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Kaum Stornierungen im Berchtesgadener Land

Hohe Corona-Zahlen und Unwetter scheinen Urlauber nicht zu stören

Coronavirus - Berchtesgaden
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In der Urlaubsregion Berchtesgadener Land gelten wegen erhöhter Inzidenz wieder mehr Corona-Regeln.
  • Felix Graf
    VonFelix Graf
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Die steigende Corona-Zahlen scheinen die Urlauber im Berchtesgadener Land nicht zu stören. Die Buchungslage in der Region ist weiter stabil.

Berchtesgadener Land - Wie die Deutsche-Presse-Agentur auf Anfrage bei der Tourismusregion Bad Reichenhall und Berchtesgaden erfuhr, seien keine Stornierungen bekannt, die die hohen Corona-Zahlen als Grund hätten.

Sehr wohl würden allerdings immer mehr Fragen der Urlauber kommen, so Teresa Hallinger vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden. „Die Mitarbeiterinnen in den Touristinformationen (...) können aber unser Gäste in den meisten Fällen beruhigen.“

Seit der erneuten Öffnung sei die Buchungslage sehr gut - auch trotz der Unwetter Mitte Juli, die unter anderem in Schönau am Königssee Schäden angerichtet hatten. „Juli und August waren beziehungsweise sind so gut wie ausgebucht“, berichtete Hallinger.

Stornierungen nur unmittelbar nach Unwetter

Stornierungen seien nur kurzzeitig nach dem Unwetter eingegangen. Im Vergleich zu den Jahren vor Corona seien die Einbußen im Tourismus im Berchtesgadener Land allerdings „bedrohlich“, so der Verband. Für den Moment zeigt sich Brigitte Schlögl von der Tourismusregion Bad Reichenhall aber zufrieden. „Den Sommer über können wir grundsätzlich von einer sehr guten Buchungslage – bis in den September und Oktober hinein – berichten. Von kleinen Lücken bei einzelnen Betrieben abgesehen sind wir voll.“

Die beliebte Urlaubsregion hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 (Stand Montag) einen der höchsten Corona-Werte in Deutschland. Seit Montag müssen daher unter anderem Restaurants oder Hotels wieder negative Tests verlangen. Ausgenommen von der Testpflicht sind vollständig geimpfte oder genesene Menschen.

Eine Sprecherin des Landratsamtes führt die Ansteckungen auf eine Bar und mehrerer Betriebe zurück. „Durch private und berufliche Kontakte hat das Geschehen rasch gestreut, auch in Hotelbetriebe und Gastronomie sowie in Kindergärten und Schulklassen, wo es Übertragungen über die Eltern gab.“ Eine Rolle spiele wohl auch die Nachbarschaft zu Salzburg, wo Diskotheken und Clubs geöffnet sind.

Andere Urlaubsregionen in Oberbayern sind hoffnungsvoll

Anderen Urlaubsregionen in Oberbayern blicken hoffnungsvoll auf den August, dass zumindest ein Teil der schweren Einbußen von der Zeit der Schließungen wettgemacht werden können. „Die Stimmung und Auslastung ist soweit gut“, heißt es zum Beispiel bei der Zugspitzregion.

Auch rund um den Chiemsee sind die Herbergen voll. „Spontan über’s Wochenende was zu finden kann schwierig werden, vor allem nahe am See oder an den Bergen“, sagte die Sprecherin der Touristenregion Chiemsee-Chiemgau.

Selbst das kühle und regnerische Wetter hat kaum Auswirkungen auf die Buchungen. So heißt es im Zugspitzdorf Grainau, dass lediglich an Campingplätzen Urlauber vereinzelt nicht anreisen. „Die Besucher kommen zu uns wegen den Bergen und den Wandermöglichkeiten (...), planen aber in der Regel keinen Badeurlaub.“

fgr/dpa

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