Hilfe für Menschen in Not

Ukrainische Pfadfinder besuchen Bergrettungswache

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Bad Reichenhall - Das BRK ermöglichte es nun bedürftigen Kindern aus der Ukraine, einen unbeschwerten Urlaub in Bayern zu erleben. Dabei besuchten sie auch die neue Bergrettungswache.

19 bedürftige Kinder aus der Ukraine haben nach einem Besuch des Berchtesgadener Salzbergwerks die neue Reichenhaller Bergrettungswache besichtigt und sich bei einer Brotzeit im Stüberl über den Bergrettungsdienst in Bayern informiert. Der Arbeitskreis „Hilfe für Menschen in Not“ des Münchner Roten Kreuzes hatte die Gruppe für drei Wochen in seinem liebevoll sanierten Bauernhaus in Puppling aufgenommen, um ihr unbeschwerte Urlaubstage zu ermöglichen.

Alle Kinder sind Pfadfinder, drei Halbweisen. Sie kommen aus der Region Rivne in der Westukraine, die von der Strahlung des rund 400 Kilometer weiter östlich explodierten Reaktors in Tschernobyl besonders betroffen ist. Die Kooperation mit der Ukraine besteht bereits seit rund 15 Jahren und wurde von Olga Tkaczenko, der mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden der ukrainischen Pfadfinder in Deutschland, initiiert. Ihre Nachfolgerin setzt sich mit großem Engagement für die Fortführung der Zusammenarbeit ein und wird dabei auf deutscher Seite tatkräftig von Peter Klapper vom Münchner Roten Kreuz unterstützt. Gemeinsam mit den vier ukrainischen Betreuern zeigte Kurt Demel, der bereits seit 2006 Kindergruppen für das Rote Kreuz betreut, den zehn Mädchen und neun Jungen die Sehenswürdigkeiten in München: Innenstadt, Olympiapark, Botanischer Garten, Museum Mensch und Natur, Tierpark Hellabrunn, Flughafen und die Feuerwache 5 in Ramersdorf. Darüber hinaus verbrachten sie eine Woche auf einer der Berghütten des Münchner Roten Kreuzes im Tegernseer Tal und erklommen in alter Pfadfindermanier fünf Gipfel.

Ein besonderes Highlight für die Elf- bis Dreizehnjährigen war der Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden und der Bergwacht in Bad Reichenhall. Der Kontakt kam über Xaver Biermeier zustande, der in den 60er Jahren in der Reichenhaller Bergwacht aktiv war und dann nach München zog, wo er sich noch heute in der Bergwacht engagiert. Die Münchner Bergwacht im BRK pflegt wiederrum eine traditionelle Partnerschaft mit der

ukrainischen Bergrettung. Auf der Rückfahrt von Berchtesgaden machten die Kinder an der neuen Bergrettungswache Halt, wo im Stüberl eine echte bayerische Brotzeit mit Leberkäse und Brezen auf sie wartete. Während die Bergwachtmänner Walter Assmann, Helmut Lutz, Peter Windstoßer und Werner Schoberth Gerätschaften, Fahrzeuge und Räume vorstellten, sorgten zwei mitreisende Dolmetscher für Verständigung. „Sie konnten die Informationen zum Bergwacht-Equipment trotz vieler Fachausdrücke hervorragend übersetzen und mit den notwendigen Kommentaren verständlich weitervermitteln. Zum Abschied sangen uns die begeisterten Kinder noch sehr eindrucksvoll ein traditionelles Segenslied aus ihrer Heimat vor“, berichtet Windstoßer.

Pressemitteilung BRK BGL (ml)

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