Mit starkem Team ins Kommunalwahljahr

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Das Foto zeigt die neugewählte Vorstandschaft, stehend von links: Marco Trebuth, Stadtrat Helmut Schöndorfer, Herbert Kolodzie, Hans Hartmann, Dr. Rüdiger Wohnert, Ortsvorsitzende Stephanie Kunz, Fraktionssprecher Martin Schoberth, Florian Halter und als Gratulant der Stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Wolfgang Krämer. Sitzend von links: Stadtrat Stefan Kantsperger, Stadtrat Werner Mägerle, Dr. Herbert Lackner, Irmengard Rossingoll und Christoph Lung. Auf dem Foto fehlen die gewählten Vorstandsmitglieder Werner Steinbacher, 3. Bürgermeister Sebastian Renoth und Thomas Sprinzing.

Bad Reichenhall - Bei der Ortshauptversammlung der CSU Bad Reichenhall stimmten sich die Anwesenden mit einer neuen Vorstandschaft auf das Kommunaljahr ein.

Zur Ortshauptversammlung hatte die CSU Bad Reichenhall vergangene Woche in den Brauereigasthof Bürgerbräu geladen. Nach der Begrüßung durch die CSU-Ortsvorsitzende Stephanie Kunz musste leider der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht werden. Unter ihnen waren mit Hans Popp und Peter Scheidsach auch zwei langjährige und vielfach engagierte Mitglieder, die eine große Lücke hinterlassen. Zum Versammlungsleiter wurde sodann der Ehrenvorsitzende Anton Fuchs bestimmt, der durch die Tagesordnung und die anstehenden Wahlgänge führte. In ihrem Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres hob die Ortsvorsitzende Stephanie Kunz die zahlreichen Veranstaltungen heraus, die die CSU Bad Reichenhall zu den verschiedensten Themenfeldern organisiert hatte:

Von der Reichenhaller Akademie bis zur Palliativmedizin, von der Förderung des heimischen Tourismus bis hin zur Stadtgeschichte reichte die Bandbreite der behandelten Fragen. Besonderer thematischer Schwerpunkt war die Beschäftigung mit dem Ehrenamt und der Frage, wie eine aktive Bürgergesellschaft auch weiterhin Erfolg haben kann. Die Reichenhaller CSU bekennt sich zum Ehrenamt und tut dies nicht nur in schönen Worten, sondern in ganz praktischer Politik, wie sich etwa in der Wertschätzung und Befürwortung der Karlsteiner Feuerwache seitens der CSU-Stadtratsfraktion zeigt.

Auch in den Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen der CSU selbst zeigt vielfältiges Engagement in den verschiedensten Bereichen: Für die Frauen-Union berichtet Maria Brombierstäudl von einem aktiven Jahr, in dem der Schwerpunkt auf informativen und geselligen Veranstaltungen im ganzen Landkreis lag. Die Senioren-Union wurde vertreten von Dr. Rüdiger Wohnert, der die Beschäftigung mit seniorenpolitischen Themen ebenso heraushob wie die Informationsfahrten, die mitunter auch in die Ferne führten. Die Junge Union hingegen hat sich die Mühe gemacht und sich im abgelaufenen Jahr intensiv mit thematischen Fragen wie der Innenstadtförderung, dem Stadtmarketing oder der Jugendpolitik auseinandergesetzt. Aus den gemeinsamen Diskussionen wurde ein umfangreiches Positionspapier, das in nächster Zeit verstärkt in die Tagespolitik einfließen soll.

Mit der „großen Politik“ befasste sich hingegen der Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) unter der Leitung von Manfred Weißenberger. Neben einer Besichtigung der Firma Eurocopter, die unter anderem den Kampfhubschrauber „Tiger“ herstellt, hörten die interessierten Mitglieder vor allem Vorträge rund um aktuelle Themen wie die Struktur der Verfassungsschutze oder die Entwicklungen im Nahen Osten. Die Christlich-Soziale Arbeitnehmerschaft (CSA) präsentierte schließlich Andreas Greinhofer, der inhaltliche sozialpolitische Themen wie die Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung und den zunehmenden Stress in der Arbeitswelt in den Vordergrund stellte. Damit war es an Schatzmeister Helmut Schöndorfer, die Finanzen des CSU-Ortsverbandes darzustellen. Schöndorfer musste zwar auf Grund wahlkampfbedingter Sonderbelastungen ein Minus im abgelaufenen Jahr verkünden, kann jedoch mit einer pekuniären Reserve in die Superwahljahre 2013/14 gehen. Da die Kassenprüfer dem Schatzmeister eine vorbildliche Kassenführung bescheinigten, geriet die Entlastung der Vorstandschaft zur reinen Formsache. Damit war der Weg frei für die Neuwahl der Vorstandschaft, die in geheimer Abstimmung vorgenommen wurde:

Als Ortsvorsitzende bestätigte die Versammlung die bisherige Amtsinhaberin Stephanie Kunz. Die Reichenhaller Rechtsanwältin leistete in der abgelaufenen Periode eine hervorragende Arbeit und wurde daher mit einem Traumergebnis und lang anhaltendem Applaus bedacht. Unterstützt wird Kunz künftig von einer Männerriege: Als Stellvertretende Ortsvorsitzende wurden Herbert Kolodzie (leitender Angestellter), Marco Trebuth (Soldat) und Martin Schoberth (selbstständiger Diplom-Ingenieur und Sprecher der Stadtratsfraktion) gewählt. Um solide Finanzen darf sich auch weiterhin Helmut Schöndorfer (Bankkaufmann) als Schatzmeister kümmern, Schriftführer und damit auch Pressesprecher bleibt Christoph Lung (Student).

