Polizei und Bergwacht in Schneizlreuth

Großeinsatz wegen vermissten Rosenheimers (36)

Schneizlreuth - Eine großangelegte Suchaktion hat es am Dienstag an der Reiter Alpe gegeben. Ein Rosenheimer schien in Gefahr, sich das Leben zu nehmen.

Mit einem Großaufgebot an Kräften suchten Polizei und Bergwacht am Dienstagnachmittag im Bereich Reiter Alpe nach einer vermissten Person. Der 36-Jährige aus dem Raum Rosenheim hatte sich vormittags von einer Angehörigen nach Oberjettenberg fahren lassen, um dort eine Bergtour zu unternehmen.

Als die Frau nach Hause gekommen war, stellte sich heraus, dass sich der Mann vermutlich das Leben nehmen wolle. Nachdem die Polizei über das Vorhaben informiert worden war, wurden sofort alpine Einsatzkräfte der Polizei und die Bergwacht alarmiert.

Die ersten Kräfte wurden mit der Seilbahn der wehrtechnischen Dienststelle für Schutz- und Sondertechnik, kurz WTD 52 auf die Reiter Alpe transportiert. Dort konnte der Mann bereits nach kurzer Zeit in der Nähe einer Diensthütte der Bundeswehr festgestellt und gesichert werden. Für den Rücktransport zur Seilbahn unterstützte die Bundeswehr die eingesetzten Beamten.

In der Zwischenzeit waren bereits acht Streifen von Polizei mit alpiner Einsatzgruppe und 22 Mitglieder der Bergwachten Bad Reichenhall und Anger im Einsatz, der von der Polizeiinspektion Bad Reichenhall in enger Absprache mit der Bereitschaftsleitung der Bergwacht geleitet wurde.

Weitere Einsatzkräfte und die technische Gruppe der Bergwacht Traunstein konnten während der Anfahrt ebenso wieder abdrehen, wie der verständigte Polizeihubschrauber. Der 36-jährige Rosenheimer wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800/1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180/6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa

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