Pater-Rupert-Mayer Kapelle eingeweiht

Bad Reichenhall - Am Mittwoch ist die Pater-Rupert-Mayer Kapelle eingeweiht worden. Die Bürger konnten am Abend an einer Führung teilnehmen:

Am Mittwoch, den 7. November fand in der Reichenhaller Hochstaufen-Kaserne die Einweihung der Pater-Rupert-Mayer Kapelle, durch den Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, statt. Erste Gedanken zur Errichtung einer Kapelle gehen zurück in das Jahr 2007. Vor fünf Jahren war es der katholische Militärpfarrer Martin Strasser, der den damaligen Kommandeur Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Erich Pfeffer, für sich gewinnen konnte. Dies fand mit dem feierlichen Akt, einen Pontifikalgottesdienst, in der Hochstaufen-Kaserne seinen Abschluss.

Nach der Auflösung der Karfreitkaserne in Brannenburg und der Überlegung zum Verbleib der dortigen Kapelle, entstanden die ersten Ideen zu einer möglichen Verlegung nach Bad Reichenhall. Aufgrund der Besonderheiten vor Ort musste man dies sehr früh wieder verwerfen, da sich die Versetzung des Rundbaus als technisch kaum realisierbar erwies. Der Gedanke und Wunsch nach einem Gotteshaus in der Kaserne blieb. Im Jahre 2008 entschied die Brigadeführung auf Anfrage Pfarrer Martin Straßer, das Projekt erneut aufzugreifen, einherging der Entschluss zum Neubau. In enger Kooperation mit Militärpfarrer Straßer, den öffentlichen Einrichtungen und örtlichen Unternehmen begann dann 2011 der Bau der „Pater-Rupert-Mayer“ Kapelle mit der Grundsteinlegung nach dem Motto „von Soldaten, für Soldaten“. Maßgeblich an der Planung, Umsetzung und am Bau der Kapelle war der Oberstabsfeldwebel Rainer Flechsenhar, Leiter Unterstützungspersonal Standortältester, eingebunden.

Die Weihe der Kapelle und Gedenkstätte fand im Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes auf dem Platz vor der Kapelle statt und wurde durch seine Exzellenz, Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, zelebriert. Bei der Begrüßung erläuterte Militärpfarrer Strasser die wesentlichen Beweggründe, die den Bau der Kapelle vorangetrieben haben. Die Schaffung eines Ruhepols für die Soldaten, ein Rückzugsort zum Innehalten und Kraftschöpfen waren ebenso Leitgedanken wie die Möglichkeit zum Empfang der Sakramente. Natürlich bietet sie den Soldaten auch Raum zur Durchführung ihrer familiären Feierlichkeiten, mehrere Anfragen für Taufen liegen bereits vor. Nicht zuletzt dient sie den Soldaten vor allem auch als Gedenkstätte an die verstorbenen und gefallenen Kameraden. Umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Karlsteiner Böllerschützen, den Kirchenchor der Stadtpfarrei St. Nikolaus, der Organistin Frau Barbara Knetsch-Mainardy und einer Abordnung des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen. Beigewohnt haben der Veranstaltung Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, Landrat Georg Grabner, der Divisionskommandeur der 10. Panzerdivision Generalmajor Erhard Bühler und sein Stellvertreter, Brigadegeneral Johann Langenegger, sowie ca. 400 weitere Gäste und Soldaten. Im Anschluss an das Zeremoniell fand ein Empfang der geladenen Gäste in der Unteroffizierskameradschaft und dem Mannschaftsheim des Standortes statt und nahm somit ihr offizielles Ende.

Am Abend wurde interessierten Bürgern die Gelegenheit gegeben, durch eine Führung des Oberstabsfeldwebels Rainer Flechsenhar, sich über die Entstehung der Kapelle zu informieren und einer ökumenischen Abendandacht beizuwohnen. Dies wurde von Jung und Alt zahlreich genutzt.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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