„Netzwerk der Hilfsbereitschaft“

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Der soziale Gedanke wird am Mitterfeldener Christkindlmarkt groß geschrieben, wie hier am Stand der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe.

Ainring - Vor einem Vierteljahrhundert aus der Initiative von jungen Menschen entstanden, feierte der Mitterfeldener Christkindlmarkt am vergangenen Sonntag sein 25-jähriges Bestehen und stand im Zeichen des sozialen Gedankens.

Über 20 ehrenamtliche Gruppen präsentierten am Pfarrzentrum Sankt Severin ein ideenreiches Angebot an den Ständen und ein stimmungsvolle Programm. Der Erlös kommt wie jedes Jahr der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, älteren, behinderten und benachteiligten Menschen zugute.

„Alle ehrenamtlich engagierten Teilnehmer bereichern mit diesem Netzwerk der Hilfsbereitschaft das kirchliche und gesellschaftliche Leben der Gemeinde“, freute sich Bürgermeister Hans Eschlberger bei der Eröffnung des Marktes nach dem Adventsgottesdienst. „Unser Dank gilt vor allem jenen, die den Mitterfeldener Christkindlmarkt seit einem Vierteljahrhundert mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerkes Jahr für Jahr in generationenübergreifender Gemeinschaftsleistung organisieren“, hob das Gemeindeoberhaupt die erstaunliche Kontinuität der sozialen Zielsetzung hervor.

Mit ihrem Lichtertanz und frohen Liedern begeisterten die Kinder vom Chor der Grundschule Feldkirchen-Mitterfelden.

Ein Angebot „mit Herz und Verstand“ erwartete die vielen Hundert Besucher im Hof und Saal des Pfarrzentrums. Die teilnehmenden Vereine, Gruppen, Schulen und Kindergärten zeigten mit selbstgebastelten Geschenken, stimmungsvollen Ideen und vorweihnachtlichen Schmankerln das Ergebnis wochenlanger Vorbereitung. Dabei setzt die Mitterfeldener Christkindlmarkt-Gemeischaft bewusst ein Zeichen gegen den Kommerz in der Adventszeit. Alle Einnahmen kommen über die soziale Arbeit der Gruppen und den Mitterfeldener Christkindlmarkt-Fonds wohltätigen Zwecken zugute.

„Die Veranstaltung bietet vor allem auch Kindern und Jugendlichen ein positives Erlebnis. Sie können zeigen, was sie gemeinsam geschafft haben und erhalten Anerkennung für ihren Einsatz. Dabei lernen sie auch, sich für eine gute Sache zu engagieren“, erklärte etwa Konstantin Krause, Stammesvorstand der Mitterfeldener Pfadfinder. Die „Pfadis“ waren es auch, die den Markt vor 25 Jahren ins Leben riefen und bis heute die Organisation im Hintergrund übernehmen. Aus dieser Initiative ist längst eine Gemeinschaftsveranstaltung aller Ehrenamtlichen in der Gemeinde geworden.

Kinder und Familien standen auch im Mittelpunkt des kulturellen Programms. Der Nikolaus von der Hochstaufener Pass besuchte den Markt mit seinen Engeln gleich zweimal und bescherte die kleinen Besucher mit Süßigkeiten. Der Elternbeirat des Kindergartens Sankt Raphael zeigte den Kindern mit seinem weihnachtlichen Kasperltheater die humorvolle Seite des Advents und die Bläser der Musikkapelle Thundorf-Straß spielten unter freiem Himmel im Pfarrhof.

Mit ihrem Lichtertanz und fröhlichen Liedern zauberten die Kinder vom Chor der Grundschule Feldkirchen-Mitterfelden ein Strahlen auf die Gesichter der Besucher im Pfarrzentrum. Nur zwei Wochen nach seiner Gründung hatte der Chor am Mitterfeldener Christkindlmarkt seinen ersten großen Auftritt und begeisterte die Zuhörer sofort. Hans Resch las im Anschluss weihnachtliche Geschichten und wurde dabei von der Cousinen-Musi begleitet.

Andreas Hänsch

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