Österliches aus der Arbeitstherapie

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Auf dem Ostermarkt gab es viele handwerkliche Arbeiten zu bestaunen.

Hallthurm - Auf dem Ostermarkt präsentierten die Bewohner des Sozialtherapeutischen Zentrums ihre selbst gefertigten kreativen und handwerklichen Arbeiten.

Gefühlt ist es wie mit den Schokoladen-Nikoläusen und den Schokoladen-Osterhasen: kaum ist der Weihnachtsmarkt im Dezember abgeschlossen, schon wird die Produktion auf Ostern umgestellt. Statt Engeln und Sternen entstehen dann Hasen, Ostereier und Pflanzkübel, die in einem zweiten Schritt in farbenfrohen leuchtenden Farben angemalt werden.

Für die Bewohner der Sozialtherapeutischen Zentren Hallthurm und Untersberg ist die Arbeitstherapie in der Werkstatt ein Stück reale Arbeitswelt.

Schon das Aufstehen am Morgen, frühstücken und „in die Arbeit gehen“ ist Teil der Therapie, soll den Tag strukturieren und die Alltagsfähigkeiten des täglichen Lebens fördern. Die Rehabilitation im psychischen Bereich erstreckt sich auch auf das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Auch soziale Kompetenz und Kritikfähigkeit werden geübt.

Die jungen Bewohner der Einrichtung haben meist eine harte Lebensgeschichte hinter sich. Entweder mit einer Schizophrenie geboren, oder mit einer durch Drogenmissbrauch entwickelte Psychose kommen sie nach Hallthurm. Enge Strukturen geben ihnen Halt und helfen wieder in einen geregelten Alltag zu finden.

Ein weiterer Therapieerfolg stellt sich ein, wenn die selbstgefertigten Produkte einen Abnehmer finden und die kreative Arbeit somit in der Gesellschaft Anerkennung findet. Die Bewohner hatten beim diesjährigen Ostermarkt wieder die Möglichkeit die selbstgefertigten Produkte der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Werkstatt war zum Verkaufsraum umgestaltet und mehr als 200 Unikate wurden präsentiert. Der Medienraum gleich nebenan ist in ein Café verwandelt worden und lud zum verweilen ein. Kaffee und Kuchen konnten sich die Marktbesucher auch mit in den Garten nehmen. Hier wurde zudem Palmbuschen binden angeboten. Partner der Einrichtung hatten sich nicht lumpen lassen und für die Tombola reichlich Preise gespendet. Ein Mountainbike als Hauptpreis (gesponsert vom “Freundeskreis Domus Mea Gruppe e.V.”) im Wert von 200 Euro wurde von Frau Christine Baum-Pristavnik gewonnen.

Pressemitteilung Domus Mea Management GmbH

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