Gut vorbereitet auf fordernden Einsatz

Multinationale Zusammenarbeit: Oberstleutnant Nikolaus Carstens, Oberst Ackerstrom aus Schweden und Brigadegeneral Michael Matz.

Bad Reichenhall - Von 30. November bis 13. Dezember bereiteten sich Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 im polnischen Bydgoszcz auf ihren bevorstehenden Einsatz in Afghanistan vor.

Die Ausbildung fand im Joint Force Training Centre der NATO statt, das sich seit 2004 in Bydgoszcz befindet. Die Stadt gehört mit 360.000 Einwohnern zu den größten polnischen Städten und ist das Industrie- und Handelszentrum der Region. Zusammen mit Soldaten aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, den Niederlanden, Schweden und vielen anderen truppenstellenden Ländern übten die Gebirgsjäger an Hand realistischer Einsatzszenarien. Eine zusätzliche Bereicherung der Übung stellte die Anwesenheit ranghoher afghanischer Soldaten und Polizisten dar. Somit war ein intensiver Austausch über die Lage im Einsatzland und die bevorstehenden gemeinsamen Herausforderungen möglich.

In zahlreichen Unterrichten wiesen Soldaten und Experten, die erst wenige Wochen vorher aus Afghanistan zurückgekehrt waren, die Teilnehmer in die aktuelle Lage im Einsatzland ein. Abends nahmen die Angehörigen der Gebirgsjägerbrigade 23 an Podiumsdiskussionen teil, bei denen Spezialisten – zum Teil aus Afghanistan – Rede und Antwort standen. Im Laufe der Übung setzten sich die Soldaten sowohl mit dem Vorgehen bei Sprengstoffanschlägen, Hubschrauberabstürzen und tödlich verletzten Zivilisten als auch mit der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte auseinander. Ferner befassten sie sich mit der Vorbereitung der Rückverlegung deutscher Soldaten – natürlich nur virtuell. „Diese Art der Vorbereitung ist unerlässlich für einen erfolgreichen Einsatz im kommenden Jahr“, sagte der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Michael Matz, am Ende der fordernden Übung.

Ab Februar ist Brigadegeneral Matz im Regionalkommando Nord in Mazar-e-Sharif für die Planung und Koordination aller militärischen Einsätze und der Maßnahmen zum Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte im Regionalkommando Nord verantwortlich.

Insgesamt nahmen an der Übung weltweit mehr als 5000 Soldaten an sechs Standorten teil. Videokonferenzen und Briefings – selbstverständlich in englischer Sprache – waren integraler Bestandteil des Entscheidungsprozesses. Die langen Tage im Trainingszentrum nutzten alle Beteiligten auch zum gegenseitigen Kennenlernen. „Es war wichtig, meine zukünftigen Mitarbeiter besser kennen zu lernen. Ich denke, dass wir im Februar gut vorbereitet in den Einsatz gehen,“ fasste Brigadegeneral Matz abschließend zusammen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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