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Reichenhaller Zoll erwischt Markenfälscher

"Tiroler Handarbeit" aus der Türkei

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Bad Reichenhall - Bei der Überprüfung der Ladung eines in der Türkei zugelassenen Sattelzuges stellten die Beamten des Zollamtes Bad Reichenhall-Autobahn in der vergangenen Woche einen besonders außergewöhnlichen Fall von gefälschten Herkunftsangaben fest.

Fast fünf Tonnen verschiedene Glaswaren aus der Türkei waren als "Qualitätsprodukt Tiroler Handwerkskunst" deklariert. Gleich in dreifacher Art und Weise hat eine im österreichischen Tirol ansässige Kristallglasfirma versucht, ihre Kunden über die Herkunft von über fünftausend Trinkgläsern, Blumenvasen und Dekanter für Rotwein zu täuschen.

Die aus der Türkei bezogenen Haushaltsgegenstände waren mit einem Aufkleber versehen, der sie als in "Tirol/Austria" hergestellt auszeichnen sollte. Außerdem lag jedem Karton ein Flyer bei, in dem der Firmeninhaber "herzlich zum Kauf eines mit Sorgfalt gearbeiteten Qualitätsprodukt Tiroler Handarbeit gratuliert". Zu guter Letzt waren die Kartons mit einem Etikett beklebt, das den Inhalt als "OLD TYROLEAN CRAFTMANSHIP" bezeichnete.

Die Lkw-Ladung sollte zunächst über das Zollamt Bad Reichenhall zu einem Sammellager einer in Südbayern ansässigen Spedition gebracht und von dort zur Firma des Tiroler Geschäftsmannes weitertransportiert werden. Die gesamte Sendung wurde beschlagnahmt.

Jetzt war tatsächlich Handarbeit angesagt, denn alle Aufkleber, Flyer und Etiketten mit den irreführenden Herkunftsangaben mussten entfernt, beziehungsweise die falsche Angabe unleserlich gemacht werden. Die Spedition, die diese Arbeiten übernahm, stellte dem Importeur dafür fast 5.000 Euro in Rechnung.

Zudem erwartet den Tiroler Geschäftsmann auch noch ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Markengesetz.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

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