Waldbrand: Katastrophenfall jetzt aufgehoben!

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Bad Reichenhall - Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat den Katastrophenfall um 14.30 Uhr aufgehoben! Dennoch wird das betroffene Gebiet weiter stark beobachtet.

UPDATE 15:15 Uhr

Der Katastrophenfall, der am vergangenen Sonntag gegen 11.53 Uhr in Zusammenhang mit dem Waldbrand am Thumsee ausgelöst wurde, wurde am heutigen Dienstagnachmittag um 14.30 Uhr von Landrat Georg Grabner in Abstimmung mit der Örtlichen Einsatzleitung, vertreten durch Kreisbrandrat Josef Kaltner, aufgehoben.

Am Morgen beflog ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera das 25 Hektar große betroffene Waldgebiet. Dabei wurden noch zahlreiche Glutnester, insbesondere an Baumstämmen und Wurzelstöcken, festgestellt. Diese Glutstellen werden seit dem Vormittag mittels Löschhubschrauber und auch mit Bodenkräften der Feuerwehr, der Bergwacht und der Bayerischen Staatsforsten bekämpft. Nachdem sich die Situation gegenüber den Vortagen bis zum Dienstagnachmittag entspannt hat, konnte der Katastrophenfall aufgehoben werden.

Dennoch wird das betroffene Waldgebiet in den nächsten Tagen seitens der Polizei und des Forstbetriebs weiterhin beobachtet.

Landrat Georg Grabner dankte allen eingesetzten Hilfskräften der Freiwilligen Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, der Bergwacht, der Wasserwacht, des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei sowie der Örtlichen Einsatzleitung und der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt für ihren unermüdlichen und höchst professionellen Einsatz unter teilweise extremen Bedingungen.

Insgesamt waren über 1200 Frauen und Männer der Hilfsorganisationen über 60 Stunden im Dauereinsatz.

Gerade das schnelle und massive Eingreifen habe dazu beigetragen, den Waldbrand effektiv zu bekämpfen und einzudämmen. Die während des Katastrophenfalls gesperrte Staatsstraße 2101 Bad Reichenhall – Inzell konnte bereits gestern Abend wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit konnte auch der Öffentliche Personennahverkehr heute wieder den fahrplanmäßigen Betrieb aufnehmen. Der Thumsee ist für den Badebetrieb ebenso wieder freigegeben.

UPDATE 13:15 Uhr

Noch immer gibt es am Thumsee keine Entwarnung. Der Waldbrand oberhalb des Sees ist noch nicht ganz gelöscht. Seit dem Vormittag sind die Löschtrupps wieder im Einsatz, berichtet der Radiosender Bayernwelle.

Am Dienstagmorgen hatte ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera den Wald noch einmal überflogen. Dabei sind noch immer einige Glutnester entdeckt worden

Ein Ende des Einsatzes ist noch immer nicht absehbar. Seit Samstagabend laufen die Löscharbeiten quasi ohne Pause. Nur in der vergangenen Nacht mussten sie unterbrochen werden: bei Sturm und Gewitter wäre es zu gefährlich gewesen.

UPDATE Dienstag, 8.30 Uhr

Aufgrund von aufziehenden Gewittern mussten die Löscharbeiten in der Nacht auf Dienstag unterbrochen werden, berichtet Bayernwelle Südost. Eine Brandwache sei aber über Nacht vor Ort geblieben und habe die Lage im Auge behalten. Heute soll das Gebiet mit einer Wärmebildkamera erkundet werden, um zu sehen, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Löscharbeiten am Montag:

Einsatz am Thumsee in Bad Reichenhall

Wie berichtet, spielen auch das Wetter sowie die Windstärke in den kommenden Stunden eine entscheidende Rolle. Landrat Georg Grabner hofft unterdessen, dass im Laufe des Tages der Katastrophenfall wieder aufgehoben werden kann.

UPDATE Montag, 19.35 Uhr

Das Rote Kreuz musste während des Waldbrands am Thumsee bisher 21 verletzte oder erkrankte Einsatzkräfte versorgen, davon allein zwölf mit Rauchgasvergiftungen.

Ein 31-jähriger Bergwachtmann mit einer Fingerverletzung und zwei 24 und 31 Jahre alte Feuerwehrmänner mit Rauchgasvergiftungen und hitzebedingten Kreislaufbeschwerden mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, weitere fünf Helfer mit Rauchgasvergiftung begaben sich selbst in ärztliche Behandlung.

Das BRK schätzt, dass an beiden Tagen zusammengenommen rund 1000 Helfer im Einsatz gewesen sind. Allein am Montag sollen es ungefähr 400 gewesen sein. Sie kommen unter anderem von THW, Bergwacht, Wasserwacht, Gebirgsjägerbrigade 23, BRK-Bereitschaft und Malteser Hilfsdienst.

