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Parkkino: 80 Prozent weniger Energieverbrauch

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Bald ist's geschafft: Josef Loibl im Maximilian-Saal seines Parkkinos.

Bad Reichenhall - Bald wollen Josef Loibl und Max Berger ihr Lichtspielhaus im Nostalgie-Stil wiedereröffnen. Nur die Technik kann einen Strich durch die Rechnung machen.

Es riecht neu, die Arbeiten schreiten zügig voran. Und dennoch: "Bei derart umfangreichen Umbau-Maßnahmen zwickt es natürlich auch an etlichen Stellen", berichtet Parkkino-Betreiber Josef Loibl, der nahezu täglich neu planen, kurzfristig umdisponieren oder geschickt improvisieren muss. Heute soll(t)en beispielsweise die neuen, digitalen Projektoren eintreffen. Ob alles reibungslos klappt - auch mit dem Einbau und der Installation der neuen Technik - muss allerdings abgewartet werden und steht in den Sternen. Erst recht bei den momentan vorherrschenden Wetterbedingungen mit Eis und Schnee.

Fotos vom Umbau:

Parkkino-Umbau schreitet voran

Die Digitalisierung ist der hautsächliche und wichtigste Schritt, der jetzt auch im einzig verbliebenen Reichenhaller Kino beschritten wird. "Die Neuzeit hält nun auch bei uns Einzug", freut sich Josef Loibl, dem damit schlagartig viel mehr Möglichkeiten offenstehen. Dabei geht es nach wie vor nicht um die großen Blockbuster, sondern um individuelle, deutsche, bayerische, heimische Filmkunst. Für besondere Aktionen, Matineen, Familienfeiern und vieles mehr stehen die Tore des Lichtspielhauses in der Kurstadt weiterhin offen.

Ganz wichtig: Der nostaltische Touch, das Ambiente der 50er-Jahre, als das Parkkino eröffnet wurde, soll erhalten werden beziehungsweise wieder Einzug halten. Die Bar musste weichen - was einige Kinobesucher in den letzten Wochen monierten: "Sie musste einfach raus, alles war so eng", entschuldigt Loibl.

Samsag, 17 Uhr?

Mit den beiden Streifen "Omamamia" (17.00/19.30 Uhr) und "Die Wand" (18.00/20.30 Uhr) will das Kino-Duo am kommenden Samstag, 15. Dezember, wieder voll durchstarten. Damit es soweit kommt, muss noch einiges passieren: Der Eingangsbereich ist noch jungfräulich, ohne Kasse oder Sitzmöblierung, der umweltfreunliche Kühlslchrank gähnt noch vor sich hin, der strahlende Flachbildschirm, auf dem künftig Trailer kommender Filme laufen sollen, singt jetzt noch Lena Meyer-Landrut im Musikmodus.

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Ein neuer Teppich ist verlegt, die Wände frisch verputzt, der alte Stuck von 1951 freigelegt. Nostalgie-Filmplakate aus dem reichhaltigen Lichtspielfundus von Josef Loibl zieren den Eingangsbereich, dazu zwei Holzkino-Stühle aus den 20er-Jahren - fest mit dem neuen Boden verschraubt. Über zwei Lampen aus Münchner Kinos, von 1956, freut sich Josef Loibl besonders - Geschenke, unter anderem aus dem nicht mehr bestehenden Tivoli-Haus in der Landeshauptstadt.

Maximilian, Josef und Maaz

Die drei Kino-Säle erhielten neue Namen, die alten, nüchteren Bezeichnungen sind Geschichte: Aus dem großen "A" mit exakt 100 Plätzen wurde "Maximilian" nach Max Berger, aus Saal "B", der 80 KInoliebhabern Platz bietet, avancierte zu "Josef" nach Josef Loibl, aus dem kleinen "C" mit 24 Rängen wurde "Studio Maaz" - benannt nach dem langjährigen, bereits verstorbenen Parkkino-Förderer Karl-Siegfried Maaz. Darin sollen nach wie vor kleine "experimentelle" Streifen laufen, wie sie Josef Loibl nennt, ganz und gar kommerzfrei.

