Wagner appelliert: Jetzt Überbrückungshilfe II beantragen / Novemberhilfen in Vorbereitung

Corona-Überbrückungshilfe: Mehr als 880.000 Euro an Betriebe im Landkreis BGL ausgezahlt 

Bad Reichenhall – Die IHK für München und Oberbayern zieht eine positive Bilanz der Überbrückungshilfe I. Bislang sind mehr als 880.000 Euro an 117 Antragsteller im Berchtesgadener Land ausgezahlt worden. „Insgesamt gingen 127 Anträge von Betrieben mit Sitz in unserem Landkreis ein“, sagt Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die durchschnittliche Auszahlung je Antrag beträgt 7.522 Euro. Bayernweit erhielten Firmen in 148 Fällen die maximale Fördersumme von 150.000 Euro. Die Überbrückungshilfe I gleicht durch die Corona-Krise eingetretene Verluste in den Monaten Juni, Juli und August teilweise aus. Die Antragsstellung war bis Anfang Oktober möglich. Die Abwicklung der Hilfen übernimmt im Freistaat die IHK für München und Oberbayern. Aktuell sind 93 Prozent der Anträge beschieden.

Von den ausgezahlten Fördergeldern gingen 26 Prozent ins Hotel- und Gaststättengewerbe, 15 Prozent in den Wirtschaftszweig „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“, zu dem neben Autohäusern und Kfz-Werkstätten unter anderem auch klassische Einzelhandelsgeschäfte sowie der Großhandel gehören. 11 Prozent der bereits ausgezahlten Anträge kamen von Betrieben aus dem Wirtschaftszweig „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, der unter anderem Reisebüros, Event- und Messeveranstalter abdeckt.


Mit einem Gesamtwert von mehr als 340.00 Euro erhielten die Unternehmen „sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen“ die höchste Förderung im Landkreis, gefolgt von Betrieben aus dem Gastgewerbe mit einer Gesamtfördersumme von rund 208.000 Euro und Betrieben aus Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, an die insgesamt rund 70.000 Euro ausgezahlt wurden. Für das Anschlussprogramm Überbrückungshilfe II, das Betriebskostenzuschüsse für die Monate September bis Dezember gewährt, können bereits seit Ende Oktober Anträge gestellt werden.

„Nach wie vor sind ganze Branchen stark von der Krise und dem aktuellen Teil- Lockdown betroffen und brauchen Beistand auf dem Weg in die Nach-Corona-Zeit. Dies betrifft vor allem Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros, die Veranstaltungswirtschaft, teilweise den Einzelhandel und viele Dienstleister. Die staatlichen Hilfen sind gut und richtig. Wir als IHK stehen durch die engagierte Abwicklung der Programme unseren Unternehmerinnen und Unternehmern in dieser schwierigen Zeit ganz eng zur Seite“, sagt Wagner. Die Antragsfrist endet am 31.Dezember 2020.

Für die Überbrückungshilfe II sind in Bayern bereits rund 3.500 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von mehr als 100 Millionen Euro bei der IHK für München und Oberbayern eingegangen, die erneut die Abwicklung der Hilfe für ganz Bayern übernimmt. Die Fördersumme pro Antrag hat sich auf knapp 30.000 Euro deutlich erhöht, auch wenn die längere Förderdauer von vier statt drei Monaten gegenüber der Überbrückungshilfe 1 zu berücksichtigen ist. Das Verfahren läuft weiter ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und vereidigte Buchprüfer.

Die abschließende Bearbeitung der Anträge durch die IHK ist ab heute möglich, da die Bearbeitungssoftware des Bundes und die beihilferechtliche Genehmigung der EU endlich vorliegen. Auch die angekündigten Novemberhilfen – also die zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfe für Unternehmen, die durch die Schließung während des Teil-Lockdowns betroffen sind – laufen über das gleiche Antragsportal des Bundes und werden für Bayern von der IHK München abgewickelt. Aktuell erarbeiten Bund und Länder für das Programm die Möglichkeit einer Abschlagzahlung.

Genaue Details zur Antragstellung werden in den kommenden Tagen erwartet. Alle Informationen zur Überbrückungshilfe und den Antragsbedingungen sind online verfügbar unter www.ihk-muenchen.de/ueberbrueckungshilfe.

Pressemeldung IHK München/Oberbayern

Rubriklistenbild: © picture alliance/Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Kommentare