Soldaten im Wettkampf mit der Natur

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Mit letzten Kräften wird ein scheinbar verletzter Kamerad mit der Universaltrage zum Ziel evakuiert.

Bad Reichenhall - Beim „Winter Survival 2015“ zeigten mehrere Nationen ihr Können, wenn es ums Überleben geht. Auch die Reichenhaller Jäger gingen bis an die Schmerzgrenze.

Die Reichenhaller Jager messen sich im tschechischen Gebirge beim „Winter Survival 2015“ mit anderen Nationen. Abwechslungsreiche Stationen, fordernde Marschstrecken und Notbiwaks bei schwierigem Wetter belasten die Soldaten bis an die Schmerzgrenze.

Start des viertägigen Wettkampfes im tschechischen Altvatergebirge. Die Reichenhaller Jager tragen als einzige Mannschaft winterliche Tarnbekleidung.

Erschöpft wälzt sich er sich im Schlafsack hin und her. Seine Füße schmerzen. Der Wind rüttelt unablässig an der Plane. Auch die anderen beiden Soldaten seines Trupps kämpfen. Kämpfen mit sich, mit Hunger und Durst. Die Nacht im Notbiwak umgeben von Eis und Schnee fühlt sich real an - so gar nicht nach Wettkampf. Es ist bereits die zweite Nacht die Hauptfeldwebel Christian M., Hauptfeldwebel Benjamin M. und Oberfeldwebel Sebastian S. draußen in der Kälte verbringt. Hinter ihnen liegen zirka 40 Kilometer Marsch auf Ski im Gebirge. Der Trupp musste bisher das skifahrerisches Können unter Beweis stellen, die Schießfertigkeit belegen und zeigen, dass Sie im Gebirge überleben können, indem Sie beispielweise mit einfachen Hilfsmitteln Feuer machen. Auch um Schnee zu schmelzen, brauchen die drei ein Feuer. Nur so können die Trinkwasserbestände aufgefüllt werden, denn täglich werden nur eineinhalb Liter pro Person zugeteilt. Zwei anstrengende Tage stehen ihnen noch bevor. Aber das Weiterkämpfen lohnt sich, schließlich liegt der Trupp nach Punkten bisher im Mittelfeld der 17 Mannschaften.

„Wir haben die Einladung zum Wettkampf gerne angenommen“, meint Hauptfeldwebel Christian M. Zu Hause in Bad Reichenhall ist er für die Ausbildung der Feldwebel-Anwärter verantwortlich, hier ist er der Mannschaftskapitän. Sein Team verstärken zwei Scharfschützen. Mit ihrer dienstlichen Ausrüstung und fast ohne Vorbereitungstraining stellen die drei ihre „Kaltstartfähigkeit“ unter Beweis. Unter den Wettkampfmannschaften fallen sie auf - auch weil Sie die einzige Mannschaft in winterlicher Tarnbekleidung sind. „Die Favoriten, waren sehr gut vorbereitet. Bei Ihrer Ausrüstung wurde auf jedes Gramm geachtet.“, erinnert sich Hauptfeldwebel Benjamin M.

Die Leistung beim Schießen mit der Paintball-Waffe ist vielversprechend und bringt wertvolle Punkte.

Der dritte Tag startet vielversprechend. An der Waffenstation belegen Sie einen Platz im vorderen Drittel. Um die Stationen zu erreichen, müssen sie sich anhand von Karte und Kompass im winterlichen Gelände zurechtfinden, dabei marschieren die Drei wieder etliche Kilometer. im Wettschießen führen Sie dann das Feld sogar zeitweise an. Am vierten Wettkampftag starten Sie in der Früh zum Altvaterberg in Form eines Skitourenwettkampfes. Am Gipfel wird ein Soldat vom Team als Verletzter ausgelost und mit Hilfe der Universaltrage durchs Gelände ins Tal transportiert. Klaglos gehen die beiden anderen an ihre äußerste Belastungsgrenze. Dass es am Ende der neunte Platz geworden ist, schmälert die Gesamtleistung nicht im Geringsten.

Der 21. „Winter-Überlebens-Wettkampf“ fand 2015 im Altvatergebirge vom 26. bis 30. Januar statt. In den vier Tagen mussten die Soldaten etliche Kilometer zurücklegen, am Fels klettern, Gewässer und Schluchten überqueren, einen Verletzten retten und evakuieren, mit fremden militärischen Waffen schießen und bei deutlichen Minusgraden über Nacht im Freien schlafen. Die teilnehmenden Gastmannschaften machten sich aus Deutschland, Polen und der Slowakei auf, um sich beim Winter Survival-2015 mit den tschechischen Gastgebern zu messen. Die besten Gäste kamen aus: Bad Reichenhall.

Pressemeldung des Gebirgsjägerbataillons 231

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