Plätze numeriert, Reservierung möglich

Die Hauptsäle Maximilian und Josef erhielten jeweils drei Rampen, die Besucher in den hinteren, jetzt nicht mehr geraden, sondern halbkreisförmig geschwungenen Reihen sitzen also erhöht und haben freien Blick auf die Leinwand. Alle Sitze sind nun numeriert - "die Plätze können vorbestellt und reserviert werden", informiert Loibl. Die Preise sind jedoch für alle Sitze gleich. Da die Umbau-Arbeiten eine sechsstellige Summe ("Andere bauen sich ein Haus dafür", so Loibl) eingefordert haben - vor allem die neuen Brandschutzauflagen und eine Notstromanlage haben die heimischen Kino-Betreiber stark belastet - werden die Eintrittspreise nun erhöht: allerdings nur leicht um je einen Euro pro Ticket.

Das Kino spart

Mit dem Umbau gehen auch umfangreiche Energiespar-Maßnahmen im Reichenhaller Parkkino an den Start: Energiesparlampen, umweltfreundliche LED-Leuchten, statt drei stromfressenden Kühlschränken nur noch einer - und der mit der besten Effizienz. Josef Loibl rechnet ab sofort mit gewaltigen Energieeinsparungen in Höhe von 80 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Verbrauch. Auch an die Sicherheit wurde gedacht: Neue Fluchtwege gibt es, allesamt modern ausgeleuchtet.

Ins Kino "ausgehen"

Josef Loibl und Max Berger wollen mit ihrem Konzept künftig verstärkt das "Erlebnis Kino" fördern und die Besucher in längst vergangene Tage entführen: "Wir wollen, dass die Gäste nicht nur einfach zu uns kommen, um einen Film zu sehen. Nein, sie können bei uns richtig ausgehen, dürfen sich bei uns - egal ob im Foyer, in der Longe oder dann im jeweiligen Saal - pudelwohl fühlen", so Loibl. Die Kinobesucher "sollen es bei uns einfach schön haben, in der Longe einen Wein trinken, es sich gemütlich machen und die Atmospähre genießen". Das historische Ambiente der Axelmannstein-Kolonnaden, die kaum noch jemand kennt, da die Sicht verbaut ist, bietet ideale Voraussetzungen.

Marianne Sägebrecht kommt

Fix ist: Die offizielle Wiedereröffnung steigt am Donnerstag, den 20. Dezember. Stargast, der ab 19.30 Uhr quasi das Band durchschneiden soll, ist Schauspielerin und Kabarettistin Marianne Sägebrecht aus Starnberg, Hauptdarstellerin in "Omamamia" und unter anderem aus Streifen wie "Der Rosenkrieg", "Zuckerbaby" oder "Out of Rosenheim" bekannt.

Sägebrecht wird den Abend eröffnen und den Besuchern nach der Ausstrahlung des Films Rede und Antwort stehen - als erster besonderer Gast auf der neuen Bühne vor der großen Leinwand des "Maximilian"-Kinosaals. Dieser erhielt übrigens auch einen Vorhang, der sich "vor jeder Aufführung feierlich und theatralisch öffnen wird", schmunzelt Josef Loibl.

"Ludwig II"-Hauptdarsteller zu Gast

Zum neuen Filme-Start am 26. Dezember zeigt das Duo Loibl/Berger dann auch "Ludwig II" mit Hannah Herzsprung, Friedrich Mücke und Uwe Ochsenknecht. Hauptdarsteller Sabin Tambrea kommt zu einer der Vorstellungen (Termin steht  noch nicht fest) nach Bad Reichenhall. Auch die außergewöhnliche, märchenhafte Produktion "Life of Pi" läuft am 2. Weihnachtsfeiertag an. Ab 15. Dezember können Karten reserviert werden.

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