Ortsteilversammlung der CSU in Marzoll

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Marzoll - In der Ortsteilversammlung der CSU stellte der OB Dr. Lackner nochmals sein Programm für die nächste Wahlperiode vor. Auch andere Themen standen auf der Tagesordnung:

Die Ortsvorsitzende Stephanie Kunz eröffnete die Versammlung im Namen der CSU und erinnerte zunächst an die positive Entwicklung der Stadt Bad Reichenhall in den letzten sechs Jahren der Amtsperiode von Dr. Herbert Lackner und erteilte somit gleich dem amtierenden Oberbürgermeister das Wort zur Vorstellung seines Konzeptes für die kommende Wahlperiode.

Zunächst präsentierte Dr. Lackner das Erreichte seiner Amtszeit: Von der Sanierung der Sporthalle an der Münchner Allee, der Mittelschule St. Zeno und dem Stadtmuseum über den Ausbau der Fernwärmeversorgung bis zum Neubau des Sport- und Familienbades, das nach Lackners Ansicht „Bad Reichenhall sehr gut zu Gesicht steht“. Hier besteht nun nicht nur die Möglichkeit für Einheimische und Besucher das Bad für sich zu nutzen, sondern auch die Möglichkeit für Vereine und Schulen, Schwimmen wieder als Sport in Bad Reichenhall anzubieten. Besonders erfreulich ist zudem, dass der Freistaat Bayern finanziell langfristig bis 2023 an Bad Reichenhall und das Sport- und Familienbad gebunden worden ist. Vor allem für das Stadtmuseum hätte es durch die ermöglichte Förderquote von ca. 60% keinen besseren Zeitpunkt für die Sanierung geben können. Ebenso wurde, erfreulich gerade für die anwesenden Marzollerinnen und Marzoller, das Freibad in Schwarzbach generalsaniert. Ein Musterbeispiel für gelungene Kooperation zwischen der Stadt und den Vereinen stellt der Ausbau des Marzoller Trachtenhauses dar. Dort haben ehrenamtlich Tätige mit ideeller und finanzieller Unterstützung der Stadt das Projekt mit viel Fleiß verwirklicht. „Eine schöne Stadt ist das eine, Handeln das andere!“ verdeutlichte Lackner den Grund für seine zupackende Art.

Somit spannte Lackner nun den Bogen zu seinen Vorstellungen für die kommenden acht Jahre. Ein großes Anliegen ist Lackner die Stärkung der

Innenstadt. Hierzu soll neben der attraktiven Ausrichtung des Stadtmuseums auch die Schaffung einer neuen Bahnhaltestelle „Stadtmitte – Stadtmuseum“ helfen. Doch nicht nur eine neue Haltestelle soll geschaffen werden, sondern der Bad Reichenhaller Hauptbahnhof soll auf Bitte der Stadt hin barrierefrei ausgebaut werden. Ebenfalls werden Anstrengungen getätigt, um einen Investor für den Bau des Thermenhotels zu finden. Bad Reichenhall besitze zwar gute Gastgeber, jedoch, so Lackner, „bringen gerade neue Hotels auch einen neuen Schub“ für den Tourismusstandort Bad Reichenhall. Des weiteren bestätigte Lackner ein ernsthaftes Interesse eines Investors an der Predigtstuhlbahn, doch stellte er klar, dass „noch viel zu machen“ sei. Ebenfalls positiv sei die Beteiligung der Stadt an erneuerbaren Energien. Hier seien die Stadtwerke grundsolide aufgestellt und dazu noch zu 100% in eigener Hand.

