gewünschten Zeitraum beseitigt werden können. Weiter informierte er über den Stand der Weißbacher Kläranlage, des Feuerwehrhausneubaus in Unterjettenberg, der Wasserversorgung und über die knappe Personalsituation im Bauhof.

Bei der Sicherung und Instandsetzung des Waldbahnweges muss nun in einem ersten Schritt ein Geologe tätig werden. In diesem Zusammenhang sprach Simon noch einmal die Haftungsproblematik an. Positiv bewertete Simon die Tatsache, dass die Aschauer Klamm in Oberjettenberg bereits komplett durchsaniert ist und der Gemeinderat vor Kurzem beschlossen hat, trotz Mehrkosten, die Wanderwegebeschilderung als Leaderprojekt umzusetzen.

Gastgeber melden sich zu Wort

Als wichtiges Anliegen sehen die Vermieter die Erneuerung, beziehungsweise Instandsetzung, der Ruhebänke im Kurpark und im kompletten Gemeindegebiet. Peter Eicher bemängelte, dass die Eigeninitiative zur Beschilderung der Wanderwege durch Ehrenamtliche eingeschlafen ist. Bezüglich des nun in der Umsetzung befindlichen Wanderwegekonzeptes über Leader bat er darum, die genauen Standorte und die Zeitangaben mit ortskundigen Gemeindebürgern abzuklären.

Zudem sollte die Gemeinde an Bürger, insbesondere an rüstige Ruheständler herantreten, die sicher zur Mithilfe bereit wären. Barbara Schmidberger wollte wissen, warum die Gemeinde den Olympiasieger Andreas Wellinger aus Weißbach an der Alpenstraße nicht in Werbeaktionen integriert. Ob hier bestehende Werbeverträge dagegen stehen, wird der Bürgermeister klären.

Weiter wurde seitens der Vermieter angeregt, die „Kleewiese“ vor dem Rathaus in eine Blumenwiese umzuwandeln. Simon informierte hier, dass bereits geplant ist, eine Linde zu pflanzen. Aktualisiert werden sollten auch die alten Holztafeln mit Hinweisen zu Gästeunterkünften. Wünschenswert wäre weiter, an der Landkreisgrenze ein attraktives Schild aufzustellen, um darauf hinzuweisen, wohin der Gast beziehungsweise Tourist eigentlich fährt.

Erneuerungsbedürftig ist offenbar die Ortseingangstafel im Ortsteil Nagling, da diese morsch ist und umzufallen droht. Zum Abschluss der Versammlung wünschten sich die Vermieter, dass monatlich ein aktualisierter Flyer mit Informationen für die Gäste zur Verfügung gesellt wird. Dies sollte aber ein gedruckter Flyer und keine Linksammlung sein. Daniela Hopf wird sich um die Umsetzung kümmern.

wb

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