Staufen-Grundstücke bleiben in Stadtbesitz

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Bad Reichenhall - Alle, die gegen den Verkauf der Staufen-Grundstücke sind, können aufatmen: Fels- und Latschen-Flächen am Reichenhaller Hausberg bleiben in Stadtbesitz.

Der für Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner wichtigste Punkt der Stadtratssitzung am Montagabend war eindeutig, dass der Besitz am Staufen nicht verkauft wird: "Damit wird auch einer Eigenjagd der Riegel vorgeschoben", so das Stadtoberhaupt zufrieden.

Auch der Gipfelbereich des Hochstaufens bleibt in Stadtbesitz.

Zur Disposition stand rund ein Hektar Grund, die sogenannten Roßkarböden. Dabei handelt es sich um Fels- und Latschen-Flächen und nicht - wie vielfach irrtümlich angenommen - um Waldgebiet. Der Kaufinteressent der Grundstücke hätte sein bereits bestehendes Privat-Areal auf rund 300 Hektar ausbauen können. Das Wegerecht wäre dadurch jedoch unangetastet geblieben. Auch der Gipfelbereich mit dem großen Kreuz (im Bild) stand nicht zur Diskussion, er bliebe so oder so in Stadtbesitz.

Letztlich war nur die FWG-Fraktion für den Verkauf, da dort oben laut Friedrich Hötzendorfer "zu wenig Jagd" betrieben werde und "Verbesserung dringend notwendig" sei. Er forderte von OB Lackner und dem Stadtrat künftig verstärkt Kopf- und keine Bauchentscheidungen. Das Gremium entschied sich schließlich mit 16:7 Stimmen mehrheitlich gegen den Verkauf der Roßkarböden aus.

Im Übrigen wurde bekannt, dass sich der Großteil des Staufen-Gebietes bereits in privater Hand befindet und nur ein kleiner in Stadtbesitz. Die größten Bedenken bezüglich eines Verkaufs der Grundstücke wurden (unabhängig vom Betretungsrecht) hinsichtlich einer vernünftigen Nutzung des möglichen Käufers geäußert - vor allem in den Punkten Jagd- und Forstwirtschaft.

Der Staufen hat als Hausberg der Reichenhaller einen hohen idellen Wert für die Bürgerinnen und Bürger der Alpenstadt. Diese enge Beziehung wurde erst am Montag deutlich, als die Kaserne in Hochstaufen-Kaserne umbenannt wurde.

Parkplatz-Situation Padinger Alm überdenken

Die SPD-Fraktion Bad Reichenhalls stellte im Zusammenhang mit der Diskussion um die Staufen-Grundstücke den Antrag, die Verwaltung möge die Zufahrts- und Parkplatzsituation an der Padinger Alm neu darstellen und Regelungen für die Zukunft erörtern. Der Tagesordnungspunkt wurde bei sechs Gegenstimmen der CSU-Fraktion  angenommen.

bit

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