Zwei Laster Glück für Bulgarien

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Mitarbeiter der Gemeinde Sapareva Banja halfen bei der Verteilung der Pakete: Diese Familie hat ein Kind, das nicht laufen kann, und ist für jede Unterstützung dankbar.

Bad Reichenhall - „Alle Spenden kommen wirklich bei bedürftigen Menschen an“, können die Malteser bei ihrer Hilfsaktion verischern. Zum fünften Mal gingen sie nun auf Reise:

Unter dem Motto „Glücksbringer“ haben die Malteser in diesem Winter zum fünften Mal viele Weihnachtspakete und andere Hilfsgüter nach Bulgarien gebracht. Vom 23. bis 31. Dezember waren zwei Helfer mit einem großen und einem kleinen Lkw, jeweils mit Anhänger, unterwegs, um die hoch begehrte Fracht in der Gegend um Sofia zu verteilen. Überall halfen ihnen hilfsbereite Menschen beim Ausladen und glückliche Kinder öffneten die Päckchen.

Unter der Leitung von Martin Draheim und Ingo Gössel von den Maltesern am Münchner Flughafen waren zunächst die zahlreichen von der Bevölkerung gespendeten Pakete in Erding, später in Traunstein und Bad Reichenhall eingeladen worden. Außerdem hatten die Glücksbringer von den Firmen Hipp und Hartmann gestiftete Babynahrung und Hygieneartikel sowie Schultische und Stühle an Bord.

Vor der Verteilung im winterlichen bulgarischen Sapareva Banja mussten die Hilfspakete aus den großen Lkws in das gemeindeeigene Fahrzeug umgeladen werden.

Nach der mehrtägigen Anreise führte der erste Weg der Glücksbringer zu einer Schule für hörbehinderte Kinder in Sofia, die mit den Schulmöbeln ausgestattet wurde. Bei weiteren Stationen in Novi Han, Sapareva Banja und im kleinen Bergdorf Rila verteilten die Malteser mit Hilfe örtlicher Ansprechpartner die Hilfspakete, Kinderkleidung und Spielzeug. Als Koordinatorin und Dolmetscherin stand ihnen vor Ort wieder die gebürtige Bulgarin Reni Freifrau von Bechtolsheim zur Seite. In Sapareva Banja, einer Gemeinde südlich von Sofia, mussten die Pakete zunächst in das gemeindeeigene Dienstfahrzeug umgeladen werden, weil keiner der Lkws die schmalen Straßen hätte passieren können. Mitarbeiter der Gemeinde verteilten dann die Pakete an besonders bedürftige Familien. In einem Kinderheim im Ortsteil Saparevo freuten sich die Kinder nicht nur über die mitgebrachten Lebensmittel, sondern auch über Kleidung und zahlreiche Spielsachen.

Dass auch ein komplettes Puppenhaus die Reise nach Bulgarien unbeschadet überstand, freut nicht nur die Heimkinder sondern auch die ehemalige Besitzerin. „Das ist schön, dass ich mit meinem Puppenhaus anderen Kindern eine große Freude machen konnte“, findet die 9-jährige Katharina, die ihr gespendetes Puppenhaus auf einem Foto wiedererkannte. Nach rund einer Woche „Urlaub“ und 3569 Kilometern kamen Draheim und Gössel wohlbehalten und mit vielen Eindrücken wieder in Deutschland an.

Dieses liebevoll verzierte Hilfspaket wurde von einer Familie im Berchtesgadener Land mit guten Wünschen auf die Reise nach Bulgarien geschickt.

„Alle Spenden kommen auch wirklich bei bedürftigen Menschen an“, versicherte Draheim noch mal. „Einen großen Dank an alle Beteiligten und besonders an die Schulen und Kindergärten, die uns beim Sammeln und Verladen der Weihnachtspakete geholfen haben.“ Diesem Dank kann sich sein Reichenhaller Kollege, Dienststellenleiter Michael Soldanski, nur anschließen. Da er als Fahrer für den Glücksbringer-Transport nicht gebraucht wurde, fuhr er vom 26. Dezember bis 1. Januar bei einem Hilfstransport mit vier Lkws nach Bosnien & Herzegowina.

Pressemeldung Malteser Hilfsdienst e.V.

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