Rupp: "Werde mich für Finanzämter einsetzen"

Berchtesgaden/Laufen - Die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp hat die Finanzämter in Berchtesgaden und Laufen besucht. Eine Premiere...

"Während meiner achtjährigen Amtszeit ist es sicher das erste Mal und davor kann sich hier auch keiner an den Besuch eines Abgeordneten erinnern", merkte die Leiterin des Finanzamts Berchtesgaden-Laufen Annemarie Hofmann lakonisch in ihrer Begrüßung von Adelheid Rupp an.

Personalrat und Amtsleitung des Finanzamts Berchtesgaden im Gespräch mit den SPD-Besuchern.

In Gesprächen mit der Amtsleitung und den Mitgliedern des Personalrats stand eine Forderung im Mittelpunkt: Berchtesgaden soll wieder Ausbildungsamt werden. "Der Altersdurchschnitt unserer Beschäftigten liegt bei 50 Jahren. Wenn wir nicht wieder junge Menschen in unserer Region gewinnen können, hat das Finanzamt Berchtesgaden auf Dauer keine Zukunft", brachte der Gesamtpersonalratsvorsitzende für Laufen und Berchtesgaden, Günter Komma, die Probleme der Beschäftigten auf den Punkt.

Annemarie Hofmann erinnerte daran, dass bis Mitte der 90er Jahre in Berchtesgaden Anwärter im gehobenen und mittleren Dienst ausgebildet wurden. Erst durch eine Entscheidung der oberen Dienstbehörden, kam es zu einer Zentralisierung. Das nächste Ausbildungsamt ist nun Traunstein. "Und wie soll ein 17-jähriger Berchtesgadener oder eine Jugendliche aus Bischofswiesen diese Strecke täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen?", fragte die Amtsleiterin.

Adelheid Rupp sagte zu, sich dafür einzusetzen, dass am Finanzamt Berchtesgaden wieder Ausbildungsplätze angeboten werden und wird sich deswegen auch mit den anderen Abgeordneten aus der Region in Verbindung setzen.

Im Gespräch über die Zukunft des Finanzamts Laufen.

Eine Menge Baustellen erwarteten die SPD-Landtagsabgeordnete dann bei ihrem Besuch im Finanzamt Laufen. "Die räumliche Situation ist eines unserer großen Probleme am Finanzamt Laufen", erklärte die Amtsleiterin Annemarie Hofmann. Personalratsvorsitzende Beate Poerschke unterstützte zunächst die Forderung ihrer Berchtesgadener Kollegen danach, im Berchtesgadener Land wieder Ausbildungsplätze in der Finanzverwaltung anzubieten. Allerdings gäbe es bereits jetzt eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen von anderen Finanzämtern, die gerne nach Laufen versetzt werden wollen. "Das Problem ist: wir haben in den derzeitigen Räumlichkeiten keinerlei Expansionsmöglichkeiten", zeigte sich die Amtsleiterin einig mit dem Personalrat.

Eine gemeinsame Lösung für den Wunsch nach heimatnahen Arbeitsplätzen und den Platzproblemen gäbe es durchaus, so Annemarie Hofmann und Beate Poerschke. "Wenn weitere Aufgaben der Finanzverwaltung nach Laufen verlagert werden, bietet sich ein Neubau gemeinsam mit anderen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung an", meinten Personalratsvorsitzende und Amtsleiterin. In diesem Rahmen könnte ein modernes, bürgerfreundliches und energiesparendes Gebäude geschaffen werden.

Adelheid Rupp sagte zu, die Möglichkeiten von Verlagerungen von Aufgaben nach Laufen und die dortige Zentralisierung gemeinsam mit ihren Fraktionskollegen zu überprüfen.

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