CSU-Ortsverband: Aktuelle Politik und Neuwahlen

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Bad Reichenhall - In der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortverbands waren Bildung, Betreuung und erneuerbare Energien Thema. Eine neue Vorstandschaft wurde auch gewählt.

Zur regulären Hauptversammlung kam jüngst die Reichenhaller CSU zusammen. Als Vertreter des Kreisverbandes war Richard Graßl aus der Ramsau gekommen, die Grüße der umliegenden Ortsverbände überbrachte Dr. Frank Wolf aus Schneizlreuth. Der besondere Applaus der Anwesenden galt dem wiedergewählten Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, der mehrfach Gratulationen entgegenzunehmen hatte.

In ihrem Rechenschaftsbericht ging CSU-Ortsvorsitzende Stephanie Kunz ausführlich auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Bei zahlreichen Veranstaltungen beschäftigten sich die Christsozialen mit aktuellen politischen Themen. Schwerpunkte wurden bei Bildung und Betreuung sowie bei den erneuerbaren Energien gesetzt. Unter anderem beleuchtete Regierungsbaumeister Anton Zeller Chancen und Risiken der Wasserkraft im Reichenhaller Raum. Interessierte hatten die Möglichkeit, mit der CSU wichtige Orte der Stadtgeschichte zu besichtigen, die aber auch tagespolitischen Bezug haben, so zum Beispiel das neue Stadtmuseum im Getreidekasten oder die Alte Saline und den Quellenbau. Bei aller politischer Tätigkeit ist es wichtig, auch die Geselligkeit zu pflegen und dementsprechend begrüßte der Ortsverband zahlreiche Mitglieder zur traditionellen besinnlichen Adventsfeier.

Größte Aufgabe des vergangenen Jahres war jedoch die Vorbereitung und der Wahlkampf zur Oberbürgermeisterwahl. Schon mit der Nominierung erhielt Dr. Herbert Lackner großen Rückenwind von den Mitgliedern der Reichenhaller CSU und diese hervorragende Unterstützung setzte sich auch in den kommenden Monaten fort: Mitglieder von Vorstand und Fraktion erarbeiteten gemeinsam mit dem OB auf einer zweitägigen Klausurtagung das Wahlprogramm und künftige Ideen für die Stadtpolitik. In 17 Sitzungen tagte der Wahlkampfausschuss als Lenkungsgremium des Wahlkampfes nahezu wöchentlich, zahlreiche Mitglieder und Sympathisanten engagierten sich in vielfältiger Art und Weise, vom Austragen von Flugblättern bis hin zur Organisation von Infoständen. Der eigentliche Wahlkampf begann mit der Vorstellung des Wahlprogramms in Form eines Pressegesprächs, die Auftaktveranstaltung im Bürgerbräu war laut einer Besucherin „besser als Fernsehen“. Mit einigen Veranstaltungen, Infoständen und Ortsterminen warb Dr. Lackner für seine Ideen um das Vertrauen der Bürger. Bereits im ersten Wahlgang war man nah dran an der absoluten Mehrheit und erzielte mit 48,2% ein hervorragendes Ergebnis. In der Stichwahl gegen den Grünen-Kandidaten musste man teils gegen unfaire persönliche Angriffe und die Wahlempfehlungen anderer Gruppierungen ankämpfen. Aber die Reichenhaller Bürgerinnen und Bürger haben sich davon nicht beeinflussen lassen, sondern sich souverän eine eigene Meinung gebildet und Dr. Herbert Lackner mit 56% der Stimmen auch für die kommenden acht Jahre ihr Vertrauen geschenkt.

Für die Zukunft wird die CSU ein Veranstaltungsprogramm zusammenstellen, das für Mitglieder, Sympathisanten und interessierte Bürger gleichermaßen attraktiv ist. Als Beispiel nannte Kunz die angedachte Weiterentwicklung der Bürgerstammtische, eine gesellige Veranstaltung speziell für jüngere Menschen nach dem Vorbild der Reihe mit einem Spitzenpolitiker oder einen Themenschwerpunkt zum Ehrenamt.

