Kein Licht für Karlsteiner Burgruine

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Die Karlsteiner Burgruine wurde in den letzten Jahren saniert und am 22. November 2012 wieder eröffnet. Der Stadtrat sprach sich jetzt knapp gegen die Beleuchtung in der Nacht aus.
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Bad Reichenhall - Die sanierte Karlsteiner Burgruine bleibt nachts im Dunkeln. Der Stadtrat beschloss mit einer knappen Mehrheit, sie nicht mit einer Beleuchtungsanlage auszustatten.

Noch am 11. Februar dieses Jahres stimmte das Gremium mit 21:2 Stimmen einem Antrag der CSU-Fraktion zu, die Installierung einer Beleuchtung unter der Prämisse der Kostenermittlung anzupacken. Jetzt sprachen sich 11:14 Stadträte dagegen aus, nur noch die CSU stimmte geschlossen dafür.

5.000 Euro hätte die Anbringung zweier Fluter mit einer Leistung von 35 bis 70 Watt plus die Verlegung der entsprechenden Kabel auf einer Länge von rund 100 Metern vom Anschlusspunkt Pankrazkirche - sie wird ohnehin beleuchtet - gekostet. Die Stromkosten hätte laut Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner die Elektrizitätsgenossenschaft Karlstein eG übernommen.

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Die verschiedenen Beleuchtungsvarianten wurden untersucht und die Kosten geschätzt. Eine Beleuchtung direkt an der Burgaußenwand wurde zum besten Ergebnis auserkoren - doch vom Stadtrat knapp abgelehnt.

"Die Beleuchtung der Burgruine passt nicht zu unseren Beschlüssen, in bestimmten Straßen der Stadt die Laternen abzuschalten. Wir stimmen dagegen", so Grünen-Stadtrat André Schreiber. Diesen Worten schloss sich FWG-Sprecher Gerhard Fuchs nahtlos an: "Außerdem ist die Ruine schlecht sichtbar. Wir können diesem Vorschlag nicht zustimmen".

Auch die SPD und FDP-Vertreter Gerhard Schröter sprachen sich dagegen aus: "Die Beleuchtung der Burgruine wäre ein Signal in die verkehrte Richtung", so Schröter. Somit bleibt die sanierte Burgruine Karlstein in der Nacht im Dunkeln.

Fotos von der Wiedereröffnung nach der Sanierung:

Sanierung der Burgruine Karlstein

Einweihung der Burgruine

Hans-Joachim Bittner

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