UPDATE 17:10 Uhr

Die Vollsperrung der Staatsstraße 2101 zwischen Wegscheid und Karlstein wird heute, Montag, um 20 Uhr aufgehoben! Dies teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim aktuell mit. Die Situation habe sich entspannt und mache die Aufhebung der Sperre möglich. Auch die Wasserfläche des Thumsees wird um 20 Uhr wieder freigegeben. Die Buslinie 2 des Stadtverkehrs Bad Reichenhall fährt ab morgen, Dienstag, wieder planmäßig.

Die Löscharbeiten in den vergangenen Stunden haben die Situation entschärft. Aufnahmen mit der Wärmebildkamera zeigen aber immer noch zahlreiche Glutnester im schwer zugänglichen Gelände.

Aufgrund einer aufziehenden Gewitterfront müssen jedoch aus Sicherheitsgründen die am Boden eingesetzten Einsatzkräfte und auch die Hubschrauber abgezogen werden. Über Nacht werden Brandwachen im Gelände die Situation beobachten. Die Ausstattung für schnelle Löschangriffe bleibt vor Ort. Der Katastrophenfall bleibt daher zunächst weiter bestehen.

UPDATE 15:40 Uhr

Die Einsatzkräfte haben die Situation unter Kontrolle. Rund 270 Männer und Frauen von Bundeswehr, Feuerwehr, Bergwacht, THW sind ganz aktuell im Einsatz. Sie kommen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein sowie aus dem benachbarten Salzburger Land und löschen die Glutnester per Hubschrauber und kilometerlanger Schlauchleitungen im unzugänglichen Gelände.

Nichtsdestotrotz bleibt weiterhin der Katastrophenalarm ausgerufen - zumindest heute, Montag, den gesamten Tag. Ob auch morgen erneut der "K-Fall" gilt, entscheidet sich nach Angaben von Landrat Georg Grabner erst am Abend. Das teilte er im Rahmen einer Pressekonferenz am Montagnachmittag mit.

Aktuelle Entwicklung am Thumsee

Denn: Der Einsatzleitung unter Kreisbrandrat Josef Kaltner bereite vor allem die weitere Entwicklung der Wetterlage Sorgen. Wird es wieder heiß und trocken, wie für Ende der Woche prognostiziert, bestehe die Gefahr eines erneuten Brandausbruchs. Heftiger Sturm dagegen könnte sich ebenfalls negativ auswirken und die Einsatzkräfte und Helikopter, die per Luft löschen, behindern. "Wir beobachten die Lage deshalb ganz genau", so Kaltner. Auch die verlegten Schlauchleitungen und die zum Löschen notwendige Infrastruktur würden erst einmal noch einige Tage bestehen bleiben.

Polizeihauptkommissar Wilhelm Bertlein von der Polizeiinspektion Bad Reichenhall bat um Verständnis für die andauernden Straßensperrungen. Einen Zeitpunkt zur Freigabe der betroffenen Strecken (vor allem Staatsstraße 2101) konnte er noch nicht nennen. Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner sprach einen Dank an alle Einsatzkräfte aus, lobte deren grenzüberschreitende und reibungslose Zusammenarbeit. Gäste und Urlauber - derzeit ist Hochsaison in der Region - seien glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Jedoch einige Einsatzkräfte hätten sich leicht verletzt und seien im Klinikum behandelt worden. Auch etliche Angehörige der Deutschen Bundeswehr sind nach Angaben von Oberstleutnant Alexander Zeuner weiterhin im Einsatz.

UPDATE 14:00 Uhr

Momentan sind rund 400 Einsatzkräfte vor Ort. Sie haben es inzwischen nicht mehr mit einem großflächigen Brand zu tun, sondern mit einigen hundert Glutnestern, berichtet die Bayernwelle. Diese gilt es noch abzulöschen. Dennoch wird erwartet, dass das vollständige Ablöschen der Glutnester mindestens bis in die Abendstunden hinein andauern wird. Deshalb bleibt der Katastrophenfall weiterhin bestehen.

Für den Nachmittag sind Regenfälle angekündigt. Sie könnten die Löscharbeiten unterstützen!

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag zeigten sich Landrat Georg Grabner und der Örtliche Einsatzleiter Josef Kaltner optimistisch, dass sich ein Flächenbrand nicht mehr entwickeln wird. Aktuell werden Glutnester in dem steilen Gelände aus der Luft und vom Boden aus bekämpft.

