"Christoph 14" kommt nicht zum Ausruhen

14-Jährige aus 1.200 Meter Höhe gerettet

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"Christoph 14" war am Dienstag im Dauereinsatz.

Landkreis - Gleich vier Einsätze flog "Christoph 14" am Dienstag - alle Verunglückten mussten per Tau abtransportiert werden. Und auch am Samstag waren alle Kräfte gefordert:

Die Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ waren am Dienstag bei gleich vier Tau-Einsätzen in Folge gefordert: Gegen 10.15 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Berchtesgaden aus der unteren Watzmann-Ostwand ein, wo zwei Bergsteiger nach einem Verhauer am Berchtesgadener Weg in rund 1.500 Metern Höhe die Orientierung verloren hatten und schließlich im Bereich der Wasserfallplatte einen Notruf absetzten. Die Besatzung von „Christoph 14“ konnte die unverletzten Verstiegenen bei einem Suchflug rasch finden und setzte dann zwei Berchtesgadener Bergretter oberhalb im Schwebeflug ab, die zu den Bergsteigern abstiegen und sie sicherten. Retter und Verstiegene wurden per 25-Meter-Tau nach Schönau ausgeflogen.

Gegen 13 Uhr ging ein weiterer Notruf für die Reichenhaller Bergwacht und „Christoph 14“ vom Schrecksattel (Reiter Alpe) ein, wo ein 14-jähriges Mädchen aus der Region in rund 1.200 Metern Höhe plötzlich akut intern erkrankt war. „Christoph 14“ konnte die Einsatzstelle im dichten Bergwald rasch finden und landete dann oberhalb auf einer Wiese, wo die Besatzung ein 50 Meter langes Rettungstau montierte, mit dem der Notarzt zwischen den Bäumen eingefädelt und bei der jungen Patientin abgesetzt wurde. Nach medizinischer Erstversorgung wurden der Arzt und die in einem Rettungssitz gesicherte 14-Jährige per Tau abgeholt und zum Landeplatz der Wehrtechnischen Dienststelle nach Oberjettenberg ausgeflogen. Eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte das Mädchen dann von dort aus zum Klinikum Traunstein, da „Christoph 14“ gegen 14 Uhr wieder in der Watzmann-Ostwand benötigt wurde:

Oberhalb der Biwakschachtel in rund 2.400 Metern Höhe hatte sich ein 37-jähriger Bergsteiger aus der Oberpfalz so schwer an der Hand verletzt, dass er den restlichen Aufstieg nicht mehr selbständig bewältigen konnte. „Christoph 14“ und die Bergwacht Berchtesgaden konnten den Mann und seinen Begleiter rasch finden und dann mit dem 25 Meter langen Rettungstau nach Schönau ausfliegen. Der Mann wurde von einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Gegen 15.45 Uhr ging ein Notruf vom Königssee ein, wo sich Wanderer im Bereich der Rabenwand verstiegen hatten. Während die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot die Steilhänge vom See aus absuchte, konnte eine zusätzliche Fußmannschaft der Bergwacht rasch Rufkontakt herstellen und die Leute zurück auf den Weg führen. Zeitgleich musste die Bergwacht eine akut intern erkrankte 69-jährige Frau am Jenner versorgen und zum Parkplatz Hinterbrand bringen, wo sie vom Notarzt und Landrettungsdienst übernommen wurde. „Christoph 14“ war währenddessen an der Buswendeplatte am Kehlstein im Einsatz, wo sich ein Kind eine Kopfplatzwunde zugezogen hatte. Gegen 16.45 Uhr ging ein weiterer Notruf für die Bergwacht Berchtesgaden und „Christoph 14“ vom Weg zwischen Trischübel und Königssee ein, wo sich ein Bergsteiger an der Sigeretplatte verstiegen hatte. „Christoph 14“ setzte einen Berchtesgadener Bergretter oberhalb ab und holte Retter und den in Bergnot Geratenen danach per 25-Meter-Tau ab.

Die Bergwacht Berchtesgaden musste „Christoph 14“ am Dienstag mehrmals mit ihrem Kerosinanhänger nachtanken.

Am Samstagabend ging ein Notruf für die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger von der Steiner Alm ein, wo ein Kind vermisst wurde, das dann aber wieder auftauchte, als der Einsatzleiter bereits mehrere Mannschaften und die Hundestaffel zur Suche angefordert hatte. Am Montag gegen 16 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden mit ihrem Geländefahrzeug zur Mitterkaseralm am Jenner ausrücken, wo sich ein 75-jähriger Tourist aus Hessen am Knie verletzt hatte. Der Mann wurde versorgt und ins Tal gefahren. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes lieferte ihn in die Kreisklinik Berchtesgaden ein. Gegen Mitternacht ging ein Alarm für die Reichenhaller Bergwacht wegen Lichtquellen im Bereich der Zwieselalm ein, es waren aber lediglich Wanderer mit Stirnlampen unterwegs.

Pressemeldung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

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