Diese 15 neuen Bahnhöfe wollen die Gemeinden

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Landkreis - Bei manchen gibt's bereits Planungen, andere sind wirkliche Überraschungen. Welche neuen Bahnhaltepunkte wollen die Gemeinden? Und wie wahrscheinlich lassen sie sich realisieren?

Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion wollte der Landkreis von seinen Städten und Gemeinden wissen: Welche neuen Bahnhaltepunkte wollt Ihr? Wofür besteht Eurer Meinung nach Bedarf? Das Ergebnis überrascht zum Teil, unter anderem die drei gemeldeten Stationen auf Teisendorfer Grund. Die "Haltewünsche" im Einzelnen - und was das Bayerische Verkehrsministerium und die Bahngesellschaften dazu sagen:

Strecke Laufen - Freilassing

- Gastag (Laufen; ehemaliger Haltepunkt)

- Surheim (ehemaliger Haltepunt)

- Freilassing Nord/Klebinger Straße

Die Südostbayernbahn sieht keine grundsätzlichen Einwände gegen einen neuen Haltepunkt - jedoch nur dann, wenn der Anschluss in Richtung Berchtesgaden dann nicht gefährdet ist. Auch ist sich die Bahn nicht sicher, ob die Nachfrage groß genug wäre. Der Freistaat sieht das ganze rigoroser: Auch wenn die Strecke langfristig zweigleisig ausgebaut werden soll, seien derzeit keine neuen Stationen möglich.

Strecke Freilassing - Berchtesgaden

- Feldkirchen (Ainring)

- Bad Reichenhall Nord/Johann-Häusl-Straße

- Bad Reichenhall Mitte/Innsbrucker Straße

- Hallthurm (Bischofswiesen; ehemaliger Haltepunkt)

- Winkl-Selboden (Bischofswiesen; ehemaliger Haltepunkt)

- Winkl Siedlung (Bischofswiesen)

- Neuwirtsbrücke (Bischofswiesen)

- Berchtesgaden Ost

Die Berchtesgadener Land Bahn begrüßt generell mehr Haltepunkte, jedoch dürfe die Fahrgeschwindigkeit nicht besonders unter zusätzlichen Haltepunkten leiden. Das Verkehrsministerium sieht eine Perspektive für drei der gewünschten Bahnhöfe: Reichenhall Nord, Reichenhall Mitte und Bischofswiesen-Winkl Siedlung. Für Reichenhall Nord hat der Freistaat die Finanzierung bereits zugesagt. Für die fünf anderen gewünschten Haltepunkte sei das Fahrgastpotenzial zu gering. Trotzdem hat sich der Landkreis vor allem für den Haltepunkt Berchtesgaden Ost bereits stark eingesetzt und erste Planungsschritte unternommen. Jedoch wird es vom Freistaat keine Infrastrukturförderung geben.

Strecke Traunstein - Freilassing

- Rückstetten (Teisendorf; ehemaliger Haltepunt)

- Schödling/Stegreuth/Holzhausen (Teisendorf)

- Hörafing (Teisendorf)

- Freilassing West/Perach

Auch der Meridian sieht Bedarf für neue Haltepunkte, aber das Netz zwischen Rosenheim und Freilassing sei schon zu eng "getaktet". Anschlüsse in diesen beiden Knotenbahnhöfen könnten bei neuen Stationen zeitlich dann nicht mehr erreicht werden. Auch die erlaubte Streckenhöchstgeschwindigkeit sei bereits ausgereizt. Nur durch zusätzliche Zugfahrten auf dem Abschnitt Rosenheim - Freilassing könnten neue Haltestellen bedient werden - theoretisch. Auch der Freistaat sieht für neue Bahnhöfe auf dieser Strecke schwarz und verweist auf einen gewünschten, aber erst kürzlich abgelehnten Halt in Stephanskirchen.

Unabhängig von den Einschätzungen von Bahn und Freistaat: Der Landkreis empfiehlt den Gemeinden trotzdem, die Flächen für die angedachten Bahnhöfe vorsichtshalber freizuhalten.

xe

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