Wegen des uneinsichtigen Verhaltens der Bevölkerung

Kirchholz wird zum militärischen Sicherheitsbereich

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Das etwa 113 Hektar große Areal des Standortübungsplatzes Kirchholz liegt zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain.

Bad Reichenhall - Kirchholz wird zu einem militärischen Sicherheitsbereich. Das Gebiet wird für die Bevölkerung entsprechend ausgeschildert. Die Umwandlung soll nach derzeitigem Stand zum 1. Juli 2020 stattfinden

Pressemitteilung im Wortlaut:


Aus einem militärischen Bereich wird ein militärischer Sicherheitsbereich. Der Grund dafür sind der Einsatz von neuen Übungsgeräten aber auch das teils uneinsichtige Verhalten der Zivilbevölkerung bei Übungen.

Aus gegebenen Anlass informiert die Bundeswehr am Standort Bad Reichenhall über die aktuellen und zukünftig geplanten Zutrittsregelungen auf dem Standortübungsplatz Kirchholz und dem Hochgebirgsübungsplatz Reitalpe. Bisher hat sowohl der Standortübungsplatz Kirchholz, als auch der Gebirgsübungsplatz Reiteralpe den Status eines „Militärischen Bereiches“.


Entsprechende Warntafeln werden für die Bevölkerung angebracht

Das heißt, es handelt sich hier um ein Gelände, auf dem die Bundeswehr Hausrecht genießt. Um die Bevölkerung und Gäste hierüber entsprechend zu informieren, sind an den Zugängen Warntafeln mit folgender Aufschrift angebracht: „Militärischer Bereich – Unbefugtes Betreten während der Übungszeiten ist verboten! Zuwiderhandlungen werden verfolgt! Betreten außerhalb der Übungszeiten geschieht auf eigene Gefahr!“ Zusätzlich gibt es an den Hauptzugängen noch Informationstafeln. Die Übungszeiten sind grundsätzlich von Montag bis Donnerstag, 7 Uhr bis 17 Uhr und am Freitag, von 7 Uhr bis 13 Uhr festgelegt. Nacht- und Wochenendübungen werden bei Bedarf – auch kurzfristig – angezeigt.

Manche Menschen bringen sich wegen Fahrlässigkeit dennoch in Gefahr

Im Großen und Ganzen halten sich Anwohner und Besucher auch an diese Einschränkungen. Leider gibt es aber auch immer wieder Ausnahmen, die einerseits zu Ausbildungs- und Übungsunterbrechungen oder auch zu einer Gefährdung der Zivilbevölkerung führen. Auch Uneinsichtigkeit und ein überzogenes Anspruchsdenken sind keine Seltenheit. In Übereinstimmung mit den geltenden Regelungen der Bundeswehr werden sowohl der Standortübungsplatz Kirchholz als auch der Gebirgsübungsplatz Reiteralpe zu einem „Militärischen Sicherheitsbereich“ erklärt, um die Bevölkerung vor auftretenden Gefahren beim Schieß- und Übungsbetrieb zu schützen. 

Das etwa 113 Hektar große Areal des Standortübungsplatzes Kirchholz liegt zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain.

Weitere Hinweisbeschilderung wird angebracht

Die Aufschrift auf den Hinweisschildern lautet dann wie folgt: „Militärischer Sicherheitsbereich – Grenze des Standortübungsplatzes – Schieß- und Übungsbetrieb. Blindgänger! Lebensgefahr! Unbefugtes Betreten des Platzes ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt“. Diese Maßnahme ist aufgrund der sich intensivierten Auslastung der Übungsplätze und neue Rahmenbedingungen beim Schieß- und Übungsbetrieb notwendig geworden. Durch die veränderte Nutzung kommt es auf dem Standort- bzw. Gebirgsübungsplatz unter anderem zu potentiellen Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (Laser), Schallemissionen, Flugbewegungen mit Drohnen sowie Gefährdungen durch den Übungsbetrieb beispielsweise durch gepanzerte Fahrzeuge. 

Besondere Rücksicht auf die Nachbarschaft ist notwendig

Oberstes Ziel dieser Umwidmung ist, den Bürger vor Gefahren für Leib und Leben zu schützen. Da der Bundeswehr an guter Nachbarschaft gelegen ist und hier im Berchtesgadener Land besondere Verhältnisse in Bezug auf das Nebeneinander von Kur/Fremdenverkehr und Bundeswehr bestehen, möchte die Bundeswehr diese notwendige Umwandlung so vollziehen, dass einerseits die Sicherheit der Zivilbevölkerung gewährleistet werden kann und andererseits auch die Interessen der Bevölkerung/der Gäste berücksichtigt werden. 

Umwandlung des Gebietes soll für Bevölkerung transparent sein

Hierzu werden innerhalb der Bundeswehr demnächst entsprechende Anträge an die zuständigen Genehmigungsbehörden gestellt. Die Umwandlung für beide Plätze soll nach derzeitigem Stand zum 1. Juli 2020 stattfinden. In den nächsten Wochen und Monaten sollen Bevölkerung und Gäste immer wieder über die aktuellen Neuerungen informiert werden, um einerseits Verständnis zu schaffen und andererseits ein entsprechendes Verhalten zu generieren.

Der gesamte Prozess der Umwandlung soll transparent gestaltet werden und die Anliegen der Bevölkerung, soweit möglich, berücksichtigt werden. Unter anderem wird von der Bundeswehr derzeit geprüft, einen Alternativweg, rund um das Kirchholz – auf Bundeswehrgelände – außerhalb des Militärischen Sicherheitsbereiches anzulegen, um der Bevölkerung und den Gästen das Kirchholz durchgehend, ohne jegliche Gefährdung, zugänglich zu machen. 

Pressemeldung Gebirgsbrigade 23

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