Nachdem am Sonntagabend, gegen 21 Uhr, die Feuerbekämpfung aus der Luft beendet werden musste, schafften es die Einsatzkräfte am Boden, trotz teils heftiger Sturmwinde, ein Wiederauflodern in der Nacht zu verhindern. Dafür bedankten sich Landrat Grabner und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner auf der Pressekonferenz ganz besonders bei den unzähligen ehrenamtlichen Helfern.

Seit 6 Uhr früh bekämpfen Hubschrauber der Bundespolizei, der Bundeswehr, der Landespolizei sowie eines Privatunternehmers die weiterhin vorhandenen weit mehr als 100 Glutnester und kleineren Brandherde. Zeitgleich sind im teils felsigen Gelände auch Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks, der Bergwacht und der Gebirgsjägerbrigade 23 im Einsatz. Unterstützend wirken das Bayerische Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und die Wasserwacht mit.

Seit Ausbruch des Waldbrandes am späten Samstagabend sind weit mehr als 1.00 überwiegend ehrenamtliche Männer und Frauen in der Brandbekämpfung eingesetzt worden.

Folgende Verkehrssperrung bleiben aber weiterhin notwendigerweise bestehen:

- Die Staatsstraße 2101, Bad Reichenhall – Inzell, ist zwischen Wegscheid und Karlstein bis auf Weiteres gesperrt

- Die Stadtbuslinie 2 von und zum Thumsee endet und beginnt vorläufig im Ortsteil Karlstein

- Es wird gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren. Die Bundesstraßen B 21 und B 305 sind von der Verkehrssperre nicht betroffen

- Auf Grund der Löscharbeiten bleibt das Naherholungsziel Thumsee bis auf Weiteres gesperrt. Es wird nochmals darum gebeten, die Wanderwege im nördlichen Bereich des Thumsee nicht zu nutzen.

UPDATE 7.45 Uhr: Löscharbeiten zeigen Erfolge

Wie der Sender Bayernwelle berichtet, zeigen die Löscharbeiten weitere Erfolge. Nachdem das Feuer bereits am Sonntag von der Feuerwehr unter Kontrolle bracht werden konnte, handelt es sich seit Montagmorgen wohl um keinen größeren Flächenbrand mehr. Sehr wohl müssen aber noch einzelne Brandstellen intensiv bekämpft werden. Kreisbrandrat Josef Kaltner sagte dem Radiosender, dass die Löscharbeiten zumindest noch den ganzen Montag über andauern werden.

Wie außerdem bekannt wurde, sind wohl einige Feuerwehrleute während des Einsatzes verletzt worden. Sie mussten wegen des starken Rauchs ärztlich versorgt werden.

UPDATE 6.40 Uhr: Hubschrauber wieder im Einsatz

Seit es hell genug ist, fliegen auch schon wieder die Hubschrauber. Am Sonntag waren mehr als 300 Einsatzkräfte vor Ort. Seit Sonntag Mittag gilt der Katastrophenfall. Der Brand wurde auch von bis zu acht Hubschraubern aus der Luft bekämpft. Neben Einsatzkräften aus dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein sind auch Hilfskräfte aus dem benachbarten Österreich sowie die Bundeswehr angefordert worden.

Tanklöschfahrzeuge aus Großgmain, Viehausen, der Stadt Salzburg und der Gemeinden Wals sowie Zell am See, Lofer, Weißbach und Saalfelden waren ebenso im Einsatz wie welche aus Traunreut, Inzell und Rosenheim sowie sämtliche Wehren aus dem Berchtesgadener Land.

Wie die Presseagentur Aktivnews berichtet, halfen ab Sonntagmittag auch zwei leistungsstarke Hubschrauber aus Österreich tatkräftig mit und trugen so maßgeblich dazu bei, dass der Brand von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Löscharbeiten am Thumsee

Lesen Sie dazu auch:

Waldbrand: Die Lage hat sich etwas entspannt

Zu schaffen machte den Helfern neben der Hitze auch der starke Rauch und die Windverhältnisse. Da aus dem Thumsee Wasser zum Löschen entnommen wurde, ist dieser für den Badebetrieb gesperrt worden, ebenso die Staatsstraße in diesem Bereich. Diese Sperre gilt weiterhin.

Vollständige Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden. Wie Aktivnews weiter berichtet, kann sich der Brandrat eine Einsatzdauer von rund einer Woche vorstellen, um sicherzustellen, dass auch wirklich das letzte Glutnest abgelöscht wird.

Aus dem Archiv: Fotos vom Sonntag

Waldbrand am Thumsee

Sechs Hubschrauber im Einsatz

Waldbrand am Thumsee

Großeinsatz am Thumsee

Brandbekämpfung am Sonntag

Waldbrand am Thumsee (2)

Waldbrand am Thumsee

Quellen: Bayernwelle Südost/BRK BGL/redbgl24/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd Rosenheim/aez

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