Salinenaltar soll heimkommen

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Persönlich begrüßten Herbert Lackner (2.v.r.) und seine Frau Anna (r.) die geladenen Gäste.

Bad Reichenhall - Beschwingt und entspannt haben Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner und Brigadegeneral Johann Langenegger die Bad Reichenhaller im neuen Jahr begrüßt.

Sobald der erfahrene Neujahrsempfang-Gast in Bad Reichenhall das Alte Königliche Kurhaus betrat, spürte er, dass bei diesem 17. Neujahrsempfang 2012 etwas anders war. Statt dem üblichen einem Rednerpult auf der, vom Zuschauerraum aus gesehen, rechten Seite der Bühne, standen diesmal zwei - auf beiden Seiten.

Gleich nach der Eröffnung der Bad Reichenhaller Philharmonie mit der Ouvertüre aus der "Fledermaus" wurde klar, warum. Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner und Brigadegeneral Johann Langenegger betraten gemeinsam die Bühne und lieferten sich bei der Begrüßung und dem Jahresrück - sowie -ausblick einen Schlagabtausch. "Ich stelle fest, das klappt heute ganz gut", resümierte Langenegger schmunzelnd.

Der Neujahrsempfang 2012 - Teil 1

Neujahrsempfang Bad Reichenhall 2012 - Teil 1

2011 war für die Bundeswehr ein ereignisreiches Jahr mit dem Ende des Auslandseinsatzes in Afghanistan, der Aussetzung der Wehrplicht und der Standort-Entscheidung. Das ging zwar nicht alles spurlos an der Gebirgsjägerbrigade 23 vorbei, aber "wir sind auf einem guten Weg", betonte Langenegger vor allem im Hinblick auf die Nachwuchssorgen.

Auf einem guten Weg sei auch die Stadt Bad Reichenhall, freute sich Herbert Lackner. Nicht nur, dass sich die Sportstadt Bad Reichenhall durch die Turnhallensanierung neu aufstellen könne, auch die Familien- und Kinderstadt habe durch den Neubau des Sport- und Familienbades gewonnen. Die Kulturstadt allerdings sollte die Reden des Abends noch prägen.

Salzprodukte aus der Salinenstadt - Herbert Lackner (l.) und Johann Langenegger (r.) überreichten Wolfgang Heubisch (m.) einen Geschenkkorb.

Der Oberbürgermeister plädierte an den Festredern, Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch, den Salinenaltar aus dem Depot des Bayerischen Nationalmuseums, "nach Hause zu bringen". Denn das Heimatmuseum sei frisch saniert und biete den optimalen Platz dafür. Heubisch wollte nichts versprechen, da der Altar im Eigentum des Freistaates, des Wittelsbacher Ausgleichsfonds oder der königlichen Familie selbst stehen könnte. "Ich werde mich, aber dafür einsetzen, dass wir das schaffen", versprach der Minister.

Er versprach auch, "dass unter dieser Staatsregierung kein Orchester zu gemacht werde" und nahm damit Bezug auf die laufenden Diskussion um die Bad Reichenhaller Philharmonie. Wie immer drückt der Schuh bei der Finanzierung. Ein Gutachter soll jetzt die optimale Lösung für die Zukunft der Philharmonie finden. Dabei würde die Personalstruktur des Orchesters überprüft, aber auch überlegt, die Philharmonie außerhalb der Kurstadt auftreten zu lassen.

Die Musiker selbst unterstrichen ihre Postion bei der musikalischen Umrahmung des Neujahrsempfangs. Frisch und motiviert gaben sie unter anderem Orpheus aus der Unterwelt und Mozarts Jupitersymphonie zum Besten.

Der Neujahrsempfang 2012 - Teil 2

Neujahrsempfang Bad Reichenhall 2012 - Teil 2

cz

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