Etwas mehr Zählarbeit hatten die Wahlhelfer bei der Wahl der Beisitzer zu leisten. Gewählt wurden Florian Halter (Rettungsassistent), Stefan Kantsperger (Lehrer), Hans Hartmann (Metzgermeister), Dr. Rüdiger Wohnert (pensionierter Arzt), Sebastian Renoth (3. Bürgermeister), Werner Mägerle (pensionierter Kriminalbeamter), Thomas Sprinzing (Kaufmann im Tourismusbereich), Werner Steinbacher (Malermeister) und Irmi Rossingoll (Geschäftsführerin). Kraft Amtes werden der neuen Vorstandschaft Maximilian Klotz (Student) als Vorsitzender der Jungen Union und Ingrid Sprinzing (Geschäftsfrau) als Vorsitzende der Frauen-Union angehören. Zudem machte die Ortsvorsitzende Stephanie Kunz kein Geheimnis daraus, dass sie den rührigen Ortsgeschäftsführer Volker Wittgrefe auch weiterhin um Mitarbeit bittet und ihn daher der neuen Vorstandschaft zur Bestätigung vorschlagen wird. Stephanie Kunz freute sich, dass die CSU nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von ihrer Bandbreite in Alters- und Berufsgruppen her eine echte Volkspartei ist, die verschiedene Interessen zusammenführt und dabei durchaus auch einmal unterschiedliche Standpunkte aushält. Wichtig sei, dass man gemeinsam konstruktiv die besten Lösungen für die Stadt Bad Reichenhall erreichen wolle. Sie machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass in der CSU Bad Reichenhall die menschliche Basis für ein harmonisches Miteinander absolut vorhanden sei. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, um an Veranstaltungen der CSU teilzunehmen, Mitglied zu werden oder aktiv mitzuarbeiten. Die CSU strebe es an, Mitmach-Partei zu sein und habe mit der Initiierung des Bürgerentscheids und einer vorhergehenden Sonderbürger-versammlung auch in der Stadtpolitik ein Signal gesetzt. Im Hinblick auf die aktuelle Auseinandersetzung mit den Reichenhaller Grünen rief die CSU-Ortsvorsitzende nochmals dazu auf, die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen:

„Es reicht eben nicht, immer nur dagegen zu sein. Man muss schon auch realistische Alternativen aufzeigen. Ansonsten ist es allzu leicht, sich Mal für Mal aus der Verantwortung zu stehlen.“ In dem Grußwort des Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dr. Wolfgang Krämer (zugleich Ortsvorsitzender von Freilassing) bedankte er sich für die bislang geleistete Arbeit sowie der guten Zusammenarbeit und wünschte dem neu gewählten Ortsvorstand unter bewährter Führung für die anstehenden Herausforderungen viel Erfolg. Er hoffe, dass hierbei nicht die teilweise bewusst geschürten Ängste vor Veränderungen Projekte verhindern sondern vernünftige Lösungen umgesetzt werden können. Diesen Ball aufnehmend betonte Stephanie Kunz, dass etwabeim Thema Kirchholztunnel zwar beide Meinungen ihre Berechtigung hätten und es auch in der CSU durchaus Gegner gibt, die Befürworter jedoch die deutliche Mehrheit stellen.

Andere Gruppierungen jedoch machen die Reichenhallerinnen und Reichenhaller glauben, dass es schnell realisierbare Alternativen gäbe. Fakt ist: Bei einem „Nein“ der Reichenhaller zum Bürgerentscheid würde man das Votum der Bürger seitens der CSU selbstverständlich akzeptieren. Dann aber müsse man diejenigen Kräfte, die jetzt gegen das Tunnelprojekt mobil machen,ganz massiv in die Pflicht nehmen. Es gelte dann deutlich zu machen, wer die Verantwortung für einen drohenden Verkehrskollaps an manchen Stellen trage. Um es soweit aber nicht kommen zu lassen, warb Kunz ebenso wie Dr. Herbert Lackner eindringlich für ein „Ja“ zum Bürgerentscheid.

Lackner war es auch, der daran erinnerte, dass die CSU mit ihrem beherzten Einsatz im Stadtrat eine freie Abstimmung der Reichenhaller Bürger erst möglich gemacht hat. Er beobachtete zudem, dass die Stadtratsfraktion eine Reihe hervorragender Anträge eingebracht habe und die CSU auch sonst bestens aufgestellt ins Jahr der Kommunalwahlen gehen könne. Dies gelte sowohl für die personelle Situation des Ortsverbands wie auch die inhaltliche Positionierung der CSU, von der sich Lackner auch im Endspurt der Wahlperiodeeinige deutliche Akzente erhofft.

Zuletzt sei etwa der Antrag zum Erhalt der Jakobsleuchten auf breite Zustimmung gestoßen und habe dabei mitgeholfen, eine neue Dynamik in Gang zu bringen. Dass sie auch in der Lage ist, kurzfristig zu drängenden aktuellen Themen deutlich Stellung zu beziehen, bewies die CSU Bad Reichenhall, indem sie sich deutlich gegen die geplante Liberalisierung der Trinkwasserverordnung ausspricht. Die CSU Reichenhall legte bei der Hauptversammlung auch Unterschriftenlisten der Europäischen Bürgerinitiative gegen die Liberalisierung aus. Sie findet sich mit der Unterstützung der Unterschriftenaktion damit in einem breiten Bündnis wieder, dem sich zuletzt auch die katholische Stadtkirche Bad Reichenhall angeschlossen hat. Mit den besten Wünschen für die Arbeit der neuen Vorstandschaft und einem anhaltenden Abschluss-Applaus endete eine erfolgreiche Hauptversammlung.

Pressemitteilung CSU-Ortsverband Bad Reichenhall

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