„Eine Kurstadt braucht viele gute Visitenkarten“

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Bad Reichenhall – Bundesverkehrs- und Bauminister Dr. Peter Ramsauer setzte am Montag den ersten Spatenstich für den umfangreichen Umbau des Reichenhaller Bahnhofs:

Infrastrukturbeschleunigungsprogramm – Politikersprache, die zunächst erschlägt. Dahinter steckt die Neugestaltung der Bahnhofsanlage in der Kurstadt mit einem Volumen von rund 28 Millionen Euro. Darin ist Bad Reichenhall jedoch nicht allein bedacht, in Rosenheim ist man bereits fertig, in Freilassing-Hofham wird gebaut, in Piding geht’s 2013 los.

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Dr. Ramsauer setzt Spatenstich zum Bahnhofsumbau

Zwischen Staufen und Predigtstuhl entstehen bis Ende Oktober dieses Jahres zwei moderne Außenbahnsteige mit einer Länge von je 210 Metern sowie einer Höhe von 55 Zentimetern über der Schienenoberkante. Künftig werden die Züge in Bad Reichenhall barrierefrei be- und entstiegen. Die „Gesichtserneuerung“, so Dr. Peter Ramsauer, beinhaltet obendrein die Installation eines Blindenleitsystems, im Kernbereich erhält der Bahnhof neue, 60 Meter lange Bahnsteigdächer. Drei verglaste Windfänge schützen die DB-Reisenden künftig vor Wetterunbilden. Neue Vitrinen und Sitzgelegenheiten verstehen sich von selbst, während dynamische Schriftanzeiger künftig nicht nur über ungeliebte Verspätungen informieren. Teerflächen werden durch optisch feineres Pflaster ersetzt. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm sowie Eigenmitteln der Bahn.

Klaus-Dieter Josef, Konzernbevollmächtigter für das Land Bayern der Deutschen Bahn AG, begrüßte die zahlreichen Gäste, überwiegend aus der lokalen Politik, ehe Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sein Grußwort sprach: „Eine so herrliche Kurstadt wie Bad Reichenhall braucht viele gute Visitenkarten – und dazu gehört ein vernünftiger, sauberer Bahnhof“. Der 2. Bürgermeister des Bades, Manfred Adldinger, blickte in die Anfänge des Bahnhofes und war bestrebt, die Runde mit humorvollen Statements inklusive einer gesungenen Strophe aufzuheitern. Detaillierte Informationen über den Umbau mit jeder Menge Zahlen erhielten die Gäste von Günther Pichler, den Leiter des Regionalbereichs Süd der DB-Station & Service AG: „Als Bahnhofsbetreiber bin ich um jedes Gleis in Bayern froh“.

Spatenstich für Reichenhaller Bahnhof

Nicht mit Spaten, dafür mit Presslufthämmern erfolgte schließlich der obligatorische, symbolische Spatenstich. Die echten Arbeiten beginnen am 7. Mai, sieben Tage drauf rücken die Bagger zunächst dem Bahnsteig 3 mit einer Länge von 120 Metern zu Leibe.

„Ende Oktober, spätestens jedoch am 1. November, also an Allerheiligen, wollen wir fertig sein – also wenn möglich vor dem ersten Schnee“, so Günther Pichler. Für Minister Ramsauer avancierte die Aktion in Bad Reichenhall zum „Tag der Freude“: „Die Gäste, die zu uns kommen, sollen sich schon beim Ankommen wohlfühlen – das bewerkstelligen wir unter anderem mit diesem Umbau“. Freilich wünscht sich der Traunwalchener immer mehr zugewiesene Mittel von seinen Kollegen in Berlin, aber „ich bin schon ganz zufrieden mit dem, was ich jetzt bekommen habe. Damit können wir weitere Investitionen auf dem Weg zu einer kundenorientierteren Bahn konsequent fortsetzen“. Insgesamt werden in Bayern an 32 Bahnhöfen Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen.

bit

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