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Was Schneizlreuther Bürger mit B21-Blockade bezwecken wollen

„Ersparnis für Fuhrunternehmer ist riesig“: Demo gegen Lkw am Kleinen deutschen Eck

Lukas Niederberger, 1. Vorstand der Bürgerinitiative „Menschen vor Straßenverkehr“ in Schneizlreuth.
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Lukas Niederberger, 1. Vorstand der Bürgerinitiative „Menschen vor Straßenverkehr“ in Schneizlreuth.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Am Montag (9. August) in der Früh wird auf der B21 (kleines deutsches Eck) nichts mehr gehen: Anwohner haben mitgezählt, wie oft das Lkw-Nachtfahrverbot ignoriert wird - jetzt blockieren sie mit einer Demo die Straße. Wir haben mit der Bürgerinitiative gesprochen.

Schneizlreuth - Eigentlich fordern sie nur, dass bestehende Regeln eingehalten werden - nämlich das Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen übers Kleine deutsche Eck (B21). „Jetzt müssen wir auf uns aufmerksam machen, auch wenn wir am Montag in der Früh manchem Pendler damit auf die Füße steigen“, so Lukas Niederberger im Gespräch mit BGLand24.de. Er ist 1. Vorstand der Schneizlreuther Bürgerinitiative „Menschen vor Straßenverkehr“. Am Montag (9. August) werden sie auf der B21 kurz vor der Grenze demonstrieren, weshalb die Bundesstraße von 4.45 bis 6.15 Uhr an dieser Stelle komplett gesperrt wird.

Lkw-Nachtfahrverbot auf B21: Sperrung wegen Demonstration

Das Aktionsbündnis gegen den Lkw-Transitverkehr hat selbst mitgezählt. Über 150 Lkw waren es laut 2. Vorstand Peter Zitzelsperger in einer Juni-Nacht, die unerlaubt von Schneizlreuth Richtung Lofer fuhren. Eigentlich ist zwischen 22 und 6 Uhr für Laster die Straße gesperrt. Die drohenden Strafen liegen bei 75 Euro beim ersten Vergehen, 150 Euro beim zweiten Mal - gegenüber 24 Euro Lkw-Maut auf der Autobahn von Kufstein nach Salzburg oder 2,40 Euro Lkw-Maut auf der B21. „Das Ersparnis für die Fuhrunternehmer ist riesig, weil die Gefahr, erwischt zu werden, minimal ist“, so Zitzelsperger. Und sein Mitstreiter Niederberger meint, dass die Strafen so gering seien, dass sie für die Fuhrunternehmer leicht einzukalkulieren wären.

Die Sperrung gilt am Montag (9. August, 4.45 Uhr bis 6.15 Uhr) von Beginn des Wendelbergtunnels bis zur Grenze. „Das Nachtfahrverbot gilt schon seit 1989. Damals wurden die Lkw noch durch die Polizei an der Grenze aufgehalten, aber danach hat es sich eingeschliffen, das Verbot zu ignorieren“, so Peter Zitzelsperger von der Bürgerinitiative.

Die Kontrollen der Polizei fielen bisweilen recht unterschiedlich aus: Im Juli 2020 setzte es bei den Nacht-Kontrollen 18 Anzeigen, im November 2020 in drei Stunden gar keine und zuletzt, am 14. Juni, wurden allein in einer Stunde 32 Lastwagenfahrer erwischt. Das Nachtfahrverbot gilt von Piding bis zur Landesgrenze. „Wir fordern, dass die Regeln strenger und öfter kontrolliert werden“, so Niederberger, dessen Bürgerinitiative inzwischen 40 Mitglieder hat. „Die Stichproben zeigen ja, wie oft versucht wird, das Verbot zu umgehen.“

Bürgerinitiative aus Schneizlreuth: „Wir müssen auf uns aufmerksam machen“

Auch wenn Pendler am Montagfrüh Umwege in Kauf zu nehmen haben, „wir müssen auf uns aufmerksam machen“, so Lukas Niederberger. Für Pkw bietet sich während der Kundgebung der Steinpass an, um über die Grenze zu kommen. Lkw dürfen ihn nicht befahren - obwohl sie während der Demozeit ab 4.45 Uhr eigentlich eh nichts auf der B21 zu suchen haben. „Durch die Straßensperrung und mögliche Staus wird sichtbar, dass sich einige Lkw wieder nicht an das Nachtfahrverbot halten werden“, ist sich Niederberger sicher. 20 Teilnehmer sind angemeldet, die Bürgerinitiative geht aber von mehrer Demonstranten aus.

xe

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