EuRegio-Nahverkehrskommission fasst erste Beschlüsse

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v.l.n.r.: Steffen Rubach, Johann Wick, Ludwig Heigermoser, Landrat Georg Grabner, Richard Kobler, Josef Schild, Michael Schmidt, Lars Holstein, Michael Behringer, Heinz Reischl, Birgit Neudeck, Karl-Heinz Löw, Dr. Thomas Birner, Helmut Zöpfel, Johann Ramstötter, Gerhard Wieland, Hannelore Bohm, Cornelius Neulinger, Georg Quentin, Andreas Datz, Thomas Prechtl, Helmut Grünäugl, Hans Zott, Armin Nowak, Joachim Heppe, Alois Perwein, Rudolf Schaupp, Bgm. Silvester Enzinger

Berchtesgadener Land - Die Nahverkehrskommission befürwortet eine Regionalstadtbahn Salzburg Bayern Oberösterreich und fordert zusätzliche Zugverbindungen vom Berchtesgadener Land nach Salzburg.

Fehlende Zugtrassen und eine nicht elektronisch angebundene Gleisweiche verhindern grenzüberschreitende Angebotsverbesserungen. Sorge bereiten dem Landkreis BGL rückläufige Fahrgastzahlen in den drei Nachtschwärmerlinien.

Auf Initiative von Landrat und EuRegio-Präsident Georg Grabner wurde die bestehende Nahverkehrskommission des Landkreises Berchtesgadener Land zu einer Nahverkehrskommission der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land - Traunstein erweitert. Im Landratsamt in Bad Reichenhall fand die erste Sitzung dieses EuRegio-Gremiums statt, welches eine beratende Funktion für die Entscheidungsträger hat und Themen in die Facharbeitsgruppe Verkehr der EuRegio einbringen kann.

Das Land Salzburg wurde durch die Salzburger Verkehrsverbund GmbH und die Salzburg AG/Salzburger Lokalbahn vertreten, der Landkreis Traunstein durch das Landratsamt Traunstein. Landrat Grabner: „Insbesondere zwei Ziele werden mit der neuen EuRegionalen Nahverkehrskommission verfolgt: Schaffung einer Plattform für Diskussionen über den ÖPNV in der Grenzregion S-BGL-TS und Förderung der grenzüberschreitenden Abstimmung von Verbesserungsmöglichkeiten.“

Mit der Regionalstadtbahn (RSB) Salzburg Bayern Oberösterreich soll ein kombiniertes Konzept aus Eisenbahn und Straßenbahn gemäß dem Vorbild Stadtbahn Karlsruhe umgesetzt werden. Wie Landrat Grabner berichtet, wurde die RSB jetzt bei einer Konferenz zum Masterplan für die Kernregion Salzburg zu einem Leitprojekt im Bereich Verkehr erhoben.

Der Schienenfahrplan für das Jahr 2011 war ein weiteres Thema. Für mehrere zusätzlich in Tagesrandlage bestellte Züge zwischen Freilassing und Salzburg seien nach Aussage der ÖBB keine Gleistrassen verfügbar. Allerdings könnte die Freischaltung einer Gleisweiche von Freilassing zum Container Terminal Salzburg für zahlreiche neue Gleistrassen sorgen, weil dann bisherige Umwegfahrten über Salzburg Gnigl entfallen würden. Landrat Grabner: „Der Landkreis BGL ist nicht bereit, die kostenfreie Radbeförderung in den ÖBB-Zügen zwischen Freilassing und Salzburg Hbf weiter zu finanzieren, wenn es zu keiner Verbesserung des Fahrtenangebotes kommt.“

Verkehrsmanager Johann Wick berichtet, dass alle drei Nachtschwärmerlinien im Landkreis BGL zurückgehende Fahrgastzahlen aufweisen. Im Zeitraum Januar bis September 2010 wurden auf der Linie 811 Freilassing – Königssee 7415 Nachtschwärmer-Tickets, auf der Linie 812 Oberteisendorf - Bad Reichenhall 1920 und auf der Linie 813 Kirchanschöring – Freilassing nur 1643 Tickets verkauft. Während im gleichen Zeitraum des Vorjahres insgesamt 12.907 Ticketverkäufe gezählt wurden, sank dieser Wert heuer auf 10.978 ab. „Insbesondere bei den Linien 812 und 813 kann eine Weiterführung nur mit wieder ansteigendem Zuspruch sichergestellt werden“, mahnt Wick.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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