Pfingstausflug der Kinderkrebshilfe BGL+TS an den Gardasee

Ein paar Tage voller Unbeschwertheit

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Die gesamte Gruppe vor der Kulisse des Gardasees in Garda

Berchtesgadener Land - Geht die Kinderkrebshilfe mit ihren Schützlingen auf Reisen, so steht eines fest: für Erholung, gute Laune und ein paar sorgenfreie Tage ist bestens gesorgt.

Wie jedes Jahr bot die Kinderkrebshilfe ihren Schützlingen auch heuer wieder ein paar erholsame Tage über das verlängerte Pfingstwochenende an.

Am Freitag ging es los in Oberteisendorf, ein von der Firma Kirchner aus Aufham gesponserter Bus, mit Busfahrer Toni Hager, sowie ein zusätzliches Auto der Kinderkrebshilfe für eine Familie die wegen des durch Chemotherapie geschwächten Immunsystems der Tochter nicht busfahren durfte, brachten 52 Personen, d. h. Mitglieder der Vorstandschaft, vertreten durch die 1. Vorsitzende Rosmarie Baumgartner, 2. Vorsitzende Jutta Krieger und Schriftführerin Marion Schrodt sowie 14 der derzeit insgesamt 47 betreuten Familien, an den Gardasee.

Aufgrund der schweren Grunderkrankung kann man nicht immer sicher voraussehen, ob alle angemeldeten Teilnehmer tatsächlich die Reise antreten können. Leider war eben dies heuer einer Familie, durch die Behandlungsbedürftigkeit des Sohnes, nicht möglich. Bei allen anderen klappte es zum Glück.

Ziel der Reise zum Gardasee war Garda, wo ein in traumhafter Lage gelegenes, luxuriöses Hotel bezogen wurde. Auch sonst bot das Gelände alles was das Herz begehrte, angefangen mit einem herrlichen Ausblick auf den See, über Spiel- und Sportmöglichkeiten für Groß und Klein, bis zu bester Versorgung bei Frühstück und Abendessen.

Insbesondere der große Pool bot Gelegenheit zum Entspannen, v. a. nach den vielen Erlebnissen, die tagsüber stattfanden. Der Vormittag des ersten Aufenthaltstages stand zur freien Verfügung, am Nachmittag war Sightseeing angesagt: ein Besuch der Wallfahrtskirche Maria de la Corona – in der Nähe des Ortes Spiazzi schmiegt sich diese, imposant hoch über dem Tal der Etsch gelegen, an die senkrecht abfallende Felswand.

Vor der Wallfahrtskirche Maria della Corona

Um das Gotteshaus zu besichtigen galt es zunächst einen kleinen, aber feinen Fußweg zu bewältigen. Zurück ging es mit dem Shuttlebus, oder wieder zu Fuß, je nach Kondition.

Der zweite Tag des Aufenthaltes, Pfingstsonntag, stellte für viele, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen, das Highlight des Ausfluges dar: Ein Tag im Freizeitpark Gardaland. Die vielen verschiedenen Attraktionen wurden von allen begeistert wahrgenommen.

Wildwasser im Gardaland

So wagte sich auch so mancher zu abenteuerlichen Fahrten vor, oder ließ sich zu diesen überreden, die er sich zuvor niemals erträumt hätte. Bei Achterbahnfahrten, die im 90°-Winkel nach unten führten, Loopings, Schrauben und wildesten Umdrehungen waren Adrenalin-Kicks vorprogrammiert.

Gardaland, Achterbahn – hier geht es im 90°-Winkel nach unten

Tag 3 der Reise führte mit dem Schnellboot von Garda nach Riva, am nördlichen Ufer des Gardasees. Schon die Bootsfahrt an sich war ein Erlebnis der besonderen Art, das man deutschlandweit nicht finden wird – man stelle sich ein Schnellboot vor, das über den Königssee fährt… undenkbar!

Besonders die Kinder hatten enormen Spaß daran, dass die Wellen bei der wilden Fahrt über die Reling spritzten und zeigten keine Scheu davor, nass zu werden. Eine Wildwasserfahrt, fast noch besser als alle Wildwasserbahnen am Tag zuvor im Gardaland.

In Riva angekommen standen zwei Stunden zur freien Verfügung, die für einen Bummel durch das Städtchen, das bereits zur Römerzeit besiedelt war, genutzt werden konnten. Später wartete schon der Bus auf die Reisenden, die nun an den Ledrosee, in den Bergen unweit des Gardasees, auf 655 m über dem Meeresspiegel, gebracht werden sollten. Den Lago di Ledro erkundeten viele Familien mit dem Tretboot, doch auch zu Fuß konnte dieser, wenigstens streckenweise, umrundet werden.

Kennenlernen und Erfahrungsaustausch am Abend

Die Abende verbrachten die Familien gemeinsam im Hotel. Viele der teilnehmenden Familien werden erst seit kurzem von der Kinderkrebshilfe betreut und so bot sich hier die Gelegenheit, die Mitreisenden und deren Schicksale kennenzulernen. Der gegenseitige Austausch und die Botschaft, mit der schweren Erkrankung nicht alleine zu sein, ist ein wichtiger Punkt bei allen Veranstaltungen der Kinderkrebshilfe. Auf diese Weise entstehen auch viele, langwährende Freundschaften zwischen den Betroffenen.

Viel zu schnell ging die Zeit vorbei, am vierten Tag stand schon wieder die Heimreise an. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von ein paar Tagen ohne Kummer, Sorgen, Terminen und Alltagsstress. Mit einem Zwischenstopp zum Mittagessen im Wipptalerhof am Brenner brachte Kirchners Omnibus, trotz Stau und Regen, der sich trotz aller guten Vorbereitungen und Planungen seitens der Kinderkrebshilfe nicht vermeiden lässt, die Reisegemeinschaft wohl behalten zurück nach Oberteisendorf.

Rundum ließen die Teilnehmer verlauten, sich gut erholt zu haben und nun ein wenig gelassener dem durch die Krankheit oft nicht einfachen Alltag erneut entgegenzutreten.

Pressemitteilung Kinderkrebshilfe BGL+TS

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