Bad Reichenhall gegen "Aventura"

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So soll das "Aventura Kiefersfelden" aussehen.

Bad Reichenhall - Im Rahmen des Zielabweichungsverfahrens zum geplanten "Aventura" in Kiefersfelden hat die Stadt Bad Reichenhall eine Stellungnahme beschlossen.

Die Gemeinde Kiefersfelden plant ein Einkaufs- und Erlebniszentrum an der Autobahn A93. Auf rund 16.600 Quadratmetern sind ein Kino, diverse Freizeitnutzungen, ein Hotel, Gastronomie, eine Eventhalle, Manukfakturen und Einzelhandel mit Sportsortiment vorgesehen.

Vor allem die geplante Verkaufsfläche von über 7000 Quadratmetern sorgt bei den Bad Reichenhaller Stadträten für Bedenken. "Durch die Anbindung an die Autobahn ist die Gefahr gegeben, in einem großen Einzugsbereich für einen immensen Kaufkraftabfluss zu sorgen, der sich insbesondere negativ auf die Entwicklung der Innenstädte auswirken könnte", befürchtet das Gremium - auch für Bad Reichenhall.

Das geplante touristische Angebot mit Museums- und Eventflächen könnte eine "Schlechtwetterattraktion" werden, befürchtet Bad Reichenhall. "Auch die Stadt Bad Reichenhall verfügt über zahlreiche touristisch bedeutsame Attraktionen. Das 'Aventura Kiefersfelden' würde in Konkurrenz zu diesen Einrichtungen treten", heißt es in ihrer Stellungnahme. Die Stadt bezieht sich dabei auf die RupertusTherme und das Sport- und Familienbad, das im September eröffnet werden soll.

Alles zum Aventura Kiefersfelden gibt es hier.

Die von der Verwaltung ausgearbeitete Stellungnahme stieß bei den Stadträten auf positive Resonanz, sie stimmten einstimmig zu. "Es ist gut, dass wir uns zu Wort melden", betonte Grünen-Stadtrat Michael Nürbauer. "Sonst fliegt es uns irgendwann um die Ohren." Einzig CSU-Stadtrat Stefan Kantsperger gab zu bedenken: "Das Projekt in Kiefersfelden gefährdet die Stadt Bad Reichenhall nicht. Es ist weder ein großer Kaufkraftabfluss zu erwarten, noch wird das 'Aventura Kiefersfelden' ein Konkurrenzbetrieb werden."

Christine Zigon

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