Kurzurlauber zieht es ins Berchtesgadener Land

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10-Jahres-Vergleich der Übernachtungen. die rote Linie speigelt 2012 wieder.

Landkreis - Seit 1949 konnte das Staatsbad micht mehr so viele Gäste begrüßen wie im Jahr 2012. Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain werden zudem für Kurzurlaube immer beliebter.

Seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen ab 1949 konnte das Bayerische Staatsbad noch nie so viele Gäste begrüßen wie 2012. Rund 151.000 Gäste reisten 2012 nach Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zu 2011 von 5,79 Prozent. Die Übernachtungszahlen blieben stabil, hier ist sogar eine leichte Steigerung um 0,23 Prozent zu verzeichnen Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen liegt bei rund vier Tagen, in den Kliniken bei 21 Tagen. Neunzig Prozent der Gäste sind außerhalb der Kurkliniken zu verzeichnen, zehn Prozent kurten in Kliniken.

Gewinner sind Hotels mit Kurbetrieb:

Hier können sie die komplette Jahresstatistik 2012 nachlesen:

Statistische Auswertung der Kur-GmbH Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain

Die Gewinner bei den Beherbergungsbetrieben sind erstmals wieder die Hotels mit Kurbetrieb. Hier lässt sich ein Plus von 16 Prozent mehr Gästen und 7,8 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnen. In Karlstein konnten die Hotels Garni und Gästehäuser rund zehn Prozent mehr Gäste und 14 Prozent mehr Übernachtungen generieren. In Marzoll waren die Ferienwohnungen mit 14 Prozent Steigerung und 15 Prozent Übernachtungsplus gefragt. Bayerisch Gmain ist aufgrund des Umbaus der Klinik Hochstaufen statistisch nicht repräsentativ darstellbar – jedoch ist ein Gäste-Plus von rund 30 Prozent bei den Privatvermietern und rund acht Prozent bei den Übernachtungen zu verzeichnen.

Das Durchschnittsalter der Gäste liegt bei rund 50 Jahren – im Jahr 2009 lag sie bei 53 Jahren. Außerhalb der Kliniken entwickeln sich Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain immer stärker zur Kurzurlaubs-Destination. Selbstzahlendes Publikum im Bereich Wolhbefinden, Gesundheit und Therapie außerhalb der Kurkliniken ist viel zu gering.

Kurdirektorin Gabriella Squarra: „Die Bettenauslastung im gesamten Kurbezirk ist gestiegen um 4,35 Prozent. Wir befinden uns damit etwa auf dem Niveau der 80er Jahre“.

Bayern ist der wichtigste Quellmarkt für alle bayerischen Heilbäder und Kurorte. Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain haben als Besonderheit noch weitere gleich wichtige Zielgebiete: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin. Rund 556 Kilometer legen Bad Reichenhall-Urlauber zurück, um in ihren Wunschort zu reisen.

Beim internationalen Publikum konnte Bad Reichenhall erstmals die meisten Gäste aus der russischen Föderation begrüssen. Über 1.800 russische Gäste verbrachten rund 13.300 Nächte im Bayerischen Staatsbad – in beiden Segmenten eine Steigerung von etwa 35 Prozent. Österreich und Israel folgen auf den weiteren Plätzen, dann Italien und die Schweiz.

Fazit: Das Bayerische Staatsbad Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain hat noch viel zu tun. Das Image, das Ambiente und die Angebote eines Kurortes mit viel Geschichte und Tradition ist für Wanderer, Erholungssuchende und Gesundheitsurlauber attraktiv.

Wandern und Erholen stehen im Mittelpunkt

Entwicklungstrends, die auch die Centouris-Studien (2008/2010) anhand von Gästebefragungen belegen konnten: Erstbesucher wurden zu Stammgästen. Als Kernziele für einen Urlaub stehen bei den Bad Reichenhaller Gästen vor allem „Wandern & Erholen“ ganz oben. Bei den Urlaubsmotiven überzeugt Bad Reichenhall deshalb vor allem durch die Kombination von Natur und Gesundheit. Die landschaftliche Schönheit des Berchtesgadener Landes, das Wanderwegenetz, die RupertusTherme, das Gesundheitsangebot und die alpinen Naturheilmittel werden besonders häufig als Grund für einen Aufenthalt in Bad Reichenhall genannt. Die Sparte „Erholungs-Gesundheitsurlaub“ beschert Bad Reichenhall eine Sonderstellung im Berchtesgadener Land. Sie müsse laut CenTouris weiterhin eine herausragende Rolle im Marketing spielen.

Die Gästebefragung von Centouris zeigt, dass die Zufriedenheit der Übernachtungsgäste ausgesprochen hoch ist. So fühlen sich 79 Prozent vollkommen zufrieden. Geschätzt werden Ruhe und Erholungswert, Sauberkeit und die Unterkünfte im Drei-Sterne-Bereich. Besonders die Ausflugsziele stehen mit 93 Prozent ganz oben auf der Zufriedenheitsskala, wie auch das Wellness- und Gesundheitsangebot mit 88 Prozent.

Kurdirektorin Gabriella Squarra: „Kernzielgruppen für uns sind vor allem die Wohlfühl-Urlauber, Natur-Genießer und Entschleuniger bis hin zum Reha-Gast. Wir haben uns auf dem Tourismusmarkt entsprechend unserer Stärken konsequent positioniert. Es kommen auch verstärkt jüngere Erstbesucher, die Ruhe und Erholung suchen. Diese Gruppen wollen wir in Zukunft an Bad Reichenhall binden. Darüber hinaus wird der Fokus von Politik und Verbänden wieder verstärkt auf private Gesundheits- und Kururlaube gelegt. Der Bayerische Heilbäderverband wird die Marke „Gesundes Bayern“ für Kur, Gesundheitsurlaub und regionale Heilmittel intensiver bewerben.“

Squarra weiter: „Wir müssen die Aufenthaltsdauer unbedingt steigern. Dazu brauchen wir mehr attraktive Selbstzahlerangebote im Bereich Wohlbefinden, Genießen, Kraft tanken, Therapie, Beauty. Hier haben wir noch zu wenig Initiativen. Auch das Thema Wanderurlaub wird noch zu wenig bespielt.“

„Unsere Hotels sind gut, viele Betriebe wurden saniert, es wurde in Brandschutzmaßnahmen investiert, auch das gastronomische Angebot und die Innenstadt mit ihrem vielfältigen Angebot entwickeln sich positiv. Aber dieser Weg muss konsequent weiter gegangen werden.“

Das Bayerische Staatsbad Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain ist ein interessanter Ort für Kurgäste, Gesundheitsurlauber und Familien, die das Ambiente und die Landschaft schätzen, gerne wandern, Ruhe suchen und Erholungsangebote mit unseren regionalen Heilmitteln AlpenSalz und AlpenSole genießen wollen.

Pressemitteilung Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain

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