Notfall im Kurgastzentrum

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Bad Reichenhall - Mit einem groß angelegten Szenario haben am Samstagvormittag etwa 300 Helferinnen und Helfer im Kurgastzentrum in Bad Reichenhall den Ernstfall geübt.

Durch einen Brand im Foyer des Theaters im Kurgastzentrum Bad Reichenhall werden mehrere Menschen verletzt. Auf Grund der starken Verrauchung müssen die Besucher des voll besetzten Theaters sowie die Gäste der Spielbank evakuiert werden. Durch das große Aufgebot an Einsatzfahrzeugen werden die Straßenzüge rund um das Kurgastzentrum stark in Anspruch genommen.

Gegen 9 Uhr setzt ein Passant einen Notruf ab, nachdem es kurz davor zu dem fiktiven Unglück gekommen war. Während die ersten Rettungskräfte von Feuerwehr und Wasserwacht versuchen, zum Brandherd zu gelangen, helfen die Mitarbeiter der Kur GmbH und der Spielbank den betroffenen Gästen, gefahrlos das Gebäude zu verlassen.

„Gerade die Planung und Abstimmung der Erstmaßnahmen spielt eine wichtige Rolle in der Anfangsphase eines Schadensfalles“, erklärt Kurdirektorin Gabriella Squarra. Das Zusammenspiel zwischen öffentlich-rechtlicher und privater Hilfe war daher ein zentrales Anliegen der Übung.

Für Kreisbrandrat Rudi Zeif stellt sich schnell heraus, dass eine einheitliche Führungsorganisation aufgebaut werden muss. Als Katastrophenschutzbehörde stellt das Landratsamt daher das Bestehen eines Großschadensereignisses fest und bestellt den Kreisbrandrat zum Örtlichen Einsatzleiter. Im Landratsamt nimmt eine Koordinierungsgruppe ihre Tätigkeit auf, die unter anderem überörtliche Anforderungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit koordiniert. Vertreter der Stadt und der Polizeiinspektion Bad Reichenhall lenken den Verkehr ebenso wie die zahlreichen Zuschauer in geordnete Bahnen.

Brand im Kurgastzentrum

Das komplexe, schwierige Schadensereignis erfordert eine hohe Flexibilität und Bereitschaft zur Zusammenarbeit von allen Beteiligten. „In den meisten Einsatzabschnitten arbeiten mehrere Organisationen gleichzeitig“, weiß Kreisbrandmeister Walter Niederbauer, bei dem als Übungsleiter alle Fäden zusammen laufen. „Während die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr noch Verletzte aus dem Gebäude bergen, kümmert sich der Rettungsdienst um die Erstversorgung der Patienten. Gleichzeitig muss die Auskunfts- und Vermisstenstelle der Polizei bereits auf Anrufe von Angehörigen vorbereitet sein. Daher erfassen Sanitätseinsatzleitung und Kriminalpolizei gemeinsam alle verfügbaren Daten der Betroffenen, gleichen sie ab und stellen sie für gezielte Auskünfte bereit.“

„Alle Organisationen haben bei dieser Übung ihren hohen Ausbildungsstand bewiesen“, lobt Abteilungsleiter Christoph Abreß vom Landratsamt. Neben der fachlichen Qualifikation sei vor allem das kameradschaftliche Miteinander über die Organisationsgrenzen hinweg hervor zu heben. Ein besonderer Dank gelte aber auch der Kur GmbH Bad Reichenhall - Bayerisch Gmain sowie der Spielbank Bad Reichenhall, die sich in vorbildlicher Weise um ihr betriebliches Krisenmanagement kümmerten.

Pressemitteilung LRA BGL

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