Studienpause mit militärischem Fokus in Mittenwald

Zu Besuch bei der Gebirgsjägerbrigade 23

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Aufstieg über die Ferrata der Alpspitze oberhalb von Garmisch-Patenkirchen.

Mittenwald/Bad Reichenhall - Angehende Gebirgsjägeroffiziere der Universitäten der Bundeswehr aus München und Hamburg konnten sich im Rahmen eines einwöchigen Aufenthalts im Juli ein Bild von der Gebirgstruppe und Ihren künftigen Aufgaben als militärische Führer machen.

Vorbild und führungsfähig zu sein, sind Eigenschaften, die Soldaten in der Bundeswehr, insbesondere in der Gebirgstruppe zu Recht von ihren Vorgesetzten erwarten dürfen. Daher waren auch dieses Jahr wieder studierende Offiziere und Offizieranwärter der Gebirgsjägertruppe von den Universitäten der Bundeswehr aus München und Hamburg zu Gast bei der Gebirgsjägerbrigade 23, um ein Bild davon zu bekommen, welche Anforderungen später auf sie als militärische Führer in Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Mittenwald zukommen. 

Die diesjährige Einladung zielte vor allem auf die Bewältigung von Gebirgsgelände ab. Da die Gebirgsjägerbrigade 23 mit der Brigadegefechtsübung „Berglöwe“ im Berchtesgadener Land in den Julitagen personell und infrastrukturell ausgelastet war, begaben sich die Teilnehmer dieses Jahr nicht nach Berchtesgaden, sondern in den Mittenwalder Raum. Während den Anfängern zunächst eine Basisausbildung zu Gute kam, durften die fortgeschrittenen Teilnehmer gleich zu Beginn eine Tour im Gebirge mit Klettersteiganteil genießen. Am zweiten Ausbildungstag wieder vereint, meisterten sie gemeinsam die Ferrata auf die Alpspitze oberhalb von Garmisch- Partenkirchen. Die über die Woche anherrschende Gewitterlage brachte die beiden Ausbilder aus Bad Reichenhall durchaus in Anspannung. Erfahrung sammeln heißt aber auch, in prekären Situationen richtig zu handeln und diese anschließend gemeinsam auszuwerten. So hatte eine Regendusche am zweiten Ausbildungstag mit Gewittergrummeln im Hintergrund durchaus auch etwas Positives, denn später werden die jungen Offiziere in der Gebirgstruppe mit anvertrauten Soldaten selbst ernsthafte Situationen in Übung und Einsatz zu meistern haben. Die Teilnehmer versicherten nach allen Erlebnissen der Woche, dass es für sie sehr lohnenswert war, sich unter dem Schutz erfahrener Ausbilder ausprobiert, Situationen erlebt und Entscheidungen getroffen zu haben. Mit Freude erwarten sie daher eine nächste Ausbildungswoche im Winter, die für den Januar 2019 geplant ist.

Bundeswehr / Johannes Schwegler

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