Ramsauer fordert geordneten Rückzug

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Auch deutsche Soldaten sind in Afghanistan im Einsatz und riskieren täglich ihr Leben.

Berlin - Der heimische CSU-Bundestagsabgeordnete, Landesgruppenchef Peter Ramsauer, fordert den geordneten Rückzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan.

Die zunehmende Gewalt gegen deutsche Soldaten in Afghanistan hat die Diskussion über den Einsatz wieder aufleben lassen. SPD-Fraktionschef Peter Struck will mit den gemäßigten Taliban verhandeln, Ramsauer fordert den Abzug deutscher Soldaten und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, will energischer gegen die Aufständischen vorgehen.

Gegenüber der Bild am Sonntag sprach sich Ramsauer für eine „Exit-Strategie“ aus. „Dabei geht es um saubere Kriterien, wann der jeweilige Einsatz erfüllt ist und stufenweise beendet werden kann. Der geordnete und schrittweise Rückzug aus dem Kosovo kann dabei als Vorbild dienen.“

Verteidigungsminister Franz Josef Jung hielt in der taz dagegen: „ Sobald Afghanistan an die Taliban zurückfällt, hat das auch Terror für die Welt zur Folge. Die Bundeswehr sorgt deshalb auch unmittelbar für die Sicherheit der deutschen Bevölkerung.“

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