"Snowboard-Sommerspiele" für Kinder

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Bad Reichenhall - Trotz wirklich schlechtem Wetter fanden sich 24 Kinder am Parkplatz der Rupertus Therme in Bad Reichenhall ein, um die ersten Snowboard Sommerspiele zu erleben.

Nachdem alle registriert und dank des WSC Bayerisch Gmain, der sich als Ausrichter dieser Veranstaltung angeboten hatte, versichert waren, ging’s zur sportlichen Erwärmung aufs DFB-Fußballfeld neben dem Skaterpark. Als alle erst einmal unter der Anleitung von Sebastian Schöndorfer (Physio der Deutschen Snowboard-Nationalmannschaft), Fred Zuhra vom SC Schellenberg und der Tochter des Nationaltrainers, Theresa Scheid (bis vor einem Jahr im Nachwuchs-C-Kader), angeschwitzt und richtig wach waren, startete der erste Bewerb: Beide Teams, die Roten und die Blauen, hatten auf einem Skateboard einen Hütchenparcours zu meistern.

Gleich im Anschluss ging’s mit Fahrrädern über den Nonner Steg zum Hochseilgarten der Caritas, drei Führer nahmen die Kinder dort in Empfang. Die Aufgaben, die die jungen Boarder hier lösen mussten zeigten, dass selbst schwierigste Hindernisse überwindbar sind, wenn alle an einem Strang ziehen.

Hohe Geschicklichkeit

David Selbach, Freestyle-Nationaltrainer (Halfpipe und Slopestyle) des Deutschen Snowboard-Verbandes, der die Veranstaltung begleitete, zeigte sich von der Geschicklichkeit der Kinder beeindruckt. Als starker Regen die bis dahin erstklassige Stimmung zu kippen drohte, waren alle froh, dass es mit den Rädern zum nahe gelegenen Café Quellenhof ging. Gastfamilie Peter ließ es sich nicht nehmen, eine Horde lärmender, verdreckter und durchnässter Kinder in ihren Räumen mit Spaghetti und Apfelsaftschorle zu verköstigen.

Nachdem alle gestärkt waren, es aber immer noch in Strömen goss, kostete es den einen oder andern schon etwas Überwindung, abermals mit dem Fahrrad aufzubrechen. Vielleicht war es der Anwesenheit von Patrick Bussler (zweifacher Olympiateilnehmer und WM Dritter 2009) sowie Christian Hupfauer (amtierender Junioren- Vizeweltmeister) zu verdanken, dass letztlich doch noch alle ihren inneren Schweinehund überwanden und zur letzten Etappe Richtung Thumsee-Bad aufbrachen.

Begeisterte Gesichter bei den Sommerspielen

Blaue Lippen, kalte Finger

Dort ging’s sofort mit den finalen Bewerben los: Tauziehen und ein Staffelwettkampf auf Stehpaddeln (Stand Up Paddles). Mit mittlerweile teils blauen Lippen und kalten Fingern kämpften die Kinder mit vollem Einsatz für ihre Mannschaften.

Der letzte Wettstreit, das Fischerstechen, konnte durchgeführt werden, da die Firma Ennemoser in den Feierabendstunden die nötigen Lanzen fertigte. Dabei fiel dann auch der Tagessieg an das rote Team – doch war dies eher zweitrangig, denn der Spaß stand eindeutig im Vordergrund.

Die Belegschaft des Thumsee-Bades und die Helfer der Wasserwacht sicherten die Wettkampfstellen professionell ab. Das Trainerteam zollte den jungen Athleten schließlich ein großes Lob: „Alle haben bis zum Schluss durchgehalten und somit große Ausdauer demonstriert, die nötig ist, um im Sport großartiges zu leisten“, so BSV-Snowboard-Landestrainer Christian Veit.

bit

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