Und auch auf die Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise kann sich die Reichenhaller CSU voll verlassen, die eine starke Verwurzelung in der Stadt und eine breite thematische Palette garantieren. Wie aktiv diese Vorfeld-Organisationen sind, wurde bei deren Kurzberichten deutlich:

Jennifer Howe sprach in Vertretung von Vorsitzender Ingrid Sprinzing von einem sehr erfolgreiche Jahr der Frauen-Union, die sich im letzten Jahr vorwiegend mit sozialpolitischen Themen der Stadt beschäftigt hat. Traditionell kümmert sich die FU um die Belangen der Frauen und möchte eine starke Repräsentation des weiblichen Geschlechts in der Politik sicherstellen.

Alexander Vater stellte die Junge Union Bad Reichenhall vor: Derzeit ist bei der JU ein Programm in Arbeit, das die Belange junger Menschen in Bad Reichenhall in den Mittelpunkt rückt und wichtige Zukunftsthemen aus der Sicht junger Menschen behandelt. „Nicht nur reden, sondern anpacken“ ist das Motto der Reichenhaller JU und so half man beispielsweise tatkräftig mit, für die Alpenklassik die Innenstadt zu dekorieren oder am verkaufsoffenen Sonntag die Mülleimer zu leeren. Das kommt offensichtlich gut an, denn die Mitgliederzahlen der JU zeigen nach oben und die finanzielle Lage der Reichenhaller JU ist solide.

Heinz Dippel stellte die Senioren-Union vor, die im gesamten Landkreis BGL aktiv ist und mit einer Vielzahl von Ausflügen und Besichtigungen ein beeindruckendes Jahresprogramm vorweisen konnte. Schwerpunkt der Organisation für die Generation 60+ ist das Motto „Heimat kennen lernen“. So wurden im vergangenen Jahr viele unbekannte Kleinode der Umgebung oder starke Wirtschaftsunternehmen der Region besichtigt, zuletzt die Molkerei in Piding.

Um die Interessen der Unternehmen kümmert sich die Mittelstands-Union, die für eine wirtschaftsfreundliche Politik auf allen Ebenen eintritt. Kreisvorsitzender Richard Graßl lud dazu ein, sich dabei aktiv zu beteiligen, denn eine verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik ist wichtig wie nie zuvor.

Die CSA, vertreten von Andreas Greinhofer, setzt sich wiederum für die Belange der Arbeitnehmer ein. Nicht zuletzt der Fall Schlecker zeige, wohin sozial verantwortungslose Geschäftspraktiken führen. Doch auch die Politik sei nach wie vor gefordert, für eine gerechte Gesellschaft einzutreten. Als eine Maßnahme forderte Greinhofer eine Erhöhung der Pendlerpauschale von 30 auf 40 Cent, um die Erhöhung der Benzinpreise für Arbeitnehmer aufzufangen.

Dem Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik steht Manfred Weißenberger vor. Der Kreisverband Berchtesgadener Land zählt zu den aktivsten Gliederungen in Bayern und hat eine Vielzahl interessanter und aktueller Themen beleuchtet, von den Gefahren eines Iran-Kriegs bis hin zu den Auslandseinsätzen der Gebirgsjäger.

Den Reigen der Fachorganisationen beschloss der Arbeitskreis Umwelt, der von Dr. Frank Wolf geleitet wird. Mit der Energiewende und den Umwälzungen bei den erneuerbaren Energien wurden dem AKU die Themen zuletzt fast frei Haus geliefert. Demnächst wird das Thema barrierefreies Bauen im Mittelpunkt stehen, denn Umwelt bedeutet nicht nur Naturschutz, sondern kann durchaus auch im Sinne von „miteinander leben“ verstanden werden.

In ihren Schlusswort freute sich Ortsvorsitzende Stephanie Kunz über die große Bandbreite und die Vielzahl an Themen, die aufgegriffen wurde. „Da zeigt sich ganz deutlich, das die CSU die einzige bayerische Volkspartei ist. Wir setzen uns mit Themen aller Generationen und aller Fachbereiche auseinander“, so Kunz.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands kam es auch zur Wahl von Delegierten, die als Reichenhaller Delegation den Kandidaten der CSU in den Landtag bzw. den Bundestag mitnominieren werden. Gewählt wurden: Christoph Lung, Dr. Herbert Lackner, Anton Fuchs, Stefan Kantsperger, Herbert Kolodzie, Stephanie Kunz, Volker Wittgrefe, Josef Häusl, Hans Hartmann, Martin Schoberth, Andreas Greinhofer, Sebastian Renoth, Werner Steinbacher, Christian Rossingoll, Helmut Schöndorfer und Florian Halter.

Pressemitteilung CSU Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © dpa

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