Dreierausstellung im Alten Feuerhaus

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Bad Reichenhall - Unter dem Motto „Kunst trifft Kunst“ stellen vom 10. bis zum 29. Juli gleich drei Künstler ihre Werke im Alten Feuerhaus aus.

Neben dem Reichenhaller Helmut Erben, der weit über die Landkreisgrenze hinaus für seine originellen Bronzeskulpturen bekannt ist, gesellen sich noch die Loferin Christine Bandmann mit ihren Keramikarbeiten und der Salzburger Peter Gerl mit seinen Bildern. Die Vernissage findet am 9. Juli um 19 Uhr statt.

Die Bronzeskulpturen des Reichenhallers Helmut Erben sind häufig mit Fundstücken wie alten Arbeitsgeräten oder von der Saalach angeschwemmten Holzstücken kombiniert. Dabei gestaltet Erben die Bronze ganz bewusst handschriftlich und verzichtet auf den letzten Feinschliff. Seine Objekte sind allesamt Unikate und haben Titel, die den Betrachter zum Nachdenken aber auch zum Schmunzeln anregen sollen. In der Ausstellung sind erstmals auch Kombinationen von Bronze und Keramik zu bestaunen. So schwebt eine Saalachnixe luftig auf einem Acrylstab, deren Oberkörper aus Bronze mit dem Fischteil aus Keramik harmoniert. Der Keramikteil stammt von Christine Bandmann, die bereits seit 1969 mit Ton arbeitet. Seit 2005 lebt die Österreicherin nach langjährigen Aufenthalten in Italien, USA und Deutschland, in Lofer. Ton ist für das Mittel, um sich künstlerisch auseinanderzusetzen und kreativ zu arbeiten.

Sie verwendet hauptsächlich Steinzeugtonarten in den Farben weiß, rot, fliederfarben, sowie englischen Rakuton und eine Porzellanmasse. Häufig verbindet Bandmann verschiedene Tonsorten mit Porzellan, um dadurch besondere Effekte zu erzielen. Glasuren werden sparsam gesetzt, oftmals nur um Teile eines Stückes zu betonen.

Anregungen für Formen und Farben holt sich die Künstlerin hauptsächlich in der Natur. Genauso wie bei Helmut Erben liegen auch bei ihr Fundstücke manchmal Jahre in der Werkstatt, bis sie eine plötzliche Eingebung hat und ihnen durch Ton quasi ein anderes Leben verpasst. Die großen klassischen Themen Akt und Landschaft bestimmen die meist kleinformatigen, aus kostbarem Technik-Mix entwickelten Arbeiten des Salzburger Malers und Metall-Objektkünstlers Peter Gerl, dem Dritten im Ausstellungsbunde. Ganz in der Tradition der frühen Modernen lässt er sich von Exotik und Archaik inspirieren. Intensive Begegnung mit Afrika und Asien hinterlassen in Gerls Aquarellen und Zeichnungen dunkel-mystische Spuren. Sie sind die Grundlage einer überaus subtilen, poetischen Bildsprache, die beständig individuelle Einsamkeit beschwört oder an rätselhaften Beziehungsnetzen webt.

Die Ausstellung im Alten Feuerhaus am Aegidiplatz startet mit der Vernissage am 9. Juli um 19 Uhr. Einführende Worte spricht Rupert Fegg, Direktor der Kunstakademie Bad Reichenhall. Bis zum 29. Juli sind die Werke dann Montag bis Freitag von 16 - 19 Uhr und am Wochenende von zehn bis dreizehn und von 16 bis 19 Uhr zu sehen.

kp

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