Für den Ortsteil Marzoll ist die Internetbreitbandversorgung ein heißes Thema und sorgt für Gesprächsstoff. Hier verwies Lackner auf die Lösung der österreichischen Firma XLINK. Diese Internetanbindung mittels Funk, die mittlerweile auch der Kindergarten und die Grundschule in Marzoll nutzen, ist, so Lackner, „finanziell überschaubar“ und funktioniert, laut eines Marzoller Bürgers „einwandfrei“. Es wird aber auch weiterhin an einer langfristigen Lösung für Geschäfts- und Privatkunden gearbeitet, die in Kooperation mit der Salzburg AG erfolgen soll. Diese verlegt bereits Leitungen nach Marzoll. Weiters griff Lackner den vor einiger Zeit geäußerten Wunsch gegen den Autobahnvollanschluss Marzolls auf. Es werde „nicht über den Kopf der Kommune entschieden“ und damit wohl keinen Vollanschluss geben. Hiermit beendete Lackner seine Ausführungen und die Diskussion konnte eröffnet werden.

Zu Beginn der Diskussion war das Sport- und Familienbad und dessen Preispolitik das Gesprächsthema. Hierzu erläuterte Lackner, dass bereits ein gutes Angebot mit Sportler-, Familien-, Früh- und Abendkarten besteht. Darüber hinaus sollen gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Rupertus Therme Dirk Sasse weitere Angebote vorangetrieben werde. Außerdem bezahlt die Stadt den Reichenhaller Schulen den Eintritt für ihren Sportunterricht.

Im weiteren Verlauf der Fragerunde kam das Thema um den Abfallwirtschaftsbetrieb MSP zur Sprache. Dazu wurde unter anderem das Vorgehen der Firma von einem Vertreter der Bürgerinitiative angeprangert. Infolgedessen stellte Lackner fest, dass die Vorstellungen von MSP nicht konform mit denen eines Kurortes sind. Daher wurde das kommunale Einvernehmen im Stadtrat schon zwei Mal verweigert. Somit sind die vorgesehenen Planungen von MSP in dieser Form abgelehnt. Es soll eine Lösung im Sinne der Anwohner gefunden werden und die Gewerbegebiete sollen nachbarschaftsverträglich genutzt werden, so Lackner. Ebenfalls sei ein

effektives Zusammenarbeiten mit der Bürgerinitiative sinnvoll: „Ich wünsche mir, dass wir das gemeinsam angehen und Sie sich konstruktiv beteiligen“ sagte Lackner an die Vertreter der Bürgerinitiative gewandt. Auf Nachfrage eines Bürger verdeutlichte Lackner, dass die Stadt als Genehmigungsbehörde keine konkreten Zusagen an MSP gemacht hat. Also können -anders als von der FWG kurz zuvor in Marzoll behauptet- auch keine Schadensersatzforderungen der Firma MSP gegen die Stadt Bad Reichenhall geltend gemacht werden. Dies sei vor der Abstimmung im Stadtrat auch klar vom Rechtsrat der Stadt gesagt worden.

Auf die Frage hin, ob bei der neu sanierten Sporthalle an der Münchner Allee ebenfalls auf erneuerbare Energien gesetzt wird, erläuterte Lackner, dass die Halle durch die Sanierung gedämmt wurde und dadurch schon viel eingespart werden könne. Ebenfalls ist das neue Dach für den Einsatz von Solaranlagen vorbereitet und kann bei Bedarf nachgerüstet werden. Alle Fraktionen hätten für dieses Vorgehen gestimmt – hinterhergeschobene Kritik von beteiligten Personen sei also vollkommen fehl am Platz.

Großen Unmut gibt es in der Bürgerschaft über das Verhalten etlicher Hundebesitzer in der Saalachau. So fühlen sich viele Spaziergänger, Radfahrer oder Sportler eingeschränkt und wünschen sich Besserung. Als Vorbild wurde das Beispiel aus der österreichischen Gemeinde Wals herangezogen, wo Hunde generell an der Leine geführt werden müssen. Die Anwesenden sprachen sich für eine ähnlich unbürokratische Lösung dieses Problems – stichprobenartig kontrolliert und sanktioniert mit spürbaren Strafen. Dr. Herbert Lackner wird sich dieses Themas annehmen und beendete damit die Veranstaltung dankend für eine tolle Diskussion und die rege Teilnahme der Marzollerinnen und Marzoller.

Pressemitteilung CSU Ortsverband Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © dpa

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