Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von Kurbeitrag bis Feuerhausneubau

Mit diesen vielfältigen Themen beschäftigt sich der Gemeinderat Schneizlreuth

Werk und Lagerhallen Dolomitwerk Oberjettenberg
+
Werk und Lagerhallen Dolomitwerk Oberjettenberg

Da es aus personellen Gründen leider nicht möglich war, direkt aus der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Schneizlreuth am 13. September zu berichten, nahm Bürgermeister Wolfgang Simon in einem Pressegespräch Stellung zu den wichtigsten behandelten Themen.

Schneizlreuth - Dem Bauantrag zum Abbau und einer Erneuerung der bestehenden Bogenhalle zur Lagerung von abgebauten Dolomit im Dolomitwerk Schöndorfer in Oberjettenberg, stimmte der Gemeinderat demnach einstimmig zu. Zu den von Gemeinderat Wolfram Kagerer vorgebrachte Bedenken zu Verhandlungen der Firma Schöndorfer mit den weideberechtigten Landwirten, die zum Ziel haben sollen, die Abbaufläche erweitern zu können, wird es laut Simon in Kürze ein klärendes Gespräch geben.

Zu laute Sprengungen

Bei diesem Gespräch sollen weiter die Beschwerden von Gemeinderat Stefan Häusl erläutert werden, der Bürgerbeschwerden über zu laute Sprengungen im Gemeinderat vorgebracht hatte. Dass es auch Nachtsprengungen gegeben haben soll, konnte weder der Betreiber, noch die WTD52 nachvollziehen oder bestätigen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat auch, den Weg im Bereich des ehemaligen Gasthauses „Schöne Aussicht“ in einen öffentlichen Feld- und Waldweg umzuwidmen, um auch ein Geh- und Fahrrecht umzusetzen, wie es bereits zugunsten des Freistaates Bayern eingetragen ist.

Notwendig war diese formelle Korrektur, da der Weg für die Zufahrt zu einem Anwesen und für die Bewirtschaftung der anliegenden Grundstücke notwendig ist. In einem weiteren Punkt ging es um die Erneuerung der Anbindung des Tiefbrunnes der Gemeinde am Haiderhof an das Pumpenhaus der Wasserversorgung am Bodenberg. Nach fünfzig Jahren Betriebszeit müssen hier zwei Wasserleitungen in Teilabschnitten und die Steuerkabel in diesem Abschnitt erneuert werden. Laut Schätzung der Gemeindeverwaltung werden in diesem Zusammenhang Kosten in Höhe von 110.000 bis 120.000 Euro entstehen.

Neue Kurbeitragssatzung

Der gemeindliche Eigenanteil läge bei rund 80.000 Euro. Gegen die Durchführung hatte der Gemeinderat keine Einwände. Wie Bürgermeister Simon zugab, hat es im Vorfeld zur Beschlussvorlage für eine neue Kurbeitragssatzung, die letztmals im Jahr 2001 angepasst worden war, Berechnungsfehler gegeben. In der Juli-Sitzung war noch von einer Erhöhung auf 1,25 Euro die Rede. Jetzt müsste der Kurbeitrag eigentlich auf 1,70 Euro erhöht werden. In der Nachbargemeinde Inzell beträgt die Kurabgabe zum Vergleich 2,10 Euro. Keine schlüssige Antwort konnten er und der Geschäftsleiter Michael Faber in der Sitzung auf die Frage von Gemeinderat Manfred Bauregger liefern, warum die Ausgaben im Tourismusbereich von 27.545 Euro 2021 auf 52.900 Euro in diesem Jahr sich nahezu verdoppelt haben.

Kostenrechnend und nicht kostendeckend

Simon betonte zwar, dass dieser Haushaltsposten kostenrechnend und nicht kostendeckend abgerechnet werden muss. Umgehend geklärt werden muss allerdings, welche Leistungen die Gemeinde konkret für den Tourismus und damit für die Festlegung der Höhe des Kurbeitrages tatsächlich erbringt. Bis zu einer Klärung wurde der Tagesordnungspunkt vertagt. Eine ausgedehnte Diskussion führte der Gemeinderat erneut über geplante Bauvorhaben im Bereich der mittleren Auenstraße in Weißbach a.d.A., für den es noch keinen Bebauungsplan gibt. Auf zwei größeren Grundstücken möchte hier die Immobilienverwaltung der BaySF und die Immobilienverwaltung der Erzdiözese München, mehrere Wohnhäuser bauen.

Da diese in den Augen der Gemeinde viel zu groß dimensioniert sind, wird die Gemeinde nun für diese beiden Grundstücke und ein größeres Nachbargrundstück, auf dem Baugründe für Erben geschaffen werden sollen, überplanen. Der Architekt Michael Dufter wurde beauftragt, über die mögliche Bebauung eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, bevor weitere Planungen erfolgen und ein städtebaulicher Planungswille definiert wird. In einem weiteren Schritt soll dann der komplette, noch unbeplante Bereich in einen Bebauungsplan erfasst werden. Kein endgültiges Ergebnis gibt es weiter zur Standortsuche für den Neubau eines Feuerwehrhauses in der Altgemeinde Schneizlreuth. Vom Tisch ist nun offenbar der Standort auf der Jettenberger Au.

Betrachtet wurde nur noch der neue Standort an der Kreuzung B21/B305 Richtung Ramsau oder ein Umbau des bestehenden Feuerwehrhauses am Haus der Vereine in Unterjettenberg. Letztere Lösung hätte laut Simon den Vorteil, dass die notwendige Sanierung des Haus der Vereine mit Kindergarten in einem Aufwasch durchgeführt werden könnte. Nachteilig wäre hier aber die Lage mitten in der Wohnsiedlung, die unmittelbare Lage am Kindergarten und die Tatsache, dass eine Entwicklung des Bereiches, zu dem auch der Maibaumstandort, eine Stockbahn und der Musikpavillon gehören, nicht mehr möglich wäre. Aus diesem Grund möcht sich Simon noch einmal mit Planungs-Spezialisten beraten, um vielleicht doch noch eine geschmeidigere Lösung zu finden. Entschieden soll die Standortfrage aber unbedingt noch in diesem Herbst werden, so Simon.

wb

Kommentare