I-System verhindert Kopfverletzungen bei Kids

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Crash-Test beim i-System

Mitterfelden - Oft führen fehlende Crash-Tests eines Kindersitzes zu schweren Kopfverletzungen bei Kindern. Das soll mit dem i-System verhindert werden:

Bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Kindergartens "St. Raphael" in Mitterfelden war auch die Kreisverkehrswacht Berchtesgadener Land zugegen. Die Anwesenheit hatte einen gewichtigen Grund, denn durch den Besuch des Festes vieler Eltern konnte auf eine neue Regelung zum Thema Kinderrückhaltesysteme im Auto aufmerksam gemacht und praxisnah vorgeführt werden.

Trotz der vielen unterhaltsamen Angebote bei diesem Jubiläum wurde auf der gemeindlichen Spielwiese der Aktion erfreulich großes Interesse entgegengebracht. Zum einen, weil anhand von Vorführungen situationsartig gezeigt wurde, was ruckartig im Auto passieren kann, wenn ein Kind in keinem ordentlichem Sitz untergebracht ist bzw. nicht angegurtet ist. Das besondere Interesse lenkte die regionale Kreisverkehrswacht unter Vorsitz ihres Vorstandes und Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht, Peter Starnecker, auf die neue i-Size-Regelung. In der aktuell gültigen Norm ECE R44/04, nach der Kindersitze auf ihre Sicherheit hin geprüft werden, sind keine Crash-Tests zum Seitenaufprallschutz vorgesehen. Und genau darauf sind viele schwere Kopfverletzungen bei den kleinen Beifahrern zurückzuführen.

Mit der neuen, europaweiten i-size-Verordnung werden seit Juli 2013 stufenweise folgende Punkte geregelt, auf die Peter Starnecker aufmerksam machte: Erhöhte Anforderungen an den Seitenaufprallschutz verbessern den Schutz von Hans- und Kopfbereich, künftig klarer definierte Größenangaben in cm erleichtern den Wechsel in die nächste Kindersitzgröße. Außerdem wurde hingewiesen, dass Kinder in den neu zugelassenen Sitzen erst ab einem Alter von 16 Monaten vorwärts befestigt werden dürfen.

Das Isofix-System zur einfacheren Installation von Kindersitzen im Auto wird gefördert, um das Risiko einer falschen Anwendung zu minimieren. Die nach i-size-geprüften Kindersitze sind erst seit kurzem erhältlich und Autos mit speziell gekennzeichneten Sitzplätzen könnten ab diesem Jahr auf den Markt kommen. Peter Starnecker wollte bei der Aufklärungsaktion über fach- und sachgerechte Kindersitze die Eltern jedoch keineswegs verunsichern, denn Sitze mit der ECE-R44-Zulassung dürfen weiterhin gekauft und verwendet werden. Vorerst gelten beide Regelungen parallel.

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