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Bürgermeister gibt Rück- und Ausblick in Schneizlreuth

Feuerwehrhaus-Neubau und Kläranlage als größte Herausforderungen

Bürgermeister Schneizlreuth Wolfgang Simon
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Schneizlreuths Bürgermeister Wolfgang Simon.

Schneizlreuth – Bei der Bürgerversammlung in Schneizlreuth legte Bürgermeister Wolfgang Simon auch Rechenschaft über die Arbeit der letzten zwei Jahre ab. Dauerthema war und bleibt die Situation am Waldbahnweg in Weißbach an der Alpenstraße.

Nach langen Diskussionen und Begehungen mit Experten hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, diesen zu sanieren und Steinschlag-Sicherungsnetze einzubauen. Die Kosten der Erstberäumung in Höhe von etwa 170.000 Euro werden nach aktuellen Stand die BaySF übernehmen. Die jährliche Beräumung des Steilhangs über der Schlucht muss danach allerdings die Gemeinde durch eine Fachfirma ausführen lassen. Hierfür sind 12.000 Euro einkalkuliert, die allerdings aus dem Topf für Straßensanierungen, für die 30.000 Euro vorgesehen sind, bestritten werden muss.

Bei der für Oktober geplanten Sanierung der B305 in Weißbach a.d.A. soll auch eine Querungshilfen mit Linksabbiegespur auf Höhe Kirchenweg, eine Querungshilfe an der Tankstelle, sowie eine Linksabbiegerspur an der Jochbergstraße umgesetzt werden. Ob die Verlegung der B305 zwischen Dufter und Nagling nach Süden, mit Schaffung eines nordseitigen Radweges bis zum Brunnhaus und Anschluss an den Soleleitungsweg oberhalb der B305 noch realistisch anvisiert werden soll, muss noch mit dem Gemeinderat besprochen werden. Die Trasse ist nämlich im privaten Bereich am ehemaligen Brunnhaus noch keineswegs gesichert.

Weiter gibt es Zweifel daran, ob der relativ steile Anstieg zum Soleleitungsweg Richtung Inzell und der Soleleitungsweg selber jemals zu einem alltagstauglichen Radweg ausgebaut werden könnte. Die Breitbandversorgung für die 18 Häuser am Jochberg ist abgeschlossen. Allerdings fordert die Gemeinde von der bauausführenden Firma 80.000 Euro Schadensersatz für Straßenschäden, die durch eine unsachgemäße Bauausführung beim Verlegen der Kabel und Rohre entstanden sind. Die Firma hatte zudem im „Hau ruck“ Manier, vom Jochberg bis nach Weißbach/Ort, ein Rohr auf eigene Initiative verlegt, ohne die Gemeinde zu fragen oder eine Genehmigung eingeholt zu haben.

Neun Rohrbrüche bei Wasserversorgung

Im Bereich der Wasserversorgungen gab es seit 2017 insgesamt neun Rohrbrüche. Unter anderem mussten die Dücker in Gloggau und am Tiefbrunnen am Haiderhof, beziehungsweise die darin geführten Wasserleitungen erneuert werden. Von den entstandenen Kosten in Höhe von 395.000 Euro konnten 260.000 Euro durch Zuschüsse gedeckt werden. Im Bereich des Tiefbrunnens am Haiderhof, führte das Bayerische Landesamt für Umwelt (BfU) vom Februar bis Juni 2020 Untersuchungen zur Herkunft des Trinkwassers durch. Aufgrund der Messergebnisse geht das BfU davon aus, dass etwa 80 Prozent des geförderten Wassers aus dem Bereich Aschauerbach und Kienberg kommen und nur etwa 20 Prozent aus einem Uferfiltrat der Saalach. Der von der Gemeinde beauftragte Gutachter war bisher der Ansicht, dass 80 Prozent aus dem Uferfiltrat stammen. Er sagte zu, die neuen Erkenntnisse zu prüfen und in seinem immer noch ausstehenden Gutachten für die Gemeinde berücksichtigen.

Derzeit wird die Situation auch mit dem Wasserwirtschaftsamt besprochen. Eventuell müssen noch Probebohrungen gemacht werden um feststellen zu können, ob im Brunnen auch Karstwasser ankommt. Weiter muss geprüft werden, ob das derzeit ausgewiesene Wasserschutzgebiet erweitert werden muss.

Dies ist auch wichtig im Hinblick auf den Bau eines Triebwasserstollens für das geplante Wasserkraftwerk. Um entscheiden zu können, ob die Kläranlage in Weißbach a.d.A. wirklich neu gebaut werden muss, oder alternativ eine Sanierung möglich ist, wird die Gemeinde eine zweite Meinung bei einem Fach-Ingenierubüro einholen. Das jetzt befasse Büro sieht allein einen Neubau als Lösung der Probleme. Dann entscheidet sich auch, ob das Gelände des angrenzenden Wertstoffhofs benötigt wird. Dieser soll ohnehin bis 2025 geschlossen werden, da das Landratsamt nun zuständig ist und auch wegen gesetzlicher Vorgaben, die Wertstoffentsorgung neu strukturieren wird. Unklar ist immer noch, an welchem Standort in Unterjettenberg das neue Feuerwehrhaus gebaut werden wird.

In der Au gibt es Probleme wegen alter Weiderechte von insgesamt 9 Berechtigten und der Zufahrt. Der Standort an der Einfahrt nach Unterjettenberg kann voraussichtlich nicht finanziert werden, da der Aufwand dort ungleich größer wäre. Eine Entscheidung muss trotzdem zeitnah getroffen werden, damit die zweite Auslegung des Flächennutzungsplanes möglich wird.

Neubau von Feuerwehrhaus in Weißbach

Mit dem Feuerwehrhausbau in Weißbach und der Anschaffung eines HLF im Dezember 2021 konnte der Bedarfsplan dort vorerst erfüllt werden. Keine Mängel gab es bei insgesamt 9 Feuerbeschauen in der Gemeinde in den letzten Jahren. In Nagling sollen 2 Bauparzellen im Außenbereich entstehen. Ob dies gelingt, bleibt laut Bürgermeister allerdings offen. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des „Seelauer Nock“ muss noch geprüft werden, ob dies eine Ersterschließung ist oder nicht. Wenn ja, dann müssen 90 Prozent der Baukosten auf die Anlieger umgelegt werden, was auch Auswirkungen auf das geplante Baugebiet „Seelauer Süd“ haben könnte.

Für den Ausbau der Ortsstraße im Oberdorf/Unterjettenberg sind 200.000 € veranschlagt. Teilstrecken müssen aber neu vermessen werden, da die Straße nicht überall auf Gemeindegrund verläuft. Hier ist es aber bereits sicher, dass die Anlieger 90 Prozent der Kosten übernehmen müssen. Zum Abschluss informierte Simon die Bürger*innen, dass der Gemeindekindergarten in Zukunft zweigruppig betrieben wird. Bis zum Umzug der Feuerwehr in das neue Gebäude wird hierfür bis Pfingsten ein Wohncontainer aufgestellt.

wb

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