Bei Schneizlreuth

Blitz schlägt im steilen Bergwald am Poschberg ein - Feuerwehreinsatz am Montag

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Schneizlreuth - Am Montagnachmittag, den 1. Juli, gegen 13.40 Uhr hat vermutlich ein Blitz im steilen Bergwald am Poschberg im nordwestlichen Lattengebirge in einen Baum eingeschlagen und dabei den Baum, die angrenzende Boden-Vegetation und einen querliegenden Stamm in Brand gesetzt.

Pressemeldung im Wortlaut:

Am Montag, 01.07.19, gegen 13.35 Uhr, teilte ein Anwohner über Notruf den Einschlag eines Blitzes am Fuße des Predigtstuhls in Schneizlreuth mit. Nach einem heftigen Knall, verursacht durch den Einschlag des Blitzes etwa hundert Höhenmeter oberhalb des Ortsteils Baumgarten, hatte der Mitteiler dann auch Rauchschwaden festgestellt. Daraufhin wurden die Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall sowie Kräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Teisendorf und Traunstein alarmiert. Durch die Feuerwehr wurde umgehend ein Löschtrupp zu Fuß in das stark abschüssige Gelände entsandt. Dieser konnte erste Brandbekämpfungsmaßnahmen treffen, um ein Ausweiten des Brandes zu verhindern und eine Erstberichterstattung an die Einsatzleitung weitergeben.

Der Blitz hatte eine große Buche in Brand gesetzt, welche stark bis in den Wurzelbereich brannte. Trotz des Regens war eine weitere Ausbreitung des Brandes zu befürchten.

Da es in dem steilen Gelände nicht möglich war, selbständig eine Löschwasserversorgung sicherzustellen, wurde ein Hubschrauber zur Unterstützung der Löscharbeiten angefordert. Dieser traf gegen 15.40 Uhr am Einsatzort ein. Nach einem ersten Sichtungsflug konnte der Pilot, trotz starker Windböen, zunächst zwei Materialflüge zum Einsatzort durchführen. Bei drei weiteren Flügen mittels Löschwasser-Außenlastbehälter setzte der Pilot diese gezielt über dem Brandherd ab, wodurch der Baum und der umliegende Bereich abgelöscht werden konnte. Der Löschtrupp der Feuerwehr bekämpfte daraufhin, unter anderem mit sogenannten „Fognails“, das noch schwelende Wurzelwerk im Boden um den Brandherd.

Da sich die Einsatzkräfte in stark absturzgefährdetem Gebiet bewegten, wurden sie durch Einsatzkräfte der Bergwacht Bad Reichenhall, Teisendorf und Traunstein gesichert. Zudem gewährleistete die Bergwacht die medizinische Erste Hilfe, für den Fall eines Unfalls bei den Löscharbeiten.

Schließlich wurde durch die Bergwacht noch eine Drohne mit Wärmebildkamera zur Feststellung etwaiger verbliebener Brandherde zum Einsatz gebracht.

Durch das zügige Vorgehen der Einsatzkräfte und der schnellen Anforderung des Hubschraubers konnte kurz vor 17 Uhr die Meldung „Brand gelöscht“ abgesetzt werden.

Insgesamt waren circa 41 Einsatzkräfte der Feuerwehren, 20 Einsatzkräfte der Bergwacht sowie 5 Polizeibeamte an dem Einsatz beteiligt.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Erstmeldung

Pressemeldung im Wortlaut:

Fußtrupps der Reichenhaller und Schneizlreuther Feuerwehr stiegen rasch zu Fuß über einen alten Jagersteig und einen steilen Graben auf und konnten mit Rucksackspritzen, Feuerpatschen, Pickeln und einer Motorsäge verhindern, dass ein größerer Waldbrand entsteht.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall, die Flughelfer der Reichenhaller Feuerwehr, die Bundeswehr-Feuerwehr Oberjettenberg, das Reichenhaller Rote Kreuz und die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger sowie die Bergwacht Traunstein mit dem Technikbus der Bergwacht Chiemgau nach Baumgarten, wo die Organisationen im Abrollbehälter des Landkreises eine gemeinsame Einsatzleitung mit Polizei und Bürgermeister einrichteten.

Bilder vom BRK BGL-Einsatz am Montag am Poschberg

Während Fußmannschaften der Feuerwehr flott mit Rucksackspritzen, Feuerpatschen, Pickeln und Motorsägen über einen alten Jagersteig und einen steilen Graben zum Feuer unterhalb des Schneidecks aufstiegen, forderte der Einsatzleiter zusätzlich einen Transporthubschrauber der Heli Austria aus dem Pongau für Material- und Löschflüge an. Die Fußmannschaften verhinderten mit ihrem raschen Einsatz, dass sich der Waldbrand weiter ausbreiten konnte, indem sie das angrenzende Gebüsch entfernten und mit den Rucksackspritzen den brennenden, querliegenden Stamm, das brennende Wurzelwerk und die Boden-Vegetation ablöschten.

Die Heli-Besatzung flog dann in zwei Aufzügen im Netz am Tau weitere Ausrüstung von Baumgarten aus auf den Berg, unter anderem einen Faltbehälter, der dann per Außenlastbehälter mit dem Heli mit Wasser des nahen Saalachsees gefüllt wurde. Während der Heli aus der Luft löschte, gingen die Fußmannschaften im Bergwald bodengebunden gegen den Brand vor. Die Bergwacht kümmerte sich währenddessen mit Seilgeländern um die Absturzsicherung für den bevorstehenden Abstieg, da die steilen Grasleiten und der Steig durch den Regen ziemlich rutschig wurden. 

Pressemeldung des BRK BGL

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