Obermeister fordert Beschäftigungssicherung

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Jahreshauptversammlung der Innung Sanitär- und Heizungstechnk Berchtesgadener Land am Montag Abend in Bad Reichenhall: Hubert Dostthaler (2. von links) von der Firma Viega GmbH & Co KG, Bad Feilnbach sensibilisierte die anwesenden Firmenvertreter zum Thema Trinkwasserhygiene, Rainer Bindig, Betriebsberater der Handwerkskammer für München und Oberbayern informierte über wichtige Vorsorge- und Vollmachtsregelungen im privaten und betrieblichen Bereich. Rechts der Innungsobermeister Stefan Follmer aus Freilassing, links sein Stellvertreter Horst Pretzsch aus Berchtesgaden.

Bad Reichenhall - Bei der Jahreshauptversammlung der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung meinte Obermeister Stefan Follmer: "Ich vermisse verstärkte Impulse zur Beschäftigungssicherung für das Handwerk."

Gerade auch der Stopp des „Marktanreizprogramms“ für Erneuerbare Energien durch das Bundesfinanzministeriums sei kontraproduktiv. „Die schwarz-gelbe Politik ist alles andere als erfreulich für das Handwerk“ so der Obermeister.

Problematisch sei für die Handwerkervertretung die Entwicklung der eigenen Innungsfinanzen, die eine leichte Anpassung erforderlich mache, erläuterte er. „Aber unserer Innung geht es Gott sei Dank besser als den Staatsfinanzen“ sagte er leicht ironisch. Er schlage unter anderem eine maßvolle Erhöhung des Grundbeitrages um 20,-- Euro pro Jahr vor.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Wittenzellner, legte im Anschluss die Jahresrechnung 2009 sowie den Haushaltsplan 2010 vor, die von den anwesenden Innungsmitgliedern auch mit der künftigen Erhöhung einstimmig beschlossen wurden.

Anschließend erfolgte die Wahl der Rechnungsprüfer: Markus Laimgruber aus Berchtesgaden und Thomas Schwaiger aus Marktschellenberg wurden wiederum im Amt bestätigt.

Verschärfte Hygieneverordnungen für Trinkwasser

Hubert Dostthaler von der Firma Viega GmbH & Co KG, Bad Feilnbach sensibilisierte die anwesenden Firmenvertreter zum Thema Trinkwasserhygiene auf Basis der TW Novellierung 2013, Es werde künftig eine höhere Anforderung an die Trinkwassergüte gestellt. „Hier ist es Zeit geworden, dass man reagiert“ machte er klar, dass es sich hier um keine Verkaufsinitiative der Industrie handle. Künftig seien hier jährliche Prüfungen in öffentlichen und gewerblichen Gebäude gesetzlich vorgeschrieben. Wundkeime (Pseudomonas aeruginosa) und die Legionärskrankheiten seien wachsende Hygienegefahren mit möglicher Todesfolge, die verstärkte Prüfungen erforderlich machen würden.

Rainer Bindig, Betriebsberater der Handwerkskammer für München und Oberbayern erläuterte den Innungsmitgliedern, die Gefahren, die in einer ungeregelten Vertretungs- und Vollmachtsregelung liege, wenn Krankheit oder Tod des Firmeninhabers den Fortbestand des Betriebes gefährdeten.

awi

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