Politische Kontakte auch im Urlaub

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Treffen mit Peter Struck (v.l.n.r.): Oliver Habekost (SPD Main-Kinzig-Kreis), Silke Weiler (SPD Teublitz), Peter Struck, Eva Hesselbach (SPD Rottendorf), Roman Niederberger.

Piding - Eine Woche Urlaub auf der Insel Malta hat der heimische SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger nicht nur zur Erholung, sondern auch zu politischen Kontakten genutzt.

Gemeinsam mit SPD-Freunden aus Franken, der Oberpfalz und Hessen traf er sich mit Vertretern der Maltese Labour Party, der sozialdemokratischen Schwesterpartei der SPD auf der Mittelmeerinsel. Neben Gesprächen mit maltesischen Abgeordneten und dem deutschen Botschafter in Valletta kam es auch zu einem Treffen mit dem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Peter Struck.

Bei den Gesprächen zeigte sich schnell, dass trotz der Entfernung und der unterschiedlichen Dimensionen – Malta hat nur ca. 415.000 Einwohner – manche Themen die beiden Länder verbinden. „Nach den offiziellen Statistiken sind Deutschland und Malta sehr gut aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Die soziale Realität ist aber eine andere“, stellte Kahmenu Vella, der Schatten-Finanzminister der Labour Party dar. Steigende Energiekosten, ein Arbeitsmarkt mit einem großen Niedriglohnsektor und ein Gesundheitssystem, bei dem Wartezeiten von drei Jahren auf eine Knieoperation keine Seltenheit sind, gehören zum Leben auf Malta. „Energiepolitik, Gesundheitsreform und ein anständiger Mindestlohn: als deutscher Sozialdemokrat kommen einem diese Themen bekannt vor“, meinte Roman Niederberger.

Besuch beim deutschen Botschafter in Valetta (v.l.n.r.): Roman Niederberger, Eva Hesselbach, Bernd Braun, Silke Weiler, Oliver Habekost.

Vor neue Herausforderungen stellen die maltesische Politik die Krise in Lybien und der zunehmende Flüchtlingsstrom aus Afrika. „Diese Fragen können nur in einem gesamteuropäischen Rahmen gelöst werden – und auf diese Solidarität innerhalb der EU sind wir als Malteser auch angewiesen“, stellte der stellvertretende Vorsitzende der Labour Party, Toni Abela, fest. Zu dem Gespräch mit ihm kam auch der ehemalige Bundesverteidigungsminister und neue Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Peter Struck, hinzu, der zufällig gemeinsam mit seiner Frau eine größere SPD-Reisegruppe aus Rheinland-Pfalz auf die Insel begleitete.

Wie groß die kulturellen Unterschiede zwischen Mitgliedsstaaten der EU sein können, stellte sich bei einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter Bernd Braun heraus. Er wies auf das am 28. Mai auf Malta anstehende Referendum hin. Die Einwohner entscheiden dann darüber, ob eine zivile Scheidung ermöglicht wird. Bisher ist eine Ehescheidung auf der Insel nicht möglich; die Ehe kann nur von der katholischen Kirche annulliert werden.

Pressemitteilung SPD BGL

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