Schwerer Unfall bei Bad Reichenhall

Militär-Lastwagen droht in Saalach zu stürzen - aufwendige Bergung

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Bad Reichenhall - Am Mittwochmittag hat sich auf der B21 ein folgenschwerer Unfall ereignet. Ein Militärfahrzeug des österreichischen Bundesheers kam von der Fahrbahn ab und drohte in den angrenzenden Saalachsee zu stürzen. *Verkehrsmeldungen*

UPDATE, Donnerstag, 8.45 Uhr - Pressemeldung Polizei

Am Mittwoch um 12.50 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall mit kleiner Ursache und großer Wirkung. Ein 24-jähriger Lkw-Fahrer des österreichischen Bundesheeres fuhr mit dem Lkw, voll beladen mit Baumstämmen, auf der B21 von Bad Reichenhall in Richtung Lofer. 

Ein Stück nach dem Festplatz sah der Fahrer von hinten ein Blaulichtfahrzeug heranfahren und wollte, wie es sich gehört, weit möglichst nach rechts ranfahren, um dem Rettungsfahrzeug die schnelle Weiterfahrt zu ermöglichen. Dabei fuhr der 24-Jährige ein Stück neben die Straße und geriet dabei ins unbefestigte Bankett. Die dortige Wiese war durch den anhaltenden Regen zudem aufgeweicht und die schweren Reifen sanken ein. 

Der Lkw rutschte weiter von der Straße ab und blieb dann in arg bedenklicher Schräglage an der Böschung hängen. Er drohte umzukippen. Polizei und Feuerwehr mussten den unterhalb des Lkw gelegenen Fußweg entlang der Saalach und die Straße komplett sperren. Der Lkw wurde mit zwei Seilwinden durch die Feuerwehr gesichert. Es kamen zwei weitere Lkw des Bundesheeres, um die schweren Baumstämme umzuladen und den Lkw wieder auf die Straße zu ziehen.

Die Bundesstraße war dazu bis 17.30 Uhr gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die wartenden Lkw stauten sich mehrere Kilometer. Viele Pkw konnten wenden und die von der Feuerwehr eingerichtete Umleitung über den Thumsee nutzen. Die Reichenhaller Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Es entstand nur Flurschaden.

Pressemeldung Polizei Bad Reichenhall

UPDATE, 22.20 Uhr - Bilder vom Einsatzort

Militär-Lkw droht in Saalach zu stürzen

UPDATE, 17.20 Uhr - Pressemeldung BRK

Wie das BRK soeben mitteilte, musste die Bergwacht bei der Anfahrt zum Einsatz mit dem verletzten Gebirgsjäger an der Reiteralpe mehrere Lastwagen mit Blaulicht und Martinshorn überholen, wobei der Fahrer eines Transportlastwagens des österreichischen Bundesheers auf der B21 kurz vorm Kraftwerk am Saalachsee zu weit nach rechts auswich, im weichen Untergrund einsank, in einer gefährlichen Schieflage stecken blieb und über die Uferböschung zur Saalach hinabzustürzen drohte

Der 20 Tonnen schwere Laster transportierte Baumstämme von der Kaserne Salzburg zum Truppenübungsplatz Hochfilzen. Die angerückten Einsatzkräfte der Reichenhaller Feuerwehr sicherten den Lastwagen zunächst provisorisch mit einer Seilwinde und warteten dann auf einen Spezial-Lastwagen des Bundesheers, der den tonnenschweren Lkw wieder aufrichtete

Während des Einsatzes blieb die B21 im Bereich des Saalachsees für den restlichen Verkehr durchs kleine Deutsche Eck gesperrt, wobei die Feuerwehr eine großräumige Umleitung über die Staatsstraße 2101 am Thumsee und die B305 am Weinkaser einrichtete.

Pressemeldung BRK BGL

UPDATE, 17.15 Uhr - Wieder Unfall mit Militärfahrzeug

Dieser Unfall reiht sich damit ein in eine ganze Serie von Zwischenfällen mit Militärfahrzeugen in der Region. Zuletzt war es am Montagnachmittag auf der A8 bei Siegsdorf zu einer Rauchentwicklung bei einem gepanzerten Transportfahrzeug, einem sog. "Boxer", gekommen. Die drei Insassen blieben bei dem Vorfall unverletzt.

Und bei Ramsau brannte am 5. Juni ein Kettenfahrzeug der Bundeswehr völlig aus. Die sieben Soldaten konnten sich davor rechtzeitig ins Freie retten. Es entstand horrender Sachschaden in Höhe von 300.000 Euro.

UPDATE, 17.10 Uhr - Bergungsarbeiten beendet

Wie die Presseagentur Aktivnews soeben mitteilte, konnten die Bergungsarbeiten an der Bundesstraße soeben abgeschlossen werden und die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Nun gibt es auch erste Informationen zum Unfallhergang: Demnach soll der Lastwagen, ein 20 Tonnen schweres Militärfahrzeug des Bundesheers, der mit Holz beladen war, einem Rettungswagen ausgewichen und dabei aufs Bankett geraten sein. Anschließend drohte das Fahrzeug in den Saalachsee zu stürzen. Mit einem Kran konnte das Fahrzeug zurück auf die Straße gehievt werden.

Unfall mit Lastwagen auf B21 bei Bad Reichenhall

UPDATE, 15 Uhr - B21 noch länger gesperrt

Die aufwändigen Bergungsarbeiten werden wohl den gesamten Nachmittag über andauern. Laut Verkehrsmeldungen bleibt die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle wohl mindestens bis 17 Uhr gesperrt. Die örtliche Umleitung führt über die St2101 am Thumsee.

Zudem wurde von vor Ort gemeldet, dass Gebirgsjäger der Bundeswehr als Ersthelfer vor Ort waren und bis zum Eintreffen der Polizei die Unfallstelle absicherten.

UPDATE, 13.52 Uhr:

Aktuell werde der Lastwagen von den Einsatzkräften gesichert, damit er nicht in die Saalach stürze, bestätigte die Polizei Bad Reichenhall gegenüber BGLand24.de. Die B21 ist an der Unfallstelle immer noch gesperrt.

Laut ersten Informationen der Polizei musste der Fahrer des Lastwagens einem bislang unbekannten Hindernis ausweichen. Dabei sei er in das aufgeweichte Fahrbahnbankett geraten, das wiederum nachgab. Das Fahrzeug sei daher von der Straße gerutscht und drohte in die Saalach zu stürzen

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge wurde der Fahrer bei dem Unfall nicht verletzt. 

Erstmeldung:

Ein Lastwagen kam laut ersten Informationen von der Fahrbahn ab und droht nun in die Saalach zu stürzen. Die Straße ist derzeit komplett gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet.

Aktivnews/re

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