Neue Wege in der Nonner Au

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Bad Reichenhall - Die Stadt sorgt für neue Wege in der Au entlang der Saalach. Flussabwärts werden derzeit Bäume gefällt oder ausgeschnitten. Eine neue Trassenführung soll dort entstehen.

Fallen Bäume der Motorsäge zum Opfer, ist der Unmut in der Bevölkerung meistens groß: "So schöne alte Bäume schneidet man ja auch nicht gerne um", so einer der Arbeiter vor Ort. In der Saalach-Au haben die Arbeiten mehrere Gründe.

Zum einen befindet sich die Asphaltdecke des Rad- und Fußgängerweges teilweise in erbärmlichen Zustand: Große und kleine Schlaglöcher sowie von den Wurzeln der großen alten Bäumen verursachte Aufbrüche und Risse sorgen für reichlich Gefahrenpotenzial - vor allem für die vielen Radfahrer, die diese Wege entlang der Saalach nützen. Für zahlreiche Berufstätige, aber auch Freizeitsportler, Jogger und Spaziergänger gehört dieser Weg zum täglichen Programm. In letzter Zeit gab es hier verstärkt Stürze und kleine Unfälle.

15 Bäume fielen

Deshalb werden aktuell zahlreiche Bäume gefällt oder stark zurück- beziehungsweise ausgeschnitten. Denn auch das Wasserwirtschaftsamt hat bei seinen regelmäßigen Kontrollen zur Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht eine größere Anzahl an Bäumen im betroffenen Bereich als gefährlich eingestuft. Obendrein waren einige Beständige aufgrund des Eschensterbens betroffen - rund 15 Bäume waren davon betroffen, sie wurden unabhängig von der Wegeinstandstzung entfernt. Acht waren ohnehin bereits krank.

Die Wald- und Uferflächen entlang der Saalach stehen zwar in der Unterhaltslast des Wasserwirtschaftsamtes, doch die Verkehrssicherungspflicht liegt in den Händen der Stadt Bad Reichenhall. Deshalb wird die Maßnahme vom Stadtgartenamt durchgeführt. Die Aufsicht hat Stadtgartenmeister Martin Haberlander inne.

Weg wird leicht verlegt

Das Ausschneiden der Wurzeln wäre unumgänglich. Aus diesem Grund wird die derzeitige Wegetrasse um zirka zweieinhalb Meter nach hinten - weg von der Saalach-Uferböschung - verlegt. Dort, wo es möglich ist, wird jedoch auch wieder auf den alten Weg eingeschwenkt. Dadurch entsteht eine leicht gewellte Wegeführung, lange Geraden werden vermieden. Dadurch wird ganz bewusst eine Verminderung der Geschwindigkeit der Radfahrer angestrebt, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Die Wegesbreite von zweieinhalb Metern bleibt bestehen.

Auf Höhe des Wohnmobilparks sowie des Kinderspielplatzes neigten sich einige Bäume bedrohlich und gefährdeten das Freizeitgelände. Die entsprechenden Pflanzen wurden gefällt. Nichtsdeostrotz wurde bei allen Maßnahmen darauf geachtet, den beonders alten Baumbestand zu erhalten und zu schützen. Durch die Arbeiten ergibt sich laut Verantwortliche die Chance, den Auwald neu zu strukturieren und den Hochwasserschutz zu verbessern.

Teilweise gesperrt

Der Geh- und Radweg im betroffenen Bereich zwischen Skaterplatz (Friedrich-Ebert-Allee) flussabwärts bis zur Abzweigung des Dammweges ist derzeit zwischen 8 und 16 Uhr gesperrt. Auch flussaufwärts, ab Nonner Steg Richtung Heimgärten und Hochstaufen-Kaserne, wird aktuell gearbeitet, der Weg ist nur eingeschränkt passierbar. Alle Arbeiten an den Bäumen müssen aufgrund naturschutzrechtlicher Auflagen (Vogelschutz) bis zum Beginn der Brutzeit am 1. März abgeschlossen sein.

Hans-Joachim Bittner

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