Pärchen aus Bergnot gerettet

Bad Reichenhall/Piding – Einsatzkräfte der Bergwacht haben am Mittwochnachmittag ein Pärchen aus Würzburg vom Staufen aus Bergnot gerettet.

 Die Frau und der Mann waren am Vormittag von der Steiner Alm aus über den Normalweg aufgestiegen. Rund 200 Meter unterhalb des Gipfels mussten sie im Bereich des so genannten kalten Lochs ein größeres Schneefeld queren, wobei sie bis zu den Oberschenkeln einsanken.

Den weiteren Aufstieg trauten sie sich trotz guter Ausrüstung nicht mehr zu, weshalb sie kurz nach 12 Uhr per Handy bei der Integrierten Leitstelle Traunstein einen Notruf absetzten, die daraufhin die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger alarmierte. Zwei Einsatzkräfte stiegen über die Nordseite zu den in Not Geratenen auf, führten sie bis zum Reichenhaller Haus und stiegen dann mit ihnen über die Bartlmahd zur Padinger Alm ab. Im Anschluss wurden die Unverletzten zu ihrem Auto in Urwies zurückgebracht. Die Bergwacht war rund fünf Stunden lang gefordert.

Lichtzeichen am Staufen haben während der vergangenen Wochen immer wieder Bergwacht und Polizei gefordert: Auch am Mittwochabend meldeten besorgte Bürger Blinklichter im Bereich der Goldtropfwand bei der Polizeieinsatzzentrale, die daraufhin eine Streifenbesatzung zur Abklärung losschickte. Da sich die Lichter talwärts bewegten gingen die Beamten und die Bergwacht schließlich davon aus, dass keine Notlage vorliegt. Laut Polizei nutzen Bergwanderer immer häufiger starke Stirnlampen und sind in der Dunkelheit noch unterwegs. Tatsächliche Notfälle, in denen Bergsteiger mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam machen, liegen aber äußerst selten vor. Polizei und Bergwacht müssen trotzdem jede Mitteilung ernst nehmen und zum Teil sehr aufwändige Nachforschungen anstellen.

In einer Notlage sollte man das Alpine Notsignal verwenden: Sechs mal in der Minute, also alle zehn Sekunden ein Licht-, Laut- und Winkzeichen absetzen, danach eine einminütige Pause einhalten und wieder von vorne beginnen, bis jemand antwortet oder Hilfe eintrifft. Das Antwortsignal der Helfer für eingeleitete Rettungsmaßnahmen setzt sich aus Licht-, Laut- oder Winkzeichen zusammen, die dreimal in der Minute, also alle 20 Sekunden auftreten. Die Polizei empfiehlt: Eine telefonische Vorinformation der Nachtwanderer bei der örtlichen Polizeidienststelle oder bei der für die Alarmierung der Bergwacht im BRK zuständigen Integrierten Leitstelle (Notruf 112) könnte so manch überflüssige Alarmierung vermeiden.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

Rubriklistenbild: © dpa

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