Neueste Technik in der Alten Saline

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Geschäftsführer Rudolf Einöder und Dr. Kroker sind überzeugt von den Vorteilen des neuen MRT.

Bad Reichenhall - Damit sich ihre Patienten zukünftig besonders wohl fühlen, hat das Radiologische Zentrum von Dr. med. Kroker, Dr. med. Leipold und Peter Mihm in einen neuen Kernspintomographen mit offenem Design investiert.

Es ist der erste im ganzen Landkreis. Vor allem für Menschen mit Platzangst verspricht dieser weitaus angenehmere Untersuchungen. Aber nicht nur das Design überzeugt am neuen MRT (Magnetresonanz- oder Kernspintomograph), sondern auch die fortschrittliche Technik dahinter. Für die MRT-Behandlung muss der Patient nichts zahlen, da die Kosten vollständig von der Kasse getragen werden. Der Patient wird an die Radiologie lediglich vom Hausarzt oder einem anderen Facharzt überwiesen. Patienten, die unter Platzangst im Kernspintomopgraphen leiden, bekommen ein leichtes Beruhigungsmittel. Dieses wird ebenfalls von der Kasse gezahlt. Der Patient sollte allerdings nach der Behandlung nicht allein nach Hause gehen, sondern sich abholen lassen.

Der Kernspintomograph wird allein mit natürlichen Kältemitteln gekühlt – das ist deutschlandweit einmalig. Rund eine Million Euro kostet ein moderner, leistungsstarker Kernspintomograph mit sogenanntem „Open Bore“. Zehn Zentimeter größer ist die Öffnung im Gegensatz zu herkömmlichen MRT-Anlagen. Und bei nur 125 Zentimeter Länge können 60 Prozent aller Untersuchungen mit dem Kopf des Patienten außerhalb des MRT durchgeführt werden.

„Damit können wir Platzangst-Attacken auf ein Minimum reduzieren“, erzählt Dr. Kroker. Der neue MRT überzeugt aber nicht nur auf Patientenseite, sondern auch in technischer Hinsicht. Da der Magnet des MRTs ständig gekühlt werden muss, ist der Strom- und Energieverbrauch meist sehr hoch. Zudem werden MRT-Magnete bisher ausschließlich mit chemischen Mitteln gekühlt, was unter ökologischen Gesichtspunkten, vor allem im Hinblick auf den CO2-Ausstoss, nicht zukunftsweisend ist. Deshalb hat sich die Radiologiepraxis für eine Kühlung auf Basis natürlicher Kältemittel entschieden.

Zum Einsatz kommt hier Kaltsole. Damit wird nicht nur der Magnet gekühlt, sondern auch die komplette Klimatisierung des Ärztehauses in der Alten Saline geregelt. Zudem werden über die Wärmerückgewinnung bis zu 75 Prozent der nötigen Heizwärme für den Komplex gewonnen.

(v.l.n.r.) Burkhard Dunst, Frigoteam Handels GmbH, Andreas Paulweber, Architekt, Dr. med. J. Heinrich Kroker, Radiologe, Johann Riess, Inhaber der Alten Saline, Rudolf Einöder, Einöder GmbH, Anton Graßmann und Alexander Graßmann, Planungsbüro Graßmann

Die neuen, modernen Räumlichkeiten hat das Radiologieteam erst vor wenigen Monaten bezogen. „In unseren alten Räumen im Krankenhaus ist es einfach zu eng geworden“, erzählt Dr. Kroker. Dass die Entscheidung pro natürliche Kühlung fiel, lag nicht zuletzt an der Firma Einöder, welche nach einer Ausschreibung den Auftrag für die Umsetzung der Kältetechnik erhielt. „Natürliche Kältemittel sind die Zukunft: Sie sind effizient, nachhaltig und reduzieren wirksam den Treibhauseffekt“, so Geschäftsführer Rudolf Einöder.

Der Kälteklima-Spezialist aus Siegsdorf ist einer der Vorreiter in der Installation von Anlagen mit natürlichen Kühlmitteln. „Wir raten unseren Kunden bereits seit langem zum Einsatz natürlicher Kältemittel, da diese gut 50 Prozent Energieersparnis in der Stromaufnahme mit sich bringen und auch wartungsärmer sind“, erklärt Einöder. Seit 2008 fördert die Bundesregierung zudem mit dem „Impulsprogramm für Klimaschutz an gewerblichen Kälteanlagen“ bis zu 35 Prozent der Installationskosten. Die Gesamtinvestition von circa 200.000 Euro für die Kälteanlage - gut 20 Prozent mehr als für herkömmliche Anlagen – macht sich durch Förderung und Energieersparnis so bereits nach kurzer Zeit bezahlt.

„Wir mussten nicht lange überzeugt werden, da uns der ökologische Gedanke auch privat nicht fremd ist und das ganze Konzept nicht nur durch seine Nachhaltigkeit, sondern auch im Kosten-Nutzen-Verhältnis überzeugt“, so Dr. Kroker, der mit der Investition in die Zukunft äußerst zufrieden ist. Der Ausgangspunkt dafür, dass sich das Untergeschoß der Radiologie zu einer Kälte-, Heiz- und Lüftungszentrale entwickelt hat, wurde bereits in den Vorplanungen zur Umgestaltung der Alten Saline gelegt. Hier hatte das Radiologieteam Gelegenheit, seine Wünsche für die neuen Praxisräume einzubringen.

„Dabei stellten wir zunächst einmal fest, dass die Größenordnung der geplanten Radiologie unser Konzept zur Sanierung der Alten Saline an die baulichen und finanziellen Grenzen bringen würde“, sagt Anton Grassmann vom Planungsbüro. Gemeinsam mit dem Inhaber der Alten Saline, der Projektentwicklung – Bauträger GmbH Riess & Herrenreich – sowie dem Architekten Andreas Paulweber ist dann der Plan zu einer ganzheitlichen Lösung für das Ärztehaus gereift. „Natürlich schaut man auf die Kosten, aber uns war wichtig, dass die Lösung langfristig effizient und nachhaltig ist“, erklärt Grassmann. Denn für die Umsetzung des Projekts musste der alte Keller wieder hergestellt werden. Dieser wurde zu früherer Zeit komplett zugeschüttet und ein neuer Keller mit über 220 m2 musste errichtet werden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse „haben wir das Maximale auf minimalem Raum erreicht“ so Architekt Andreas Paulweber, der die schwierige Aufgabe Denkmalschutz und Bauphysik unter einen Hut zu bringen, erfolgreich meisterte.

Pressemitteilung Einöder Kühl- und Schankanlagen

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