"Leiser Einsatz": Gebirgsjäger bei der Luftwaffe

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Aufklären und Koordinieren: Das Fliegerleitpersonal der Gebirgsjäger trainierte bei der Luftunterstützungsübung die Zusammenarbeit mit der Luftwaffe

Bad Reichenhall - Training mit Luftwaffenunterstützung stand bei der Gebirgsjägerbrigade 23 auf dem Programm. Nervenkitzel pur, doch für spätere Einsätze überlebensnotwendig.

Es ist unbestritten; der Einsatz in Afghanistan birgt viele Gefahren in sich. Der beste Schutz vor diesen Gefahren ist auch eine gute, fundierte Ausbildung. Nach derzeitigem Planungsstand übernimmt die Gebirgsjägerbrigade 23 ab Februar 2013 wieder den internationalen ISAF-Auftrag am Hindukusch mit der Konsequenz, dass die dafür notwendige, effiziente Ausbildung bereits begonnen hat.

Im Rahmen dieser Einsatz vorbereitenden Ausbildung führten kürzlich auf dem Standortübungsplatz Kammer Teile der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 eine so genannte „Luftnahunterstützungsübung“ durch, bei der das simulierte Ausschalten von Bodenzielen mit Hilfe von Luftwaffenunterstützung trainiert wurde. Aufgabe des „Fliegerleitpersonales“ der Gebirgsjäger, FAC (Forward Air Controler) genannt, war es dabei, ein Luftfahrzeug über Funk so zu dirigieren, dass zum Schutz der eigenen Soldaten ein mögliches gegnerisches Bedrohungspotential aufzuklären und fiktiv auszuschalten war. Dabei erwies sich vor allem die Zusammenarbeit mit Hauptfeldwebel Rainer Hensen vom Verbindungskommando der Luftwaffe mit Sitz bei der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall als sehr erfolgreich.

Möglichst umweltfreundlich und kostengünstig sollte die Übung auch sein, deshalb gab es etwas Besonderes. Um eine Lärmbelästigung der angrenzenden Bevölkerung zu reduzieren, wurde auf ein ziviles Flugzieldarstellungsflugzeug vom Typ „Learjet 35“ zurück gegriffen, das im Vergleich zu einem Kampfflugzeug der Bundeswehr nicht nur um zwei Drittel leiser, sondern von den Einsatzkosten auch erheblich billiger ist. Und da auch das Wetter mit strahlendem Sonnenschein mitspielte, lautete das übereinstimmende Resümee aller Beteiligten: „Eine gute Vorbereitung für den Einsatz im Zusammenspiel zwischen Luft- und Bodenstreitkräften“.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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