Fischsterben im Thumsee: Sie sind erstickt

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Das Fischsterben im Thumsee ist krankheitsbedingt. Die Kiemen der Tiere waren so verändert, dass die Fische erstickt sind.

Bad Reichenhall - Die Fische, die im April im Thumsee verendet sind, sind erstickt. Das ergaben jetzt Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes.

Nach den nunmehr abgeschlossenen Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt ist das schleichende Fischsterben im Thumsee vom April 2013 auf krankheitsbedingte Kiemenveränderungen zurückzuführen, welche zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme und somit zum Erstickungstod der Fische geführt haben. Die Befunde sowie Ausmaß und Verlauf des Fischsterbens deuten darauf hin, dass der lange Winter die Fische geschwächt und für Krankheiten anfällig gemacht hat.

Fische sind als wechselwarme Tiere in ihren Körperfunktionen von der Wassertemperatur abhängig. Daher können z.B. lange, kalte Winter oder kurzfristige Temperaturwechsel die Tiere schwächen und so für Krankheiten anfällig machen. Außerdem konnte keine Gewässerverunreinigung festgestellt werden.

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Die insgesamt 15 untersuchten karpfenartigen Fische (überwiegend Rotfedern sowie Rotaugen und Lauben) zeigten alle auffällige Kiemenveränderungen, die auf ubiquitär (überall) vorkommende Wasserkeime (Pseudomonas fluorescens) zurückzuführen sind. Bei vier Rotfedern wurde zusätzlich eine Entzündung des Bauchfells festgestellt, die zur Verklebung der inneren Organe geführt hat. Eine virologische Untersuchung erbrachte keinen Nachweis für eine zusätzliche virusbedingte Erkrankung der Fische.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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