Sein Liebesbrief schlägt ein wie eine Bombe!

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München/Bayerisch Gmain - Eigentlich wollte Michael Birner aus Bayerisch Gmain seiner Freundin nur eine Freude bereiten. Doch er löste Großalarm bei der Polizei aus.

Dazu war seine Liebste am Ende des Tages richtig sauer. Eigentlich will der 20-jährige Abiturient Michael Birner aus Bayerisch Gmain seine Freundin Pia nur mit einem besonderen Brief überraschen, und dieser Brief soll nicht mit Briefmarken und Stempel verunstaltet sein. Darum steckt er das Pergament-Kuvert in ein zweites Kuvert, schickt dieses an eine Nachbarin von Pia in München und bittet sie, sie möge den Pergament-Brief Pia geben. Soweit der Plan. Die Überraschung für Pia entwickelt sich allerdings anders, als von Michael geplant. Ganz anders.

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Liebesbrief als Briefbombe verdächtigt

Seit Michael Pia vor eineinhalb Jahren bei einem Schülerkongress kennengelernt hat, schreibt er ihr Briefe. Aber nicht nur die Texte sollen Pia imponieren, sondern auch die Form der Überbringung. So schickt er zum Beispiel einen Brief an den Namen „Bernd das Brot“ mit einer Fantasieadresse, als Absender schreibt er die Adresse seiner Freundin aufs Kuvert. Und der Coup gelingt. Weil die Post „Bernd das Brot“ mit der nicht existierenden Adresse natürlich nicht finden kann, kommt der Brief zurück an den Absender, der auf dem Kuvert steht, und das ist Pia. Aktion gelungen.

Nun muss eine neue Idee her – es ist die mit dem Pergament. Die Nachbarin, die den Brief von Michael bekommt, kann den tieferen Sinn der Aktion offensichtlich nicht erkennen. „Sie hat offenbar Panik bekommen und ist mit dem Brief zur Polizei gegangen“, schildert Pia. Dorthin muss dann auch Pias Mutter, um den sonderbaren Brief zu erklären, nur, sie weiß ja auch nicht wirklich, was dahintersteckt. „Meine Mutter erzählte mir dann am Abend, dass die Polizei eine Briefbombe vermutet hat und dem Beamten die Angst wohl ins Gesicht geschrieben war.“

Der Mutter, einer ausgebildeten Schauspielerin, gelingt es zum Glück, die Sache herunterzuspielen: „Meine kleine Tochter hat da wohl einen Brieffreund in Bayerisch Gmain, und der hat sich da wohl einen Scherz erlaubt.“ Dann fordern die Beamten die Mutter auf, den Pergament-Brief zu öffnen. Spätestens jetzt war allen Beteiligten klar: die vermeintliche Briefbombe ist tatsächlich „nur“ ein Liebesbrief!

Die Polizei hat im Übrigen auch versucht, Michael Birner ausfindig zu machen, „es ist ihr aber deshalb nicht gelungen, weil ich beim Absender zwar die richtige Adresse, nicht aber meinen richtigen Namen, sondern meinen Facebook-Namen hingeschrieben habe.“ Bei Facebook mit Fantasie-Namen angemeldet zu sein ist durchaus üblich und auch erlaubt.

Michael kommt trotzdem nicht ungeschoren davon, denn der Ärger pflanzt sich von der Mutter auf die Tochter fort und entlädt sich am Abend dann bei ihm, „Du hast ja einen Knall, meine Mutter musste wegen deines Briefes zur Polizei und hatte mächtig Ärger!“, wettert Pia, Inzwischen haben sich die Wogen aber wieder geglättet, zumal sich der Romeo bei Pias Mutter – schriftlich – entschuldigt hat. Michael: „Der Nachbarin wollte ich erst auch eine Entschuldigung schicken und vielleicht Pralinen dazu, aber wer weiß, was dann wieder passiert wäre.“

Quelle: tz-online

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