Farbenfreude und Formenfülle

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Die Ausstellung der 15 Seminarteilnehmer von Ingrid Jureit ist noch bis 26. Oktober täglich von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Bad Reichenhall - Die Farbenfreude ist spürbar, die Formenfülle enorm: 15 Kunstschaffende zeigen noch bis Freitag ihre Werke im Alten Feuerhaus.

Die Vielfalt des Gezeigten fasst die Malerin und Dozentin Ingrid Jureit in einen Gedanken: „Vor jedem künstlerischen Gestaltungsakt liegt eine Schulung der Sinne, wie auch das Entwickeln von Sensibilität und Empfindung.“ Die Ausstellung ist täglich von 11 und 13 Uhr geöffnet. Das erklärt sich aus der Tatsache, dass die gezeigten Bilder nach Einbruch der Dunkelheit, „nur noch zu fühlen, nicht mehr zu sehen sind“, wie Akademiedirektor Rupert Fegg bei der eröffnenden Vernissage deutlich machte. Er begrüßte die Gäste in der Galerie, „die vor Licht nur so strotzt“. Eine kleine, elegante Anspielung auf die Tatsache, dass die Lichtanlage in der Städtischen Galerie seit Wochen defekt ist.

"Inneres Schauen"

Ingrid Jureit und Akademiedirektor Rupert Fegg eröffneten die einwöchige Ausstellung.

Bei schönstem Sonnenlicht erfreuten sich die gut drei Dutzend Vernissage-Besucher an den Bildern der Meisterschüler von Ingrid Jureit, die alle auf deren Einladung hin gerade ein 14-tägiges Intensivseminar in der Kunstakademie erleben. Die erfahrene Künstlerin vermittelt dabei Fertigkeiten, die bei allzu vielen Menschen im Alltagsgetriebe verkümmern. Sie spricht vom „inneren Schauen“, lehrt den Umgang mit der eigenen Fantasie und fordert auf, persönliche Erinnerungen bildnerisch darzustellen.

Ingrid Jureit zitiert den Philosophen Kurt Schwitters: „Kunst ist nie Nachahmung der Natur, sondern Kunst ist selbst Natur. Kunst ist stets Schaffen, und zwar das eigene Schaffen, sie kann also nie Nachahmung sein, besonders Nachahmung der Kunst eines anderen, die so beliebte Imitation.“ Ihr liegt das Sichtbarmachen von eigenen Wirklichkeiten am Herzen.

Den Kunstschaffenden Ursula Bachofer, Sylvia Baumann, Vera Diel, Reinhard Frotscher, Elke Habicht, Sylvia Catharina Hess, Ria Keller, Dr. Gabriele Nadimi, Monika Neuber-Wiese, Evelin Neukirchen, Dr. Manfred Patz, Astrid Pazelt, Johanna Schreiner, Prof. Dr. Horst Seller und Felix Zinser, die ihre Werke zeigen, attestiert Rupert Fegg: „Sie stehen nicht am Anfang, sie sind weit fortgeschritten.“

Bemerkenswerte Künstlerin

Das Anliegen „seiner“ Akademie betont Fegg: „Wir wollen jeden einzelnen Künstler dort hinbringen, wo er hin will.“ Über Ingrid Jureit sagt Fegg: „Sie ist eine bemerkenswerte Künstlerin, Pädagogin und nicht zuletzt ein guter Mensch.“

Wer sich im Alten Feuerhaus auf die Begegnung mit den Bildern einlässt, entdeckt harmonische Farbkompositionen in Blau, Menschengesichter, Körper in Denkerposen. Zudem finden sich Formenspiele mit Farbnuancen, als ob Rost sich durch Metall frisst.

Ein Bild führt den Betrachter in den Wald, er legt sich rücklings auf den Boden und betrachtet ruhig und lange eine herbstliche Laubkrone.

Informationen zur Kunstakademie unter www.kunstakademie-reichenhall.de

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