Über Hilfen für „Pflege im Alter“ informieren

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„Viele Bürger sind nur unzureichend über die Möglichkeiten informiert und verzichten so unfreiwillig auf Leistungen, die ihnen zustehen und helfen, das Leben etwas angenehmer zu gestalten“, machte Maria Nitzinger, Leiterin der AOK Pflegekasse in Bad Reichenhall, deutlich.

Bad Reichenhall - Der Gesetzgeber hat eine ganze Reihe von Hilfen für „Pflege im Alter“ ermöglicht, die meisten über die Pflegekasse. Diese zeigte die AOK bei einem Informationsabend auf.

„Viele Bürger sind nur unzureichend über die Möglichkeiten informiert und verzichten so unfreiwillig auf Leistungen, die ihnen zustehen und helfen, das Leben etwas angenehmer zu gestalten“, machte Maria Nitzinger, Leiterin der AOK Pflegekasse in Bad Reichenhall, bei einem Informationsabend in der Tagespflege deutlich. Thomas Dietel, Einrichtungsleiter ergänzt: „Bei der Pflege ist vieles in Bewegung und mit der Vernetzung verschiedener Betreuungsformen ist auch für pflegende Angehörige eine Entlastung zu schaffen.“

„Grundlage für Hilfsleistungen durch die Pflegekasse ist die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit durch den „Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).“ Dafür muss zunächst ein Antrag gestellt werden, den man bei der Kasse einreicht. Daraufhin erfolgt ein Besuch des MDK um den Grad der Pflegebedürftigkeit zu bestimmen. Von der Antragstellung bis zum verbindlichen Bescheid müssen Sie mit einem Zeitfenster von etwa vier Wochen rechnen“, informiert Maria Nitzinger. „Es werden die Zeiten in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung erfasst. So sind für die Ganzkörperpflege etwa 20 Minuten angesetzt“, so die Referentin. Schnell aber wurde deutlich, dass die 20 Zuhörer bereits ihre eigenen Erfahrungen mit den Pflegestufen gemacht haben.

So seien 20 Minuten für eine Ganzkörperpflege mit Aus- und Ankleiden, gutem Zureden und Hilfestellungen nicht zu schaffen. „Auch werden Arztfahrten oder das Vorbereitung der Medikamente gar nicht erfasst“, moniert eine Dame. „Umso wichtiger ist es,“ so die AOK-Referentin, „dass sie ein Pflegeprotokoll erstellen, also genau erfassen, welche Arbeiten sie wie oft und in welcher Zeit für die Pflegeperson verrichten, bevor der MDK sie besucht,“ rät Maria Nitzinger.

Das ganze Ausmaß der möglichen Hilfen wurde schnell deutlich, als die Referentin von kombinierten Leistungen, Tages- und Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Betreuungsleistungen, Umbaumaßnahmen und der vollstationären Pflege sprach. Thomas Dietel informierte zur 150-Prozent- Regelung. „Sie können die Tagespflege zum Beispiel zweimal wöchentlich, bei einem ganz geringen Eigenbeitrag, für einen ganzen Tag nutzen, ohne dass sie dabei die Grundleistungen aus den Pflegestufen in Anspruch nehmen müssen.“ Weitere Leistungen wie finanzielle Hilfen bei schwerer Demenz eines engen Angehörigen oder das Übernehmen der Leistungen an die Sozialversicherungen im begrenzten Rahmen, wenn für einen Akutfall ein unbezahlter Sonderurlaub genommen wird, sind möglich.

Für eine ausführliche Beratung hat die AOK in Bayern 39 Berater eingesetzt, die individuell und der jeweiligen Situation entsprechend beraten, informieren und helfen. Eine gute Adresse sei ebenso der Gesundheitsratgeber der Kasse unter www.aok-gesundheitsnavi.de. Auch die Tagespflege Bad Reichenhall in der Mozartstrasse, Telefon: 9650048) hilft weiter „und für ein persönliches Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung“, signalisiert Thomas Dietel seine Hilfsbereitschaft.

Pressemeldung Domus Mea Management GmbH

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